The National Times - Stimmung in der deutschen Wirtschaft bessert sich leicht

Stimmung in der deutschen Wirtschaft bessert sich leicht


Stimmung in der deutschen Wirtschaft bessert sich leicht
Stimmung in der deutschen Wirtschaft bessert sich leicht / Foto: © AFP

Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich zuletzt leicht gebessert. Der vom Münchner Ifo-Institut ermittelte Geschäftsklimaindex stieg im November auf 86,3 Punkte, nach 84,5 Punkten im Oktober, wie das Forschungsinstitut am Donnerstag mitteilte. Demnach lässt vor allem der Pessimismus mit Blick auf die kommenden Monate nach, die auch das Weihnachtsgeschäft umfassen.

Textgröße ändern:

Die Erwartungen der Firmen verbesserten sich deutlich auf 80 Punkte, nach 75,9 Punkten im Oktober. Die Rezession dürfte "weniger tief ausfallen als viele erwartet haben", prognostizierte das Ifo.

Im Verarbeitenden Gewerbe legte das Geschäftsklima merklich zu. Die Unternehmen blicken laut Ifo optimistischer in die nahe Zukunft, bewerten allerdings ihre aktuelle Lage schlechter. Die Unsicherheit über die weitere Geschäftsentwicklung nahm insgesamt etwas ab, bei den energieintensiven Branchen nahm sie allerdings angesichts der Preiskrise nochmals zu.

Im Dienstleistungssektor verbesserte sich das Geschäftsklima "merklich", wie es weiter hieß. Die Unternehmen blicken weniger pessimistisch auf die kommenden Monate, waren aber ebenfalls unzufriedener mit den laufenden Geschäften.

Auch im Handel stieg der Index, ebenso im Bauhauptgewerbe. Händler und Unternehmen schätzten ihre aktuelle Lage etwas besser ein und die Aussichten erholten sich.

Für den Geschäftsklimaindex antworten monatlich rund 9000 Unternehmen auf Fragen des Ifo-Instituts. Sie werden gebeten, ihre gegenwärtige Geschäftslage zu beurteilen und ihre Erwartungen für die nächsten sechs Monate anzugeben.

ING-Analyst Carsten Brzeski sprach angesichts der Ifo-Zahlen von einem "Hoffnungsschimmer". Zugleich betonte er, dass es sich lediglich um eine Stabilisierung der Lage auf niedrigem Niveau handle. Damit sei noch keine Verbesserung zu erwarten. Die Entlastungsmaßnahmen der Regierung und die Vorkehrungen zur Energiekrise kämen überdies zu spät, um einen Wirtschaftsabschwung im vierten Quartal noch abzuwenden.

L.A.Adams--TNT

Empfohlen

EY: Deutsche Autokonzerne im Sinkflug

Mit der deutschen Autoindustrie geht es weiter bergab. Eine am Sonntag veröffentlichte Untersuchung der Beratungsfirma EY attestiert den deutschen Herstellern entgegen dem Markttrend sinkende Umsätze, einen Gewinneinbruch und "Margen im Sinkflug". Demnach bricht Volkswagen, BMW und Mercedes weiterhin weitgehend ungebremst das wichtige China-Geschäft weg.

Wirtschaftsweise Grimm nennt neuen Tankrabatt "zynisch"

Die Wirtschaftsweise Veronika Grimm hat die Entscheidung der Bundesregierung für einen neuen Tankrabatt scharf kritisiert. Es sei "zynisch", auf Kosten der jungen Generation das Fahren von Autos mit Verbrennungsmotor zu subventionieren, sagte die Ökonomin dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Sonntagsausgabe).

Bericht: Geheime Technik von US-Tarnkappenjet F-35 nach Hongkong umgeleitet

Geheime Technik des hochmodernen US-Tarnkappenjets F-35 ist einem Medienbericht zufolge womöglich China in die Hände gefallen. Die Plattform Politico berichtete am Freitag, dass eine Ladung mit Teilen des Flugzeugs, darunter die Cockpithaube mit der Tarnkappentechnologie, auf dem Weg von Australien in die USA nach Hongkong umgeleitet wurde und seither als vermisst gilt. Der Tarnkappen-Jet F-35 gilt als das modernste Kampfflugzeug der Welt, erst am Freitag nahm Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) den ersten Jet für die Bundeswehr in Empfang.

Neuer Chef der Meyer Werft sieht Kreuzfahrtschiffbauer auf gutem Kurs

Der neue Chef der Meyer Werft, André Walter, sieht das finanziell angeschlagene Traditionsunternehmen auf einem guten Kurs. "Die Werft hatte finanzielle und wirtschaftliche Probleme, das ist bekannt. Aber es gibt einen klaren Plan, um da herauszukommen, und den arbeiten wir jetzt konsequent ab", sagte der 60-Jährige ehemalige Airbus-Manager der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ, Samstagsausgabe). Der Kreuzfahrtschiffbauer habe eine "sehr gute Zukunftsperspektive".

Textgröße ändern: