The National Times - Hunderttausende nehmen vor Pelés Beisetzung Abschied von Brasiliens Fußball-Idol

Hunderttausende nehmen vor Pelés Beisetzung Abschied von Brasiliens Fußball-Idol


Hunderttausende nehmen vor Pelés Beisetzung Abschied von Brasiliens Fußball-Idol
Hunderttausende nehmen vor Pelés Beisetzung Abschied von Brasiliens Fußball-Idol / Foto: © AFP

Vor der Beisetzung des brasilianischen Fußball-Stars Pelé haben mehr als 200.000 Fans von ihrem Idol Abschied genommen. Wie Pelés langjähriger Verein FC Santos unter Berufung auf Polizeiangaben mitteilte, beteiligten sich an der 24-stündigen Totenwache mit dem aufgebahrten Sarg Pelés am Montag und Dienstag mehr als 230.000 Menschen - unter ihnen Brasiliens neuer Präsident Luiz Inácio Lula da Silva. Danach wurde Pelés Sarg in einem Trauerzug durch Santos gefahren.

Textgröße ändern:

"O Rei", dem König, wie Pelé in seiner Heimat genannt wird, erwies selbst der Präsident die letzte Ehre: Der seit Neujahr amtierende Staatschef Lula reiste im Hubschrauber an. Ins Stadion von Pelés langjährigem Verein FC Santos wurde er von seiner Frau Rosangela "Janja" da Silva begleitet. Dort sprach der 77-jährige Linkspolitiker Pelés Witwe Marcia Cibele Aoki sein Beileid aus und nahm an einer religiösen Zeremonie an Pelés Sarg teil.

Nach dem Ende der Totenwache wurde Pelés Sarg in einem Trauerzug auf einem Feuerwehrfahrzeug durch die Straßen der südostbrasilianischen Hafenstadt gefahren. Dazu versammelten sich zahlreiche Menschen. Auf der Strecke des Trauerzugs zum Friedhof lag auch das Haus von Pelés Mutter Celeste Arantes. Die Hundertjährige ist allerdings geistig verwirrt, so dass ihr der Tod ihres ältesten Sohnes nach Angaben der Familie gar nicht bewusst ist. Pelés Begräbnis sollte nach dem Trauerzug im Familienkreis stattfinden.

Beim FC Santos hatte Pelé die meiste Zeit während seiner Profi-Karriere gespielt. Zu seiner Aufbahrung kamen zahlreiche Fans und Würdenträger in das Stadion, darunter auch der Präsident des Weltfußballverbandes Fifa, Gianni Infantino. Er beschrieb Pelés Strahlkraft am Montag als "unsterblich" und kündigte an, die Fifa werde alle Länder der Welt auffordern, ein Stadion nach dem Stürmerstar zu benennen.

Die Warteschlange vor dem Stadion war kilometerlang. Auch in der Nacht riss der Strom an Trauernden nicht ab, wie Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichten. Die Fans kamen aus allen Teilen des riesigen Landes. Stars wie der brasilianische Fußballer Neymar und ausländische Vereine wie Real Madrid schickten Blumenkränze, die rund um den Sarg aufgestellt wurden.

Pelé, der mit bürgerlichen Namen Edson Arantes do Nascimento hieß, war am 29. Dezember im Alter von 82 Jahren an den Folgen einer Krebserkrankung gestorben. Er gilt als einer der besten Fußballer aller Zeiten und ist der einzige Fußball-Spieler, der drei Mal Weltmeister wurde - 1958, 1962 und 1970. Im fußballverrückten Brasilien wird er als "O Rei", der König, verehrt.

Pelés letzte Jahre waren von gesundheitlichen Problemen geprägt. Den letzten Monat seines Lebens verbrachte der an Darmkrebs erkrankte Star im Albert-Einstein-Krankenhaus in São Paulo. Der 82-Jährige starb an Nieren- und Herzversagen, wie aus seinem Totenschein hervorgeht, den örtliche Medien veröffentlichten. Außerdem litt er demnach an einer Bronchopneumonie, einer bestimmten Form einer Lungenentzündung.

H.Davies--TNT

Empfohlen

Neues Buch von Dianas Bruder: Charles III. weist Vorwürfe zurück

Nach der Veröffentlichung erster Auszüge aus einem neuen Buch des Bruders von Prinzessin Diana hat der Buckingham-Palast die darin gegen König Charles III. erhobenen Vorwürfe zurückgewiesen. In einer außergewöhnlich deutlichen Erklärung des Palastes wurden Charles Spencer indirekt Erinnerungslücken und ein getrübtes Urteilsvermögen unterstellt.

Früherer "First Dog": Obamas Hund Sunny ist tot

Als "First Dog" im Weißen Haus wurde Sunny bekannt - nun ist der Hund des früheren US-Präsidenten Barack Obama gestorben. Obama schrieb am Mittwoch im Onlinedienst X, seine Familie habe "ein geliebtes Mitglied verloren". Er habe Sunny zu Beginn seiner zweiten Amtszeit (2013 bis 2017) bekommen, "und alle von uns – einschließlich unseres ersten Hundes Bo – verliebten sich sofort in sie", schrieb Obama zu einem Foto der schwarzen Hündin.

Bedrohte Sumatra-Elefanten wegen Waldbränden in Indonesien noch stärker gefährdet

Die bereits vom Aussterben bedrohten Sumatra-Elefanten sind Umweltschützern zufolge aufgrund der schweren Waldbrände in Indonesien noch stärker gefährdet. Zwischen Juni und dem 8. September seien mehr als 4500 Brandherde in 21 Lebensräumen der seltenen Elefanten-Unterart gezählt worden, teilte die Wildtierschutzorganisation Geopix am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP mit. Mehr als 560.000 Hektar Wald seien in diesem Zeitraum niedergebrannt.

Französische Filmikone Sophie Marceau findet sich alt genug für Großmutterrolle

Die französische Filmikone Sophie Marceau findet sich kurz vor ihrem 60. Geburtstag bereit, allmählich Großmutter zu werden. "Ich glaube, dass mir das gut gefallen würde", sagte Marceau der Illustrierten "Bunte" laut Vorabmeldung vom Mittwoch. "Aber ich möchte das meinen Kindern nicht verraten, denn sonst machen sie mich früher zur Oma, als mir lieb ist."

Textgröße ändern: