The National Times - Airbus-Kredit: USA stellen Vereinbarung mit EU in Frage

Airbus-Kredit: USA stellen Vereinbarung mit EU in Frage


Airbus-Kredit: USA stellen Vereinbarung mit EU in Frage
Airbus-Kredit: USA stellen Vereinbarung mit EU in Frage / Foto: © AFP

Die US-Regierung hat eine Handelsvereinbarung mit der EU über die Flugzeugbauer-Konkurrenten Airbus und Boeing in Frage gestellt. Der US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer warnte, ein im Juni an Airbus vergebener Kredit der Europäischen Investitionsbank (EIB) führe "zu erheblicher Unsicherheit im transatlantischen Handel im Luft- und Raumfahrtsektor". Die EU-Kommission wies die Vorwürfe am Dienstag zurück.

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Beide Seiten hatten 2021 einen langjährigen Streit über Staatshilfen für die beiden Flugzeugbauer beigelegt. "Ich hatte wirklich gehofft, dass die handelsverzerrenden europäischen Subventionen für Airbus der Vergangenheit angehören", erklärte Greer. Er rief dazu auf, die Angelegenheit "so schnell wie möglich" zu klären. Sein Büro habe "keine näheren Angaben zu dem Darlehen" bekommen.

Airbus ist der weltgrößte Flugzeugbauer, der US-Konzern Boeing ist sein wichtigster Konkurrent. Im Juni hatte die Förderbank EIB mitgeteilt, sie werde Airbus mit einem Kredit in Rekordhöhe von drei Milliarden Euro unterstützen. Das Geld soll in die Forschung und Entwicklung des Unternehmens in Deutschland, Frankreich und Spanien fließen.

Airbus müsse den Kredit vollständig und inklusive Zinsen zurückzahlen, betonte die EU-Kommission. Das Darlehen sei "keine Starthilfe für ein bestimmtes, neues Flugzeugprogramm" und erfülle alle Bedingungen, die Brüssel und Washington 2021 für Staatshilfen vereinbart hätten. Die Kommission erklärte sich zudem bereit, Greer zusätzliche Informationen zu liefern.

Die EU und die USA hatten sich in einem langanhaltenden Streit seit 2004 gegenseitig vorgeworfen, unzulässige Milliardensubventionen für die Flugzeughersteller Airbus und Boeing zu zahlen. In der Folge belegten sie gegenseitig Produkte mit Zöllen. Unter der Regierung des damaligen Präsidenten Joe Biden einigten sich die EU und die USA 2021, bis 2026 auf diese Strafzölle zu verzichten. Seitdem haben beide Seiten die Aufschläge nicht wieder eingesetzt.

Die EU wolle die Vereinbarung beibehalten, teilte die Kommission mit. "Sie hat für Stabilität in dem Sektor gesorgt und einen teuren, 17-jährigen Streit beigelegt", erklärte sie. Ziel müsse es sein, für die Unternehmen Transparenz und Vorhersehbarkeit zu schaffen.

Boeing meldete derweil am Dienstag einen deutlich geringeren Quartalsverlust als im Vorjahreszeitraum. Das Minus lag zwischen Juli und September bei 116 Millionen Dollar (rund 103,6 Millionen Euro), nach einem Verlust von 5,3 Milliarden Dollar im dritten Quartal 2025.

Boeing-Chef Kelly Ortberg sprach von Fortschritten. Er verwies auf die jüngsten Zulassungen von zwei Modellen des Kurz- und Mittelstreckenflugzeugs 737 MAX durch die US-Luftfahrtbehörde sowie einen Auftrag des Pentagons für Kampfjets der Marine. "Wir haben eine bessere Grundlage als vor einem Jahr, aber wir haben noch viel zu tun, um unseren Auftragsbestand abzuarbeiten, unsere Unternehmenskultur zu stärken und unsere tägliche Arbeit zu verbessern", erklärte Ortberg.

A.Robinson--TNT

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