The National Times - Red-Bull-Gründer Dietrich Mateschitz stirbt im Alter von 78 Jahren

Red-Bull-Gründer Dietrich Mateschitz stirbt im Alter von 78 Jahren


Red-Bull-Gründer Dietrich Mateschitz stirbt im Alter von 78 Jahren
Red-Bull-Gründer Dietrich Mateschitz stirbt im Alter von 78 Jahren / Foto: © AFP/Archiv

Der Red-Bull-Gründer Dietrich Mateschitz ist im Alter von 78 Jahren gestorben. Das Unternehmen für Energy-Drinks veröffentlichte am Samstagabend die Nachricht vom Tod des österreichischen Milliardärs. Der österreichische Bundespräsident Alexander Van der Bellen und Vertreter aus der Sportwelt, in der Mateschitz mit seinem Unternehmen sehr aktiv war, würdigten die Leistungen des verstorbenen Unternehmers.

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Die Geschäftsleitung von Red Bull informierte die Mitarbeiter in einer E-Mail über Mateschitz' Tod. "In diesen Momenten überdeckt Trauer alle anderen Gefühle", heißt es in der E-Mail. Bald werde die Trauer jedoch Platz machen für die Dankbarkeit dafür, was er bewegt habe.

Nach Informationen der österreichischen Nachrichtenagentur APA starb der öffentlichkeitsscheue Milliardär, der rund um die weltberühmte Marke Red Bull ein Sport- und Medienimperium aufbaute, am Samstag an Krebs. Er hinterlässt einen 1993 geborenen Sohn. Mateschitz war nie verheiratet.

Der österreichische Bundespräsident Van der Bellen erklärte, Mateschitz habe "von Österreich aus ein weltweit bekanntes und erfolgreiches Unternehmen aufgebaut". Mit ihm sei "aber auch ein großer Förderer des heimischen Spitzen- und Extremsports von uns gegangen", schrieb Van der Bellen auf Twitter.

Christian Horner, Chef des Formel-1-Teams von Red Bull, würdigte Mateschitz als leidenschaftlichen Unterstützer und als "Rückgrat all dessen, was wir tun". Horner bezeichnete ihn am Rande des Großen Preises der USA im texanischen Austin als "Mann mit Visionen und starkem Charakter", der "nie Angst hatte, seinen Träumen zu folgen, wie er es hier in der Formel 1 getan hat".

"Er war ein unglaublich visionärer Unternehmer", sagte auch Formel-1-Geschäftsführer Stefano Domenicali. Formel-1-Weltmeister Max Verstappen, der für das Team von Red Bull fährt, sprach von einer "harten Nachricht für alle, für Red Bull, für den Sport und für mich im Allgemeinen, in meiner Karriere und in meinem Leben".

Über das Privatleben von Mateschitz ist nur wenig bekannt. Mit 40 Jahren begann für den 1944 in der Steiermark in einer Lehrerfamilie geborenen Österreicher ein steiler Aufstieg. Nachdem er zunächst Betriebswirtschaft studiert und für einen Zahnpasta-Hersteller gearbeitet hatte, gründete er 1984 zusammen mit dem Thailänder Chaleo Yoovidhya das Unternehmen Red Bull. Den Energy-Drink hatte er zuvor auf einer Geschäftsreise in einer Hongkonger Hotelbar kennengelernt und passte das in Asien bereits beliebte Getränk an den westlichen Geschmack an.

Das Unternehmen mit Sitz im österreichischen Fuschl am See beschäftigt heute mehr als 13.000 Mitarbeiter in 172 Ländern. Jährlich werden fast zehn Milliarden Dosen Red Bull verkauft, der Umsatz liegt bei rund acht Milliarden Euro.

Mit wachsendem Erfolg baute der Unternehmer rund um die Marke Red Bull ein Sport- und Medienimperium auf. Er investierte unter anderem in den Extremsport und ein Formel-1-Team, das schon bald mit Champions wie Sebastian Vettel und Verstappen aus dem Motorsport nicht mehr wegzudenken war.

2005 wagte Red Bull den Schritt in die Fußball-Welt, investierte in den österreichischen Fußballverein Red Bull Salzburg, später auch in den RB Leipzig.

Im Jahr 2007 gründete Mateschitz in Österreich das Medienunternehmen Media House. Ein Teil des Medienimperiums geriet später wegen zunehmend verschwörungstheoretischer Tendenzen insbesondere in der Corona-Pandemie in die Kritik. Mateschitz selbst fiel 2017 in einem seiner seltenen Interviews mit umstrittenen Äußerungen über die Migrationspolitik in Europa auf.

Im Jahr 2021 veröffentlichte das österreichische Magazin "Dossier" eine Recherche zur Lobbyarbeit von Red Bull. Die Lobbyarbeit zielte darauf ab, Kritik zu entkräften, wonach der übermäßige Konsum von Energy-Drinks gesundheitsschädlich sein kann.

Das Magazin "Forbes" listete den Red-Bull-Gründer 2022 mit einem geschätzten Vermögen von 27,8 Milliarden Euro als reichsten Mann Österreichs. Neben einer Privatinsel auf den Fidschis besaß er auch zahlreiche Immobilien in Österreich.

T.Allen--TNT

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