The National Times - "Ausschlaggebend war der Tankrabatt": Inflation geht auf 2,8 Prozent zurück

"Ausschlaggebend war der Tankrabatt": Inflation geht auf 2,8 Prozent zurück


"Ausschlaggebend war der Tankrabatt": Inflation geht auf 2,8 Prozent zurück
"Ausschlaggebend war der Tankrabatt": Inflation geht auf 2,8 Prozent zurück / Foto: © AFP

Vor allem der Tankrabatt der Regierung hat den Anstieg der Verbraucherpreise im Oktober kräftig gedämpft: Nach 3,3 Prozent Teuerung im September lag die Inflationsrate im Oktober bei 2,8 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Freitag mitteilte. Auch die Preise für Dienstleistungen stiegen etwas weniger stark.

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Energie verteuerte sich den vorläufigen Angaben des Statistikamtes zufolge im Vergleich zum Vorjahresmonat um 12,2 Prozent. Im September hatte der Anstieg hier noch 14,9 Prozent betragen. Bei Dienstleistungen schwächte sich die Teuerung von 2,7 auf 2,5 Prozent leicht ab. Die Inflationsrate für Lebensmittel blieb konstant, sie liegt mit 0,4 Prozent aber deutlich unter dem Schnitt.

"Ausschlaggebend war der Tankrabatt", erklärte Silke Tober, Inflationsexpertin des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung. Anfang Oktober wurde die Energiesteuer auf Diesel und Benzin um jeweils 17 Cent pro Liter gesenkt; diese Senkung gilt auch im November und Dezember. Der Rabatt wirkte positiv "auch wenn die vollen 17 Cent an der Zapfsäule nicht zu erkennen waren, weil der Rohölpreis nochmals deutlich angezogen hat", erläuterte Tober.

ING-Analyst Carsten Brzeski betonte, noch gebe es auch keine Anzeichen für indirekte Auswirkungen höherer Energiepreise auf die übrige Wirtschaft. Die Lage ist demnach anders als in der Energiekrise 2022; die Verbraucherinnen und Verbraucher seien nicht gewillt und finanziell auch nicht in der Lage, deutlich höhere Preise zu zahlen. Die Nachfrage nach Haushaltswaren und Freizeitangeboten etwa sei schwach, das zeige sich in den bereits im zweiten Monaten fallenden Preisen für diese Güter.

KfW-Ökonomin Stephanie Schoenwald warnte, die Perspektiven für die weitere Inflationsentwicklung blieben angespannt. "Gas- und Ölpreise haben in den vergangenen Wochen wieder deutlich zugelegt - getrieben von anhaltenden Konflikten und niedrigeren Lagerbeständen. Die Unternehmen reagieren darauf bereits mit höheren Absatzpreiserwartungen."

Mit dem Start der Heizsaison und angesichts niedriger Füllstände in den Gasspeichern dürften die Gaspreise in den kommenden Wochen steigen - für Privathaushalte ab Jahresbeginn 2027, wie Brzeski erklärte. Er erwartet eine wieder steigende Inflationsrate von über drei Prozent zum Jahresende. Es könnte bis Ende 2027 dauern, bis die Inflationsrate wieder unter die Zwei-Prozent-Marke falle.

R.Evans--TNT

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