The National Times - Israels Präsident will fünf Passagiere von Flydubai-Flug für "Heldenmut" auszeichnen

Israels Präsident will fünf Passagiere von Flydubai-Flug für "Heldenmut" auszeichnen


Israels Präsident will fünf Passagiere von Flydubai-Flug für "Heldenmut" auszeichnen
Israels Präsident will fünf Passagiere von Flydubai-Flug für "Heldenmut" auszeichnen / Foto: © AFP

Israels Präsident Isaac Herzog will fünf israelische Passagiere für ihren "Heldenmut" auszeichnen, mit dem sie auf dem Flug von Dubai nach Tel Aviv einen mutmaßlichen Anschlag verhindert haben. "Sie haben sich selbst in Gefahr begeben, um andere zu retten, und haben eine furchtbare Katastrophe verhindert", erklärte Herzog am Donnerstag. Mehrere Passagiere der Linie Flydubai hatten verschiedenen Berichten zufolge tags zuvor den Copiloten ihres Flugzeugs überwältigt, der den Piloten angegriffen hatte - mutmaßlich, um die Maschine zum Absturz zu bringen.

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Der dramatische Vorfall ereignete sich am Mittwochvormittag auf dem Flydubai-Flug von Dubai nach Tel Aviv; an Bord befanden sich 174 Passagiere, unter ihnen 166 Israelis. Mehrere Passagiere berichteten, wie sie zum Cockpit stürmten, nachdem das Flugzeug massiv an Höhe verloren hatte. Laut der Website Flightradar sackte die Maschine innerhalb einer Minute etwa 5000 Meter ab.

Augenzeugen zufolge drangen mehrere Passagiere aus den vorderen Sitzreihen in das Cockpit ein und überwältigten den Copiloten. Nach Angaben von Flydubai übernahm eine auf dem Flug mitreisende andere Crew das Flugzeug und konnte es schließlich im saudiarabischen Tabuk notlanden.

Der Copilot wurde nach Angaben von Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu festgenommen. Der Mann werde derzeit vernommen, sagte Netanjahu dem US-Sender Fox News. Bislang sei schon bekannt, dass er eine "radikale islamistische Indoktrination" durchlaufen habe. Er habe in der Absicht gehandelt, sich selbst zu töten, und der Crew "tötet mich, tötet mich" zugerufen, sagte Netanjahu weiter. "Es ist klar, dass er vorhatte, das Flugzeug zum Absturz zu bringen."

Den indischen Piloten Smit Machchhar hatte Netanjahu für seine "außergewöhnliche Tapferkeit" gewürdigt. Obwohl er vom Copiloten niedergestochen und schwer verletzt worden sei, habe er sich gewehrt und "eine katastrophale Tragödie in der Luft" verhindert. Nach israelischen Angaben schaffte es der Pilot, trotz der Attacke die Tür des Cockpits zu öffnen und die Passagiere hineinzulassen.

Drei der Passagiere überwältigten nach Angaben von Präsident Herzog dann den Copiloten. Ein vierter Mann, ein Zahnarzt, habe dem verletzten Piloten erste Hilfe geleistet, bis das Flugzeug landen konnte. Netanjahu hatte gesagt, einer der Passagiere, ein Klempner, habe sich auf den Pilotensitz gesetzt und den Steuerknüppel nach oben gerissen.

Herzog teilte ferner mit, er werde auch eine Frau auszeichnen, die als erste die anderen Passagiere darüber informiert habe, was sich an Bord abspielte. Trotz der tödlichen Gefahr habe sie gehandelt und sei ihrem Verantwortungsbewusstsein gefolgt, erklärte Herzog.

In Israel sorgten die Berichte über das mutige Eingreifen der Passagiere kurz vor dem dritten Jahrestag des Hamas-Überfalls vom 7. Oktober für Respekt und stolze Reaktionen. Online-Posts rieten anderen ausländischen Flugpassagieren, sich bei der nächsten Reise sicherheitshalber neben einen Israeli zu setzen.

Die Passagiere wurden schließlich mit einer anderen Flydubai-Maschine von Saudi-Arabien nach Tel Aviv gebracht, obwohl es normalerweise keine Flugverbindungen zwischen den beiden Ländern gibt. Riad habe aber das israelische Ansinnen abgelehnt, die Passagiere mit eigenen Flugzeugen abzuholen, hieß es aus mit der Angelegenheit vertrauten Kreise gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. Die beiden Länder unterhalten keine diplomatischen Beziehungen.

UN-Generalsekretär António Guterres zeigte sich "zutiefst besorgt", aber auch "erleichtert, dass eine Tragödie verhindert" werden konnte. Guterres verurteile "auf das Schärfste alle Handlungen, die das Leben von Zivilisten und die zivile Luftfahrt" aufs Spiel setzten, erklärte sein Sprecher.

L.Graham--TNT

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