The National Times - Paris befürchtet negative Folgen der deutschen Gaspreisbremse auf andere EU-Länder

Paris befürchtet negative Folgen der deutschen Gaspreisbremse auf andere EU-Länder


Paris befürchtet negative Folgen der deutschen Gaspreisbremse auf andere EU-Länder
Paris befürchtet negative Folgen der deutschen Gaspreisbremse auf andere EU-Länder / Foto: © AFP/Archiv

Das deutsche Energie-Hilfspaket in Höhe von 200 Milliarden Euro stößt auch in Frankreich auf Skepsis. Es sei völlig legitim, dass EU-Staaten versuchten, ihre Haushalte und Unternehmen zu schützen. "Aber der massive Charakter der (deutschen) Hilfen könnte Staaten mit geringerem haushaltspolitischen Spielraum wirtschaftlich schwächen", hieß es am Mittwoch im Élysée. Es sei nötig, die Hilfspläne der einzelnen Regierungen "besser zu koordinieren".

Textgröße ändern:

"Wir müssen einen geeigneten Mechanismus finden, damit diese legitime Unterstützung (der einzelnen Staaten) mit unseren miteinander verflochtenen Wirtschaft kompatibel ist", hieß es aus dem Präsidialamt weiter.

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hatte das Subventionspaket am Dienstag gegen Kritik auch der Europäischen Kommission verteidigt. Andere EU-Länder wie Italien befürchten durch den 200 Milliarden Euro schweren deutschen "Abwehrschirm" gegen die Energiekrise Wettbewerbsverzerrungen im europäischen Binnenmarkt. Zentraler Bestandteil ist eine Gaspreisbremse, die einen Grundverbrauch für Haushalte und Unternehmen zu vergünstigten Konditionen ermöglichen soll.

Der Élysée bekräftigte, dass es zwischen Paris und Berlin keinen Konflikt gebe. Der Bundeskanzler und Präsident Emmanuel Macron hätten bei ihrem Treffen in Berlin am Montag lange gesprochen. "Auf beiden Seiten des Rheins ist man sich bewusst, dass es in Fragen der Energieversorgung der Koordination und Solidarität bedarf", hieß es im Élysée. Scholz und Macron wollten sich am Rande des europäischen Gipfeltreffens in Prag am Donnerstag erneut zu zweit treffen.

A.Davey--TNT

Empfohlen

Bericht: Geheime Technik von US-Tarnkappenjet F-35 nach Hongkong umgeleitet

Geheime Technik des hochmodernen US-Tarnkappenjets F-35 ist einem Medienbericht zufolge womöglich China in die Hände gefallen. Die Plattform Politico berichtete am Freitag, dass eine Ladung mit Teilen des Flugzeugs, darunter die Cockpithaube mit der Tarnkappentechnologie, auf dem Weg von Australien in die USA nach Hongkong umgeleitet wurde und seither als vermisst gilt. Der Tarnkappen-Jet F-35 gilt als das modernste Kampfflugzeug der Welt, erst am Freitag nahm Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) den ersten Jet für die Bundeswehr in Empfang.

Neuer Chef der Meyer Werft sieht Kreuzfahrtschiffbauer auf gutem Kurs

Der neue Chef der Meyer Werft, André Walter, sieht das finanziell angeschlagene Traditionsunternehmen auf einem guten Kurs. "Die Werft hatte finanzielle und wirtschaftliche Probleme, das ist bekannt. Aber es gibt einen klaren Plan, um da herauszukommen, und den arbeiten wir jetzt konsequent ab", sagte der 60-Jährige ehemalige Airbus-Manager der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ, Samstagsausgabe). Der Kreuzfahrtschiffbauer habe eine "sehr gute Zukunftsperspektive".

Google-KI Gemini hat während eines Tests Cyberattacken ausgeführt

Inmitten der Debatte über die Gefahren durch die rasante Entwicklung der Künstlichen Intelligenz (KI) hat auch Google einen Sicherheitsvorfall beim Test seines KI-Modells Gemini gemeldet. Gemini habe Cyberangriffe auf mehrere Websites ausgeführt, teilte die Google-Managerin Heather Adkins am Freitag der Nachrichtenagentur AFP mit. Die Hackerangriffe, die sich im Mai ereignet hatten, waren im Juli von Google entdeckt worden. Zunächst hatte das "Wall Street Journal" über die Vorfälle berichtet.

Grüne kritisieren Tankrabatt als "Wahnsinn"

Die Grünen im Bundestag haben die Einigung zwischen Bund und Länder auf einen Tankrabatt von 17 Cent bis Jahresende als "Wahnsinn" kritisiert. "Der Tankrabatt ist zurück. Was für ein Wahnsinn", sagte Fraktionsvize Andreas Audretsch den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND, Samstagsausgaben). "Das Geld muss im Geldbeutel der Menschen ankommen, nicht in den Taschen der Ölkonzerne", fügte er hinzu.

Textgröße ändern: