The National Times - Volkswagen kündigt zahlreiche Tarifverträge zum Jahresende

Volkswagen kündigt zahlreiche Tarifverträge zum Jahresende


Volkswagen kündigt zahlreiche Tarifverträge zum Jahresende
Volkswagen kündigt zahlreiche Tarifverträge zum Jahresende / Foto: © AFP

Der kriselnde Autobauer Volkswagen hat eine Reihe von Tarifverträgen zum Jahresende gekündigt. Aus Sicht des Unternehmens müssten verschiedene Regelungen in diesen Verträgen mit Blick auf den aktuellen Kostendruck angepasst werden, erklärte Volkswagen am Mittwoch. Nach Angaben der Gewerkschaft IG Metall handelt es sich um zehn Tarifverträge, darunter der Manteltarifvertrag. Nicht betroffen ist nach Angaben von Volkswagen der Zukunftstarifvertrag mit der darin enthaltenen Beschäftigungssicherung.

Textgröße ändern:

Die IG Metall warf VW vor, mit der Kündigung der Tarifverträge etwa tarifliche Zulagen, Ausbildungsübernahmen sowie Schutzregelungen für ältere und gesundheitlich eingeschränkte Beschäftigte infrage zu stellen. Besonders problematisch sei der drohende Eingriff in den Manteltarifvertrag, erklärte die Gewerkschaft. Dort seien die Arbeitszeit gleichermaßen geregelt wie die tarifliche Urlaubszeit von 30 Tagen, aber auch Schutzrechte.

Der Verhandlungsführer der IG Metall, Thorsten Gröger, sprach von einem "üblen Foul" an der Belegschaft und von einem "schamlosen Versuch, in die Geldbeutel der Beschäftigten greifen zu wollen". Volkswagen versuche, "die wirtschaftlichen Herausforderungen des Konzerns bei denen abzuladen, die das Unternehmen jeden Tag am Laufen halten". Die Gewerkschaft werde es "nicht hinnehmen", dass "unternehmerische Kosten und Risiken nun auf die Belegschaft verlagert werden" sollten.

Volkswagen wiederum erklärte, mit der Kündigung der Tarifverträge öffne das Unternehmen den Verhandlungsraum.

Vertreterinnen und Vertreter von IG Metall, Betriebsrat und VW-Management hatten sich am Mittwoch in Hannover zu einem sogenannten Überprüfungsgespräch getroffen. Nachdem der Konzernvorstand seinen verschärften Sparkurs vorgestellt hatte, beriefen sich die Arbeitnehmervertreter Mitte September auf eine Klausel des Tarifvertrags von 2024 und erzwangen so das Gespräch.

Der Autobauer und die Gewerkschaft vereinbarten nach VW-Angaben, sich zu weiteren Gesprächen in der zweiten Oktoberhälfte zu treffen. Volkswagen steckt wie andere deutsche Autobauer derzeit in einer tiefen Krise.

A.Davey--TNT

Empfohlen

Netanjahu: Copilot wollte Flydubai-Maschine zum Absturz bringen

Eine Maschine der Fluggesellschaft Flydubai ist nach Einschätzung der israelischen Regierung nur knapp einem Terroranschlag entgangen. Der Copilot habe das Flugzeug mit vielen Israelis an Bord absichtlich zum Absturz bringen wollen, sagte Ministerpräsident Benjamin Netanjahu am Mittwoch. Die Passagiere hätten jedoch durch heldenhaftes Handeln eine "große Katastrophe" verhindert. Israels Sicherheitsminister Itamar Ben Gvir sprach von einem "Terroristen", der die 180 Israelis an Bord "ermorden" wollte. Die am Morgen in Dubai gestartete Maschine musste in Saudi-Arabien notlanden, die Passagiere blieben unverletzt.

Verkehrsminister: Preis vom Deutschlandticket steigt ab 2027 auf 66,80 Euro

Der Preis des Deutschlandtickets steigt ab dem 1. Januar 2027 auf 66,80 Euro pro Monat. "Grundlage der Preisanpassung um 3,80 Euro im Vergleich zu 2026 sind Personal-, Energie- und allgemeine Kosten", teilte das bayerische Verkehrsministerium am Mittwoch mit. Das Land hat den Vorsitz der Verkehrsministerkonferenz inne. Derzeit kostet das Deutschlandticket 63 Euro.

Höchster Wert seit Ende 2023: Inflationsrate steigt voraussichtlich auf 3,3 Prozent

Die Inflation in Deutschland ist im September inmitten hoher Energiekosten durch den Iran-Krieg auf den höchsten Wert seit Ende 2023 gestiegen. Die Verbraucherpreise legten um 3,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat zu, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Mittwoch in einer ersten Schätzung mitteilte. Im August hatte der Anstieg bei 2,9 Prozent gelegen, es legten vor allem die Energiepreise deutlich zu.

"Rheinische Post": Deutschlandticket kostet ab kommendem Jahr 66,80 Euro pro Monat

Das Deutschlandticket soll einem Medienbericht zufolge ab dem 1. Januar kommenden Jahres 66,80 Euro pro Monat kosten. Das berichtete die "Rheinische Post" in Berufung auf Kreise des "Koordinierungsrates Deutschlandticket" von Bund, Ländern, kommunalen Spitzenverbänden und Verkehrsbranche, der an diesem Mittwoch tagt. Derzeit kostet das bundesweit gültige Ticket für den Regional- und Nahverkehr 63 Euro.

Textgröße ändern: