The National Times - Ryanair stellt Betrieb am Flughafen Bremen ein

Ryanair stellt Betrieb am Flughafen Bremen ein


Ryanair stellt Betrieb am Flughafen Bremen ein
Ryanair stellt Betrieb am Flughafen Bremen ein / Foto: © AFP

Der irische Billigflieger Ryanair zieht sich von einem weiteren Standort in Deutschland zurück: Die Fluggesellschaft stelle den Betrieb am Flughafen Bremen ein, erkläre die Landesregierung der Hansestadt am Mittwoch. Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt (Linke) warf dem Unternehmen vor, in den Verhandlungen über die Flughafengebühren überzogene Forderungen gestellt zu haben.

Textgröße ändern:

"Ryanair wollte die Leistungen des Flughafens und die Nutzung seiner Infrastruktur nahezu kostenfrei erhalten", erklärte Vogts Büro. "Dadurch würde der Airport mit jedem Passagier von Ryanair Verluste erwirtschaften. Ein solches Geschäft ist nicht nur unverhältnismäßig, sondern auch nicht mehr seriös."

"Das ist keine Preisverhandlung mehr, hier wird Marktmacht ausgespielt, und die Rechnung soll die öffentliche Hand zahlen", kritisierte Vogt. "Wir sind Ryanair weit entgegengekommen, aber irgendwann ist die Grenze erreicht."

Den Angaben nach fallen dem Flughafen dadurch rund 400.000 Fluggäste jährlich weg - das entspricht gut einem Fünftel des gesamten Passagieraufkommens. "Der Verlust tut weh", erklärte die Wirtschaftssenatorin. "Aber auf einen Preis, der den Flughafen dauerhaft belastet und gegen das Beihilferecht verstößt, lassen wir uns nicht ein."

Ryanair hatte zuvor bereits das Flugangebot nach Hamburg und Berlin deutlich reduziert und dies mit zu hohen Standortgebühren begründet. Stattdessen baute die Airline das Angebot an kleineren Flughäfen aus. Die Bremer Regierung wirft dem irischen Unternehmen vor, gezielt auf kleinere Flughäfen zu setzen, für die weniger strenge Beihilferegeln gelten. Zudem nutze das Unternehmen seine Marktmacht, um die Betreiber unter Druck zu setzen.

S.Clarke--TNT

Empfohlen

KI-gestützte Angriffe: Deutsche Unternehmen bislang schlecht gerüstet

Cyberangriffe mithilfe Künstlicher Intelligenz (KI) stellen die deutschen Unternehmen vor große Herausforderungen. Nur jedes zehnte Unternehmen sei gegen KI-gestützte Angriffe gerüstet, teilten der TÜV-Verband und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) am Mittwoch mit. Dabei habe in den vergangenen zwölf Monaten bereits jedes sechste Unternehmen in Deutschland (17 Prozent) einen Cyberangriff oder Betrugsversuch registriert, bei dem KI eine Rolle gespielt hat oder dies vermutet wird.

Übernahme von Warner Bros durch Paramount vollzogen

Die Übernahme des Film- und Medienkonzerns Warner Bros. Discovery (WBD) durch den Konkurrenten Paramount Skydance ist vollzogen. Das dadurch neu entstandene Unternehmen Skydance vereint nun die Filmstudios Paramount Pictures und Warner Bros. Pictures, die Medienunternehmen CBS News und CNN sowie die Streaming- und Fernsehmarken HBO und CBS television. Viele Mitarbeiter in den Unternehmen fürchten nun um ihre Jobs, zudem besteht Sorge um die politische Unabhängigkeit der Medien.

Neue Strategie: Porsche will weniger Autos verkaufen - aber dafür teurer

Der kriselnde Sportwagenbauer Porsche will mit einer neuen Strategie wieder auf die Überholspur kommen. Ziel sei es, die Autos "noch exklusiver und begehrenswerter zu machen", teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Wie Porsche im baden-württembergischen Weissach bei der Vorstellung seiner neuen Strategie 2035 ausführte, soll die Gewinnschwelle künftig bereits bei weniger als 200.000 Fahrzeugen erreicht werden.

Aufschwung im Baugewerbe - auch Industrieproduktion im August leicht im Plus

Die Produktion im Baugewerbe hat im August stark angezogen. Im Vergleich zum Vormonat legte sie nach vorläufigen Zahlen um 9,3 Prozent zu, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Mittwoch mitteilte. Auch die Industrieproduktion entwickelte sich demnach leicht positiv, während die Energieproduktion zurückging. Das gesamte Produzierende Gewerbe steigerte seinen Output so um 2,0 Prozent.

Textgröße ändern: