The National Times - Start für Tierhaltungskennzeichnung soll auf Oktober 2027 verschoben werden

Start für Tierhaltungskennzeichnung soll auf Oktober 2027 verschoben werden


Start für Tierhaltungskennzeichnung soll auf Oktober 2027 verschoben werden
Start für Tierhaltungskennzeichnung soll auf Oktober 2027 verschoben werden / Foto: © AFP/Archiv

Die Einführung einer verpflichtenden Kennzeichnung der Tierhaltungsform beim Verkauf von Fleisch in Deutschland wird erneut verschoben. Die schwarz-rote Koalition sei sich einig, "dass es sinnvoll ist, sich die Zeit zu nehmen" und die Anwendung des Gesetzes vom 1. Januar auf den 1. Oktober kommenden Jahres zu verschieben, erklärte der zuständige SPD-Berichterstatter Jens Behrens am Donnerstag. Er verwies auf EU-rechtliche Probleme.

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"Leider geht die EU-Kommission noch nicht mit allen Formulierungen im Gesetzentwurf mit", führte Behrens aus. "Jetzt wollen wir gemeinsam mit den Verbänden dafür sorgen, dass alles, was notwendig ist, EU-rechtskonform ausformuliert wird." Im Dezember 2025 war der Start der Kennzeichnungspflicht bereits auf den 1. Januar 2027 verschoben worden.

Den Angaben zufolge unterrichteten Behrens und der CDU-Berichterstatter Christoph Frauenpreiß am Freitag Vertretern von Wirtschafts-, Tierschutz-, Umweltschutz- und Verbraucherschutzverbänden sowie Rechtsexperten. Frauenpreiß erklärte, die EU-Kommission warte auf eine Antwort. "Wir wollen die Zeit und zusätzliche Expertise nutzen, um eine Antwort zu geben."

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace kritisierte das erneut verschobene Inkrafttreten des Gesetzes. "Diese Hängepartie schadet allen", erklärte Greenpeace-Agrarexperte Matthias Lambrecht. Verbraucher wollten "seit Jahren" wissen, wie die Tiere für im Supermarkt gekauftes oder im Restaurant bestelltes Fleisch gehalten worden seien. Bauern würden nach Investitionen in bessere Ställe "im Stich gelassen", solange Billigfleisch aus schlechter Haltung" den Preis bestimme. Handel und Verarbeiter wiederum wüssten nicht, "worauf sie Verpackungen, Verträge und Lieferketten einstellen sollen".

Die Branche brauche "einen verbindlichen Zeitplan", forderte Lambrecht. Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) spiele "seit Monaten auf Zeit", und die Union "lässt keine Gelegenheit aus, die Kennzeichnung auszubremsen", kritisierte der Greenpeace-Agrarexperte. Er fügte hinzu: "Immerhin hält die SPD in der Koalition weiter Kurs" und dringe auf die vereinbarte Einführung - "wenn auch mit Verzögerung".

S.Ross--TNT

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