The National Times - Putin dankt Xi für Chinas "ausgeglichene" Haltung im Ukraine-Krieg

Putin dankt Xi für Chinas "ausgeglichene" Haltung im Ukraine-Krieg


Putin dankt Xi für Chinas "ausgeglichene" Haltung im Ukraine-Krieg
Putin dankt Xi für Chinas "ausgeglichene" Haltung im Ukraine-Krieg / Foto: © SPUTNIK/AFP

Russlands Präsident Wladimir Putin hat China für dessen Haltung im Ukraine-Krieg gedankt. Bei einem Treffen mit dem chinesischen Staatschef Xi Jinping am Donnerstag in Usbekistan sagte Putin, Russland wisse die "ausgeglichene Position" Chinas zu schätzen. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen reiste unterdessen zum dritten Mal seit Kriegsbeginn nach Kiew und sicherte Präsident Wolodymyr Selenskyj die volle Unterstützung der EU zu.

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Putin und Xi kamen am Rande eines Gipfeltreffens der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO) im usbekischen Samarkand zusammen. Es war das erste Treffen der beiden Präsidenten seit Beginn des Ukraine-Krieges am 24. Februar. Putin verurteilte dabei politische Bestrebungen, eine "unipolare Welt" zu erschaffen. Zugleich betonte der russische Staatschef: "Wir schätzen sehr die ausgeglichene Position unserer chinesischen Freunde im Zusammenhang mit der ukrainischen Krise."

Xi sprach sich für eine stärkere Zusammenarbeit mit Russland bei den "Kerninteressen" beider Länder aus. Zudem könne die Kooperation unter anderem in den Bereichen Handel und Landwirtschaft vertieft werden. Xi sagte, sein Land sei bereit, zusammen mit Russland die Rolle von "Großmächten" auszufüllen und "Stabilität und positive Energie" in eine "von sozialen Unruhen erschütterte Welt" zu bringen.

Putin traf in Samarkand auch den iranischen Präsidenten Ebrahim Raisi und den pakistanischen Regierungschef Shehbaz Sharif. Die Zusammenarbeit mit beiden Ländern entwickle sich "positiv", erklärte er. Am Freitag will Putin auch den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan und den indischen Premierminister Narendra Modi treffen.

Derweil reiste EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen nach Kiew und traf den ukrainischen Präsidenten Selenskyj. Die Europäer könnten "niemals das Opfer ausgleichen, das die Ukrainer bringen", sagte von der Leyen bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Selenskyj. "Aber was wir sagen können ist: Sie werden Ihre europäischen Freunde so lange an Ihrer Seite haben, wie dies erforderlich ist."

Selenskyj sagte, die Ukraine wolle schon vor dem angestrebten EU-Beitritt dem EU-Binnenmarkt beitreten, der den freien Verkehr von Waren, Dienstleistungen und Kapital ermöglicht. Der Zugang zum EU-Binnenmarkt sei für die Ukraine eine sehr wichtige Frage. "Ich bin sicher, es wird passieren und es wird einer der wichtigsten Siege unseres Landes sein", zeigte sich Selenskyj zuversichtlich.

Die Ukraine hatte den Status als EU-Beitrittskandidat im Juni zusammen mit ihrem Nachbarland Moldau erhalten. Am Mittwoch hatte von der Leyen gesagt, sie wolle "mit der Ukraine darauf hinarbeiten, einen nahtlosen Zugang zum Binnenmarkt zu gewähren - und umgekehrt".

Die Ukraine wird von den einzelnen EU-Mitgliedstaaten bereits auf vielfältige Weise unterstützt. Dazu gehören auch Waffenlieferungen, die dazu beitrugen, dass die Ukraine in den vergangenen Wochen große Gebiete ihres Territoriums von Russland zurückeroberte.

Bei einem Besuch in der strategisch wichtigen ostukrainischen Stadt Isjum, welche die ukrainische Armee diese Woche zurückerobert hatte, stellte Selenskyj am Mittwoch einen vollständigen "Sieg" in Aussicht. Die nordöstliche Region Charkiw sei fast vollständig "befreit", sagte er in seiner abendlichen Video-Ansprache.

Das Präsidialamt in Kiew erklärte am Donnerstag, an der südlichen Front um Cherson gebe es weiter intensive Kämpfe, die Lage der ukrainischen Armee bleibe "extrem schwierig".

In Selenskyjs Heimatstadt Krywyj Rih sorgte ein russischer Angriff auf hydrotechnische Infrastruktur für Überschwemmungen. Davon seien 112 Häuser der 600.000-Einwohner-Stadt betroffen, erklärte das ukrainische Präsidialamt. Selenskyj warf der russischen Armee vor, sie wolle seine Heimatstadt "überfluten".

R.Campbell--TNT

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