The National Times - Frankreichs Regierung droht mit weiteren Dienstverpflichtungen wegen Streiks

Frankreichs Regierung droht mit weiteren Dienstverpflichtungen wegen Streiks


Frankreichs Regierung droht mit weiteren Dienstverpflichtungen wegen Streiks
Frankreichs Regierung droht mit weiteren Dienstverpflichtungen wegen Streiks / Foto: © AFP/Archiv

Angesichts der fortdauernden Streiks in französischen Raffinerien und Treibstofflagern hat Premierministerin Elisabeth Borne mit weiteren Dienstverpflichtungen des nötigen Personals gedroht. Sollte die Lage am Montag weiterhin "sehr angespannt sein", würden weitere Arbeiter zum Dienst verpflichtet, sagte Borne am Sonntagabend im Fernsehsender TF1. Derzeit hätten rund 30 Prozent der Tankstellen Versorgungsprobleme bei mindestens einer Treibstoffart. Dies sei "zu viel".

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Borne forderte die streikenden Angestellten des Energiekonzerns TotalEnergies auf, die Einigung im Tarifkonflikt anzunehmen und "das Land nicht zu blockieren".

Die Streiks in der französischen Ölindustrie dauern bereits seit drei Wochen. Laut Regierung sind drei von sieben Raffinerien des Landes und fünf große Treibstofflager betroffen. Berufspendler, Taxifahrer, Pflegekräfte, Handwerker, Krankenwagenfahrer und Fahrlehrer zählen zu den am härtesten betroffenen Gruppen. Sie nehmen lange Umwege und stundenlange Wartezeiten in Kauf, um an Treibstoff zu kommen.

Mit den Streiks wollen die Beschäftigten ihrer Forderung nach einem Inflationsausgleich und einer höheren Beteiligung der Arbeitnehmer am Unternehmensgewinn Nachdruck verleihen. Die Gewerkschaft CGT fordert zehn Prozent mehr Gehalt von TotalEnergies. Das Unternehmen hatte im ersten Halbjahr 2022 einen Gewinn von 10,6 Milliarden Dollar eingefahren.

Linken-Führer Jean-Luc Mélenchon hat für Dienstag zu einem Generalstreik aufgerufen. Mehrere Gewerkschaften haben für den Tag bereits Streiks im Verkehr und im öffentlichen Dienst angekündigt.

H.Davies--TNT

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