The National Times - Schulschließungen in japanischer Stadt wegen streunenden Bären

Schulschließungen in japanischer Stadt wegen streunenden Bären


Schulschließungen in japanischer Stadt wegen streunenden Bären
Schulschließungen in japanischer Stadt wegen streunenden Bären / Foto: © AFP/Archiv

Wegen eines seit Tagen umherstreunenden Bären sind in der japanischen Stadt Utsunomiya am Montag sämtliche Schulen geschlossen geblieben. Dutzende Jäger, Polizisten und weitere Beamte seien auf der Suche nach dem Tier, sagte ein Vertreter der Stadtverwaltung der Nachrichtenagentur AFP. Die Bewohner seien aufgerufen, nicht ins Freie zu gehen.

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Die Schließung der fast hundert staatlichen Schulen in Utsunomiya wurde damit begründet, dass es seit Samstag in der nördlich von Tokio gelegenen Stadt mehr als zehn Meldungen wegen Bären-Sichtungen gegeben hatte, darunter Vorfälle in einem Einkaufszentrum, vor einer Grundschule und nahe einer Mittelschule. Unklar war zunächst, ob es sich um einen oder mehrere Bären handelte. Am Montagmorgen wurde erneut eine Bärensichtung gemeldet, diesmal nahe eines Großmarkts.

Seit einigen Jahren nimmt die Zahl der Bären-Sichtungen und -Angriffe in Japan deutlich zu, auch in städtischem Gebiet. Im vergangenen Jahr wurden in dem Land 13 Menschen von Bären getötet - so viele wie noch nie. Zwischen April 2025 und Ende März dieses Jahres wurden landesweit mehr als 50.000 Bären-Sichtungen verzeichnet - mehr als doppelt so viele wie im bisherigen Rekordjahr 2023.

Fachleute führen den Anstieg auf eine schnell wachsende Bärenpopulation und die zunehmende Entvölkerung ländlicher Gebiete in Japan zurück. Im vergangenen Jahr hatte es in Japans Wäldern zudem wenige Eicheln gegeben, so dass die Bären sich anderswo auf Nahrungssuche machten.

In Japan leben zwei Bärenarten: der Asiatische Schwarzbär oder Kragenbär sowie der größere Braunbär. Braunbären können eine halbe Tonne wiegen und schneller laufen als Menschen. Jedes Jahr werden tausende Tiere abgeschossen.

F.Adams--TNT

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