The National Times - Carney betont enge Verbindung Kanadas zu den USA

Carney betont enge Verbindung Kanadas zu den USA


Carney betont enge Verbindung Kanadas zu den USA
Carney betont enge Verbindung Kanadas zu den USA / Foto: © AFP/Archiv

Wenige Stunden nach dem Inkrafttreten neuer US-Zölle gegen Kanada hat der kanadische Premierminister Mark Carney die enge Verbindung seines Landes zu den USA betont. "Wir werden immer Nachbarn sein und Kanada wird in vielen Schlüsselbereichen weiterhin der wichtigste Partner der USA bleiben", sagte Carney am Dienstag bei einer Investorenkonferenz in Toronto.

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Die nordamerikanischen Nachbarn hätten stets enge Beziehungen gepflegt, "selbst in Zeiten der Meinungsverschiedenheit", sagte Carney in seiner Eröffnungsrede des Canada Investment Summit. "Diese Vereinbarungen funktionieren, wenn wir als echte Partner auftreten, die die Traditionen und die Souveränität des jeweils anderen respektieren", fügte er hinzu. "Wenn sich diese Gelegenheiten wieder einstellen, wird Kanada ein noch besserer Partner sein, stärker, widerstandsfähiger, unabhängiger."

Carney hat die Investorenkonferenz in Toronto als Teil seiner Bemühungen einberufen, Kanadas Abhängigkeit von den USA zu verringern. In seiner Rede räumte er jedoch auch die Bedeutung der US-Wirtschaft für Kanada ein. Rund zwei Drittel aller kanadischen Exporte gehen über die Grenze in den Süden.

Wenige Stunden vor dem Beginn der Veranstaltung, die Carney zufolge in den nächsten fünf Jahren Investitionen von mehr als einer Billion Kanadischen Dollar (rund 623 Milliarden Euro) anziehen soll, war eine Reihe von Änderungen an den US-Zöllen auf kanadische Produkte in Kraft getreten. Auf verschiedene Käsesorten, Motorboote, Papier, Aluminium- und Stahlprodukte sowie bestimmte Möbelstücke werden seit Dienstag 50 Prozent Aufschlag erhoben.

US-Präsident Donald Trump hatte im August nach dem Scheitern von Handelsgesprächen mit dem nördlichen Nachbarn weitere Zölle in Höhe von 50 Prozent auf Produkte im Wert von 20 Milliarden Dollar verhängt. Die kanadische Regierung reagierte mit Gegenzöllen auf Waren im gleichen Wert.

Carney reist am Mittwoch nach Europa. Er wird als erster Regierungschef überhaupt der Rede zur Lage der im Europaparlament in Straßburg beiwohnen, die traditionell einmal im Jahr vom Präsidenten oder der Präsidentin der EU-Kommission gehalten wird, in diesem Jahr also von Ursula von der Leyen. Am Donnerstag spricht Carney dann selber vor den Abgeordneten.

Auch die EU wurde durch Trumps unberechenbare Handels- und Außenpolitik erschüttert und sucht nach Möglichkeiten, ihre außenpolitischen Beziehungen breiter zu streuen. Geplant sind auch engerer Verbindungen zwischen Ottawa und Brüssel.

P.Murphy--TNT

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