The National Times - Bab al-Mandab: Deutsche Reeder besorgt über Sicherheitslage im Roten Meer

Bab al-Mandab: Deutsche Reeder besorgt über Sicherheitslage im Roten Meer


Bab al-Mandab: Deutsche Reeder besorgt über Sicherheitslage im Roten Meer
Bab al-Mandab: Deutsche Reeder besorgt über Sicherheitslage im Roten Meer / Foto: © AFP

Die deutschen Reeder haben sich besorgt über die Sicherheitslage für die Schifffahrt im Roten Meer gezeigt. "Mit der Einnahme der Insel Mayyun durch die mit dem Iran verbündeten Huthi wächst die Bedrohung am strategisch wichtigen Bab al-Mandab erheblich", erklärte der Verband Deutscher Reeder (VDR) am Freitag. "Für Schiffe, die die Meerenge weiterhin passieren, steigt das Risiko; für Reedereien, die das Gebiet derzeit umfahren, rückt eine Rückkehr auf die direkte Route durch das Rote Meer in noch weitere Ferne."

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Der Reeder-Verband betonte die Bedeutung der Meerenge: "Über das Rote Meer und den Suezkanal verläuft die kürzeste Seeverbindung zwischen Asien und Europa. Transportiert werden dort nicht nur Öl und andere Energieträger, sondern auch Elektronik, Maschinen und Bauteile, Lebensmittel, Kleidung sowie Medikamente und pharmazeutische Vorprodukte." Die Sicherheit des Seewegs sei für die Versorgung Deutschlands und Europas "von enormer Bedeutung", erklärte VDR-Hauptgeschäftsführer Martin Kröger.

Die pro-iranische Huthi-Miliz hatte am Freitag mitgeteilt, die Kontrolle über das Gebiet von Bab al-Mandab um die wichtige Schifffahrtsstraße ins Rote Meer übernommen zu haben. Sie versicherte zugleich, für die internationale Schifffahrt bestehe überwiegend kein Grund zur Sorge: "Die Schifffahrt ist für alle Reedereien sicher, mit Ausnahme saudiarabischer Schiffe, denen der Zugang bereits untersagt wurde."

"Die Huthi haben ihren Drohungen gegen Handelsschiffe bereits mehrfach Taten folgen lassen", erklärte hingegen der VDR. "Viele Reedereien meiden die Region deshalb und nehmen den deutlich längeren Umweg um das Kap der Guten Hoffnung in Kauf."

Die Rohöl-Analysten Martha Tallas von der Preisberichtsagentur Argus Media hält die Auswirkungen auf den Ölmarkt durch die Entwicklung um Bab al-Mandab für eher gering. Lieferungen von Saudi-Arabien nach Europa seien dadurch nicht beeinträchtigt. Riad brauche die Route zwar für Lieferungen nach Asien, doch die Zahl der Durchfahrten sei wegen Drohungen der Huthi schon vorher sehr gering gewesen. Die weitere Eskalation am Roten Meer "führt jedoch zu einer weiteren Unsicherheit in einem ohnehin schon instabilen Markt und könnte zu einem erneuten Preisanstieg beitragen", erklärte Tallas.

T.Allen--TNT

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