The National Times - "Noma"-Restaurant: Küchenchef Redzepi zieht sich nach Gewaltvorwürfen zurück

"Noma"-Restaurant: Küchenchef Redzepi zieht sich nach Gewaltvorwürfen zurück


"Noma"-Restaurant: Küchenchef Redzepi zieht sich nach Gewaltvorwürfen zurück
"Noma"-Restaurant: Küchenchef Redzepi zieht sich nach Gewaltvorwürfen zurück / Foto: © AFP

Das von ihm mitbegründete "Noma"-Restaurant in Kopenhagen ist bei Feinschmeckern in aller Welt bekannt - nun hat der dänische Küchenchef René Redzepi angesichts von Gewaltvorwürfen seinen Rückzug erklärt. "Nach mehr als zwei Jahrzehnten, in denen ich dieses Restaurant aufgebaut und geleitet habe, habe ich beschlossen, mich zurückzuziehen", sagte der 48-Jährige sichtlich bewegt am Donnerstag in einem auf Instagram veröffentlichten Video. Zugleich entschuldigte er sich bei seinen Mitarbeitern.

Textgröße ändern:

Redzepi reagierte damit auf Veröffentlichungen der "New York Times", in der frühere "Noma"-Mitarbeiter über körperliche und phsychische Misshandlungen in dem dänischen Spitzenrestaurant berichteten. Dabei ging es unter anderem um körperliche Gewalt und öffentliche Demütigungen. Die Zeitung befragte nach eigenen Angaben 35 ehemalige Mitarbeiter über die Zeit zwischen 2009 und 2017.

"Ich habe daran gearbeitet, ein besserer Chef zu sein, und 'Noma' hat über viele Jahre große Schritte unternommen, um die Kultur zu verändern", sagte Redzepi nun. "Ich erkenne aber an, dass diese Veränderungen die Vergangenheit nicht wiedergutmachen."

Der mit zahlreichen internationalen Preisen überhäufte und für seine innovative Küche berühmte "Noma"-Küchenchef hatte bereits früher eingestanden, immer wieder die Beherrschung verloren zu haben. So sagte er schon 2015 von sich, dass "ich in einem großen Teil meiner Karriere ein Tyrann gewesen bin".

Zuletzt hatten sich die Vorwürfe gehäuft: Ein früherer Mitarbeiter erklärte im Februar auf Instagram: "'Noma' ist keine Geschichte der Innovation. Es ist die Geschichte eines Verrückten, der eine Kultur der Angst, des Missbrauchs und der Ausbeutung schuf."

"Noma" hatte erstmals 2003 mitten in Kopenhagen seine Türen geöffnet. Der Name setzt sich zusammen aus den dänischen Wörtern "nordisk" (nordisch) und "mad" (Essen). Das Restaurant schloss 2016 und öffnete zwei Jahre später in einem etwas abgelegeneren Viertel der dänischen Hauptstadt wieder. Das Restaurant wurde mehrfach als das beste der Welt ausgezeichnet.

Erst am Mittwoch eröffnete "Noma" ein Pop-up-Restaurant in der US-Metropole Los Angeles. Ein Dinner wird dabei für 1500 Dollar (1300 Euro) angeboten. Die Eröffnung wurde von Protesten ehemaliger Mitarbeiter begleitet.

P.Johnston--TNT

Empfohlen

US-Soldaten bei der Öffnung von Hafen und Flughafen in Venezuela im Einsatz

Nach dem schweren Doppel-Erdbeben in Venezuela sind zahlreiche US-Soldaten im Einsatz, um vor allem den Verkehr am Flughafen von Caracas und am Seehafen von La Guaira wieder in Gang zu bringen. Ein Team von rund hundert Soldaten der Luftwaffe mit Erfahrung im Flugplatzmanagement unterstütze die venezolanischen Behörden dabei, den "lebenswichtigen Zufluss und Abfluss des Luftverkehrs" zu erweitern, teilte das US-Südkommando Southcom am Sonntag in Washington mit.

Britische Prinzessin Kate erklimmt drei Gipfel - Unterstützung für Krebshilfe

Die britische Prinzessin Kate hat binnen 24 Stunden die drei höchsten Berge von England, Schottland und Wales bestiegen, um auf die Bedeutung eines "ganzheitlichen" Ansatzes in der Krebsbehandlung hinzuweisen. Die 44-Jährige, die vor gut zwei Jahren an Krebs erkrankt war, erklärte am Sonntag im Onlinedienst Instagram, sie habe die "Drei-Gipfel-Herausforderung" zur Unterstützung der Royal Marsden Cancer Charity angenommen. Die Organisation unterstützt Krebspatienten in dem Krankenhaus, in dem Kate selbst behandelt wurrde.

Gewerkschaft: Bundespolizei droht im nächsten Jahr Engpass bei den Bodycams

Der Bundespolizei droht nach Angaben der Gewerkschaft der Polizei (GdP) im kommenden Jahr ein Engpass bei der Ausstattung mit Bodycams. Eine Ausschreibung über 2500 neue Geräte mit einer Option auf weitere 1500 sei gescheitert, sagte der GdP-Vorsitzende Andreas Roßkopf der "Rheinischen Post" (Montagsausgabe). "Im kommenden Jahr werden die Beamten womöglich ohne einsatzfähige Bodycams dastehen", sagte Roßkopf.

Nach Tötung zweier Menschen in Bremen Tatverdächtiger schwer verletzt festgenommen

Nach der Tötung zweier Menschen in Bremen hat die Polizei am Sonntag einen dringend Tatverdächtigen festgenommen. Im Zuge ihrer Großfahndung spürten Spezialeinsatzkräfte den 22-Jährigen am Abend in einem Maisfeld im niedersächsischen Schwanewede auf und nahmen ihn fest, wie die Polizei mitteilte.

Textgröße ändern: