The National Times - Nach Gaza-Waffenruhe: Entscheidung über Teilnahme Israels am ESC auf Dezember verschoben

Nach Gaza-Waffenruhe: Entscheidung über Teilnahme Israels am ESC auf Dezember verschoben


Nach Gaza-Waffenruhe: Entscheidung über Teilnahme Israels am ESC auf Dezember verschoben
Nach Gaza-Waffenruhe: Entscheidung über Teilnahme Israels am ESC auf Dezember verschoben / Foto: © AFP/Archiv

Angesichts der Waffenruhe im Gazastreifen und der Rückkehr der Hamas-Geiseln hat die Europäische Rundfunkunion (EBU) eine Abstimmung über die Teilnahme Israels am Eurovision Song Contest (ESC) auf Dezember verschoben. Vor dem Hintergrund "der jüngsten Entwicklungen im Nahen Osten" werde über einen möglichen Ausschluss Israels nicht wie zunächst geplant per Online-Abstimmung im November entschieden, teilte die EBU am Montag mit.

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Es herrsche Einigkeit, dass stattdessen bei der regulären Versammlung der Mitgliedsländer im Dezember eine offene Diskussion über das Thema organisiert werden müsse.

Das Vorgehen Israels im Gazastreifen nach dem Angriff der radikalislamischen Hamas im Oktober 2023 hatte in vielen Ländern eine Debatte über eine israelische Teilnahme am ESC ausgelöst. Mehrere Länder, darunter Spanien, Irland und die Niederlande, hatten mit einem Boykott des ESC gedroht, sollte Israel auch im nächsten Jahr an dem Musikwettbewerb teilnehmen. Andere Länder wie Deutschland halten dagegen einen Ausschluss Israels nicht für sinnvoll.

Am Freitag war im Gazastreifen eine Waffenruhe in Kraft getreten, nachdem Israel und die Hamas dem ersten Teil des von US-Präsident Donald Trump vorgeschlagenen Friedensplans zugestimmt hatten. Am Montag kehrten die letzten 20 überlebenden Hamas-Geiseln gemäß dem Friedensplan nach Israel zurück. Im Gegenzug wurden fast 2000 Palästinenser aus israelischer Haft entlassen. Bei einem Gipfeltreffen im ägyptischen Scharm el-Scheich unterzeichneten die Staatschefs der USA, Ägyptens, der Türkei und Katars am Abend eine Friedenserklärung für den Gazastreifen.

Bereits die vergangenen beiden ESC-Wettbewerbe in Malmö und Basel waren von Kontroversen über Israels Kriegsführung im Gazastreifen überschattet. In Basel siegte in diesem Jahr der österreichische Sänger JJ. Er sicherte Österreich damit das Recht, den ESC 2026 auszurichten. Das Finale in Wien wird bereits die 70. Ausgabe des Musikwettbewerbs sein. Üblicherweise nehmen daran mehr als 35 Länder teil. Finanziert wird der Wettbewerb von den Mitgliedern der EBU.

P.Sinclair--TNT

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