The National Times - Flächenbrand bei Marseille noch nicht unter Kontrolle

Flächenbrand bei Marseille noch nicht unter Kontrolle


Flächenbrand bei Marseille noch nicht unter Kontrolle
Flächenbrand bei Marseille noch nicht unter Kontrolle / Foto: © AFP/Archiv

Ein Flächenbrand in Südfrankreich, der den Stadtrand der Hafenstadt Marseille erreicht hat, ist noch immer nicht unter Kontrolle. Die Intensität des Feuers nehme zwar ab, sagte der Präfekt Georges-François Leclerc am Mittwoch in Marseille. "Bei einem Feuer solchen Ausmaßes" könne es aber immer neue Brandherde geben, warnte er. Etwa 70 Häuser wurden durch die Flammen beschädigt, zehn brannten komplett ab.

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Bislang wurden etwa 100 Menschen leicht verletzt, unter ihnen Feuerwehrleute. Etwa 400 Menschen wurden in Sicherheit gebracht, unter ihnen gut 70 Bewohner eines Seniorenheims. Diese konnten am Mittwochvormittag noch nicht wieder in ihre Häuser. Die Ausgangssperre für die Bewohner des 16. Arrondissements von Marseille wurde am Morgen jedoch wieder aufgehoben.

"Das Feuer ist zurückgegangen, aber es ist noch immer nicht unter Kontrolle", sagte Lionel Mathieu, Feuerwehrchef von Marseille. Bislang seien 750 Hektar abgebrannt. Derzeit breite sich das Feuer nicht weiter aus, aber der Mistral-Wind werde am Nachmittag wieder zunehmen. Am Mittwochvormittag waren noch etwa 700 Feuerwehrleute im Einsatz, unterstützt von mehreren Hubschraubern.

Frankreichs Innenminister Bruno Retailleau kündigte bei einem Ortsbesuch die Anschaffung von vier zusätzlichen Löschflugzeugen an. "Es wird ein höchst riskanter Sommer", sagte er.

Der Brand bei Marseille war am Dienstag durch ein brennendes Auto auf der Autobahn nahe des Ortes Les Pennes-Mirabeau ausgelöst worden. Der Flughafen von Marseille wurde bis zum Abend geschlossen. Auch die meisten Züge in den Norden und Westen Frankreichs fielen am Dienstag aus. Auch zwei Autobahnen und mehrere Tunnel wurden gesperrt.

In den vergangenen Tagen hatten mehrere Waldbrände in Südfrankreich gewütet. Aufgrund der Trockenheit infolge einer Hitzewelle und der starken Winde konnten sie sich schnell ausbreiten.

Ein weiterer Waldbrand, der nahe Narbonne an der westlichen Mittelmeerküste gut 2000 Hektar Vegetation vernichtet hatte, war am Mittwoch auch noch nicht gelöscht. Fünf Menschen mussten ärztlich behandelt werden, darunter ein Kind. Sechs Häuser wurden beschädigt. Die Autobahn zwischen Frankreich und Spanien war zeitweise in beide Richtungen gesperrt, es kam zu langen Staus.

Im südfranzösischen Département Gard brannten seit Dienstag zudem etwa 500 Hektar Vegetation ab. Dieses Feuer ist bislang auch noch nicht unter Kontrolle. Ein weiteres Feuer im Département Hérault breitete sich auf etwa 400 Hektar aus, wurde nach Angaben der Präfektur am Mittwoch aber unter Kontrolle gebracht.

Nach Einschätzung von Wissenschaftlern nimmt die Zahl und Intensität von Hitzewellen und anderer extremer Wetterphänomene durch den menschengemachten Klimawandel zu. Durch die Hitze trocknet die Vegetation aus, was wiederum die Ausbreitung von Waldbränden fördert.

M.A.Walters--TNT

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