The National Times - Tödlicher Schusswaffenangriff bei Paris: Verdächtiger bestreitet rassistisches Motiv

Tödlicher Schusswaffenangriff bei Paris: Verdächtiger bestreitet rassistisches Motiv


Tödlicher Schusswaffenangriff bei Paris: Verdächtiger bestreitet rassistisches Motiv
Tödlicher Schusswaffenangriff bei Paris: Verdächtiger bestreitet rassistisches Motiv / Foto: © AFP

Nach dem tödlichen Schusswaffenangriff in zwei Pariser Vorstädten hat der mutmaßliche Täter ein rassistisches Motiv bestritten. Der 39-jährige Kevin T. bestreite nicht die Tat selbst, wohl aber deren rassistischen Charakter, sagte der französische Anti-Terror-Staatsanwalt Olivier Christen am Montag. Nach einer vorübergehenden Einweisung in die Psychiatrie wurde der Verdächtige erneut in Polizeigewahrsam genommen.

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Bei einer erneuten Untersuchung seien keine Anzeichen von Halluzinationen oder Wahnvorstellungen festgestellt worden, erklärte Christen weiter. Eine zwangsweise stationäre Behandlung sei nicht erforderlich. Der Polizeigewahrsam könne bis Donnerstag dauern. Nach Angaben aus Ermittlerkreisen wird der Mann wegen Schizophrenie behandelt. Zudem waren bei ihm Spuren von Cannabis und Kokain nachgewiesen worden.

Kevin T. hatte am Freitag vom Auto aus an acht verschiedenen Orten in den westlich von Paris gelegenen Städten Trappes und La Verrière auf Menschen geschossen. Dabei wurde der 26-jährige Pengo Bossio Wangi getötet, fünf weitere Menschen wurden verletzt. Vier erlitten schwere Verletzungen, drei lagen am Montag noch im Krankenhaus. Ein schwer verletztes Mädchen schwebte inzwischen nicht mehr in Lebensgefahr.

In der Wohnung des Verdächtigen fanden Ermittler unter anderem eine Ausgabe von Adolf Hitlers "Mein Kampf", eine Bibel und einen Koran. Staatsanwalt Christen widersprach Medienberichten, wonach politische Flugblätter in dem Auto des Mannes gefunden worden seien. Vier zwischenzeitlich festgenommene Angehörige und Bekannte kamen wieder frei.

Präsident Emmanuel Macron hatte die Tat als "rassistischen Terroranschlag" bezeichnet. Die Anwältin der Familie des Getöteten betonte, der Angreifer habe Menschen wegen ihrer tatsächlichen oder vermeintlichen Herkunft ins Visier genommen. Am Montagabend demonstrierten hunderte Menschen in Paris, Marseille und Lyon im Gedenken an die Opfer.

N.Johns--TNT

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