The National Times - Trump gibt Vandalismus Schuld für Probleme an renoviertem Wasserbecken in Washington

Trump gibt Vandalismus Schuld für Probleme an renoviertem Wasserbecken in Washington


Trump gibt Vandalismus Schuld für Probleme an renoviertem Wasserbecken in Washington
Trump gibt Vandalismus Schuld für Probleme an renoviertem Wasserbecken in Washington / Foto: © AFP

US-Präsident Donald Trump hat angeblichem Vandalismus die Schuld für Probleme an dem renovierten Wasserbecken am Lincoln-Denkmal in Washington gegeben. Die Renovierungsarbeiten hätten "perfekt funktioniert", bevor es zu "schändlichem Vandalismus" gekommen sei, erklärte Trump am Samstag (Ortszeit) in seinem Onlinedienst Truth Social. Unbekannte hätten dem Becken mit "irgendeiner Art Messer oder Klinge" einen rund 75 Meter langen Schnitt zugefügt, sowie "ätzende und zerstörerische Chemikalien in das Becken" geschüttet, fügte der US-Präsident hinzu.

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Die Behörden müssten "wahrscheinlich" einen Großteil des Wassers in dem Becken ablassen, um die notwendigen Reparaturen umzusetzen, erklärte Trump weiter. "Aber wir werden sie so schnell wie möglich erledigen lassen", fügte er hinzu.

In Folge der von Trump veranlassten Renovierungsarbeiten an dem ikonischen Wasserbecken hatte das Wasser eine sumpfig-grüne Färbung angenommen. Reportern der Nachrichtenagentur AFP zufolge waren am Freitag über die gesamte Fläche des 610 Meter langen Beckens im Wasser schwimmende blaue Farbpartikel zu sehen, während Arbeiter versuchten, die Farbreste zusammen mit Algen aus dem Becken zu entfernen.

Vor der Renovierung hatte Trump versprochen, das bei Touristen beliebte Becken in der US-Hauptstadt werde durch einem mehrere Millionen Dollar teuren Bodenanstrich mit Pool-Farbe "Amerikaflaggen-blau" leuchten.

Algenblüte ist angesichts der oft schwülwarmen Temperaturen in Washington bereits seit Eröffnung des Beckens 1922 ein Problem. Was Enten freut, erzürnte Trump vor den anstehenden Feiern zum 250. Gründungstag der USA.

Der Immobilienmogul ließ das Becken deshalb entleeren und den grauen Boden mit Pool-Farbe streichen. Diese blättert nun an vielen Stellen ab. Presseberichten zufolge kosteten die Arbeiten rund 14 Millionen Dollar (gut zwölf Millionen Euro) - fast zehn Mal so viel wie von Trump angegeben. Washington sehe "besser aus denn je", jubelte das Weiße Haus, als am 4. Juni wieder Wasser eingelassen wurde.

Der US-Zeitung "Washington Post" zufolge wird unter anderem dem früheren Olympioniken David Hearn vorgeworfen, das Wasserbecken beschädigt zu haben. Hearn sagte der "Washington Post", er habe während einer Fahrradtour an dem Becken angehalten, um sich die Renovierungsarbeiten selbst anzusehen. Nachdem er sich hinuntergebeugt hatte, um ein Stück der sich ablösenden blauen Farbe zu berühren, sei der 67-Jährige von zwei Mitgliedern der Nationalgarde umzingelt und von Beamten der US-Parkpolizei wegen einer Ordnungswidrigkeit, der Zerstörung von Regierungseigentum, festgenommen worden. "Ich habe nichts zerstört, kaputtgemacht oder abgepellt", sagte Hearn der Zeitung.

Der sogenannte Reflecting Pool ist ein Wahrzeichen Washingtons und ein beliebtes Fotomotiv. Darin spiegeln sich das Lincoln-Denkmal und der Obelisk zum Gedenken an den ersten US-Präsidenten George Washington.

Trump lässt Washington an mehreren Stellen umgestalten, um sich ein Denkmal zu setzen. Unter anderem ließ er den historischen Ostflügel des Weißen Hauses abreißen, um an dessen Stelle einen Ballsaal zu bauen. Zudem will er einen riesigen Triumphbogen errichten lassen. Dieser soll fast drei Mal so hoch werden wie das Brandenburger Tor in Berlin und anderthalb Mal so hoch wie der Pariser Triumphbogen.

F.Morgan--TNT

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