The National Times - So viele Hotels und Gaststätten wie nie erwarten Verschlechterung der Lage

So viele Hotels und Gaststätten wie nie erwarten Verschlechterung der Lage


So viele Hotels und Gaststätten wie nie erwarten Verschlechterung der Lage
So viele Hotels und Gaststätten wie nie erwarten Verschlechterung der Lage / Foto: © AFP/Archiv

Hoteliers und Gastwirte in Deutschland blicken mit Sorge auf die kommenden Monate: Laut einer DIHK-Umfrage erwarten 63 Prozent der touristischen Betriebe eine Verschlechterung der Geschäftstätigkeit in den kommenden zwölf Monaten - so viele wie nie zuvor. Die größten Probleme sind die hohen Energie- und Rohstoffpreise, der Personalmangel und die Arbeitskosten. Fast ein Drittel der Betriebe im Gastgewerbe wollen ihr Angebot reduzieren, etwa die Öffnungszeiten.

Textgröße ändern:

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) befragte von Ende September bis Mitte Oktober rund 2000 touristische Betriebe. Mehr als zwei Drittel (69 Prozent) gaben an, sie wollten die gestiegenen Energiekosten - wo möglich - zum Großteil weitergeben. "Für die Kunden bedeutet das weiterhin steigende Preise", erklärte der DIHK am Donnerstag.

Für viele Unternehmen stelle sich aber die Frage, wann die preisliche Schmerzgrenze ihrer Kunden erreicht sei. Längst nicht alle Unternehmen könnten ihre Kostensteigerungen eins zu eins einpreisen und müssten zum Aufrechterhalt ihrer Dienstleistungen teilweise mit geringeren Margen oder gar Verlusten haushalten, warnte der DIHK.

Die aktuelle Lage dagegen sei "zufriedenstellend", wie die Umfrage ergab, "sogar besser als der Durchschnitt aller Branchen". Denn die touristischen Betriebe hätten den "ersten Sommer und Herbstbeginn" ohne Corona-Einschränkugnen nutzen und wieder unter Normalbedingungen wirtschaften können. Sie fürchten laut Umfrage aber mögliche neue Beschränkungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie.

Das Statistische Bundesamt zählte im September 47,2 Millionen Übernachtungen in- und ausländischer Gäste - das waren 4,7 Prozent mehr als im September 2021. Die Zahl lag den Angaben vom Donnerstag zufolge aber weiterhin 1,1 Prozent unter der vom September 2019 vor der Corona-Pandemie.

Der DIHK zählt zu den touristischen Betrieben neben dem Gastgewerbe auch Reisevermittler sowie Messe- und Kongressveranstalter. Auch bei den zwei letzteren sind die Geschäftserwartungen laut Umfrage deutlich gesunken.

P.Johnston--TNT

Empfohlen

Wirtschaftsweise Grimm nennt neuen Tankrabatt "zynisch"

Die Wirtschaftsweise Veronika Grimm hat die Entscheidung der Bundesregierung für einen neuen Tankrabatt scharf kritisiert. Es sei "zynisch", auf Kosten der jungen Generation das Fahren von Autos mit Verbrennungsmotor zu subventionieren, sagte die Ökonomin dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Sonntagsausgabe).

Bericht: Geheime Technik von US-Tarnkappenjet F-35 nach Hongkong umgeleitet

Geheime Technik des hochmodernen US-Tarnkappenjets F-35 ist einem Medienbericht zufolge womöglich China in die Hände gefallen. Die Plattform Politico berichtete am Freitag, dass eine Ladung mit Teilen des Flugzeugs, darunter die Cockpithaube mit der Tarnkappentechnologie, auf dem Weg von Australien in die USA nach Hongkong umgeleitet wurde und seither als vermisst gilt. Der Tarnkappen-Jet F-35 gilt als das modernste Kampfflugzeug der Welt, erst am Freitag nahm Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) den ersten Jet für die Bundeswehr in Empfang.

Neuer Chef der Meyer Werft sieht Kreuzfahrtschiffbauer auf gutem Kurs

Der neue Chef der Meyer Werft, André Walter, sieht das finanziell angeschlagene Traditionsunternehmen auf einem guten Kurs. "Die Werft hatte finanzielle und wirtschaftliche Probleme, das ist bekannt. Aber es gibt einen klaren Plan, um da herauszukommen, und den arbeiten wir jetzt konsequent ab", sagte der 60-Jährige ehemalige Airbus-Manager der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ, Samstagsausgabe). Der Kreuzfahrtschiffbauer habe eine "sehr gute Zukunftsperspektive".

Google-KI Gemini hat während eines Tests Cyberattacken ausgeführt

Inmitten der Debatte über die Gefahren durch die rasante Entwicklung der Künstlichen Intelligenz (KI) hat auch Google einen Sicherheitsvorfall beim Test seines KI-Modells Gemini gemeldet. Gemini habe Cyberangriffe auf mehrere Websites ausgeführt, teilte die Google-Managerin Heather Adkins am Freitag der Nachrichtenagentur AFP mit. Die Hackerangriffe, die sich im Mai ereignet hatten, waren im Juli von Google entdeckt worden. Zunächst hatte das "Wall Street Journal" über die Vorfälle berichtet.

Textgröße ändern: