The National Times - Femizid-Film "In der Nacht des 12." triumphiert bei César-Verleihung in Paris

Femizid-Film "In der Nacht des 12." triumphiert bei César-Verleihung in Paris


Femizid-Film "In der Nacht des 12." triumphiert bei César-Verleihung in Paris
Femizid-Film "In der Nacht des 12." triumphiert bei César-Verleihung in Paris / Foto: © AFP

Der Femizid-Film "In der Nacht des 12." hat bei der Verleihung der französischen Filmpreise triumphiert. Der auf einer wahren Geschichte beruhende Streifen über die Ermittlungen im Fall eines brutalen Frauenmordes errang am Freitagabend den César in sechs Kategorien, darunter die Auszeichnung als bester Film. Die Zeremonie in Paris wurde überschattet von heftigen Diskussionen über die Nominierten-Listen, auf denen Frauen deutlich in der Minderheit waren.

Textgröße ändern:

"Im vergangenen Jahr wurde die Oscar-Akademie kritisiert, weil ihre Nominierungen so weiß waren und in diesem Jahr, weil sie so männlich sind", erklärte das für Gleichberechtigung im französischen Filmgeschäft kämpfende Collectif 50/50 mit Blick auf die USA. "Die Césars 2023 sind beides zusammen."

Als Überraschungsgast trat bei der Gala in Paris Hollywoodstar Brad Pitt auf. Er übernahm die Ehrung von Regisseur David Fincher mit einem César für sein Lebenswerk.

Anfang 2020 hatte die Auszeichnung des Filmemachers Roman Polanski als bester Regisseur die César-Akademie in eine tiefe Krise gestürzt, weil mehrere Frauen Polanski Vergewaltigung vorwarfen. Die alte Akademie-Spitze trat daraufhin zurück - auch weil viele Mitglieder Mauscheleien beklagten. Im September 2020 wurde dann eine paritätisch besetzte Doppelspitze gewählt - bei der Auswahl der Nominierten in diesem Jahr war von Parität aber nichts zu sehen.

Der französische Filmpreis ist nach dem Künstler César Baldaccini benannt, der für seine gequetschten Autos bekannt ist. Die Trophäe des Filmpreises ist eine Bronze-Statue, die zusammengepresste Möbel-Dekorationen zeigt. Im vergangenen Jahr war das Historiendrama "Verlorene Illusionen" von Regisseur Xavier Giannoli als bester Film ausgezeichnet worden.

P.Johnston--TNT

Empfohlen

"Star Trek"- und "X-Men"-Star Patrick Stewart mit 86 Jahren gestorben

Er brillierte in Shakespeare-Dramen und gelangte mit "Star Trek" und "X-Men" zu Weltruhm - nun ist der Schauspieler Patrick Stewart im Alter von 86 Jahren gestorben. Stewart starb am Mittwoch in seinem Haus in Los Angeles nach einer "kurzen und heftigen" Erkrankung an Alzheimer und Lewy-Body-Demenz, wie es in einer am Donnerstag auf seinen Online-Accounts verbreiteten Erklärung hieß.

Social-Media-Verbot: EU-Kommission bremst nationale Alleingänge aus

Die EU-Kommission pocht beim Social-Media-Verbot für Kinder auf eine EU-weit einheitliche Altersgrenze und hat nationale Alleingänge deshalb ausgebremst. Österreich und weitere Staaten dürften für ein Jahr keine eigenen Verbote einführen, bevor das geplante EU-Gesetz in Kraft trete, sagte ein Kommissionssprecher am Donnerstag in Brüssel. Das betrifft womöglich auch die Pläne von Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU).

Autoattacke in Neustadt am Rübenberge: Tatverdächtiger Fahrer festgenommen

Nach einer Autoattacke mit fünf Verletzten im niedersächsischen Neustadt am Rübenberge haben Ermittler den tatverdächtigen mutmaßlichen Fahrer gefasst. Ihm werde unter anderem versuchter Totschlag in fünf Fällen vorgeworfen, teilte die Polizei in Hannover am Mittwoch mit. Der Mann wurde demnach bereits am Dienstag in Neustadt am Rübenberge festgenommen.

Cousin von Albert II. von Monaco tot - fahrlässige Tötung vermutet

Nach dem Tod eines Mitglieds der Fürstenfamilie von Monaco ist ein Mann der fahrlässigen Tötung und der unterlassenen Hilfeleistung angeklagt worden. Der Verdächtige ukrainischer Herkunft befinde sich in Untersuchungshaft, teilte die Generalstaatsanwaltschaft am Mittwoch in Monaco mit. Ein Untersuchungsrichter habe die Ermittlungen übernommen. Die Todesursache sei vermutlich ein Sturz aus 13 Meter Höhe von einem Boulevard in den Hinterhof eines Gebäudes.

Textgröße ändern: