The National Times - Positive Sondereffekte durch Iran-Krieg: Chemieindustrie deutlich im Plus

Positive Sondereffekte durch Iran-Krieg: Chemieindustrie deutlich im Plus


Positive Sondereffekte durch Iran-Krieg: Chemieindustrie deutlich im Plus
Positive Sondereffekte durch Iran-Krieg: Chemieindustrie deutlich im Plus / Foto: © AFP

Die deutsche Chemie- und Pharmaindustrie hat im zweiten Quartal zumindest kurzfristig von den Folgen des Iran-Kriegs profitiert. "In den vergangenen Monaten stockten viele Unternehmen angesichts des Nahostkonflikts ihre Lager auf", erklärte der Verband der Chemischen Industrie (VCI) am Donnerstag. "Zudem verursachte der Konflikt zeitweise schwere Lieferkettenprobleme bei der Konkurrenz aus Asien und dem Nahen Osten - zum Vorteil einiger deutscher und europäischer Hersteller."

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Die Produktion der deutschen Unternehmen stieg im Vergleich zum Vorquartal um 2,4 Prozent. Der Branchenumsatz legte um 7,3 Prozent auf 54,5 Milliarden Euro zu. Auch eine leichte Belebung der inländischen Industriekonjunktur trug zu den positiven Zahlen bei.

Trotzdem bleibe die Lage schwierig, schränkte der Verband ein. "Bereits im Juni 2026 gingen die Aufträge und Umsätze wieder zurück." Die gestiegenen Rohstoff- und Energiekosten belasten demnach die Unternehmen. Mit Blick auf eine Kapazitätsauslastung von 73,2 Prozent fehlte es im Vergleich zum langjährigen Durchschnitt von 83 Prozent zudem weiterhin an Aufträgen.

"Das Plus bei Produktion und Umsatz ist erfreulich, aber trügerisch", resümierte VCI-Präsident Markus Steilemann. "Vorratskäufe und geopolitische Verwerfungen sind keine Trendwende. Die alten Probleme haben sich nicht in Luft aufgelöst."

pe/ilo

F.Adams--TNT

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