The National Times - Venezuela unterzeichnet milliardenschwere Verträge mit Chevron, ENI und GE Vernova

Venezuela unterzeichnet milliardenschwere Verträge mit Chevron, ENI und GE Vernova


Venezuela unterzeichnet milliardenschwere Verträge mit Chevron, ENI und GE Vernova
Venezuela unterzeichnet milliardenschwere Verträge mit Chevron, ENI und GE Vernova / Foto: © AFP/Archiv

Im Beisein von US-Energieminister Chris Wright haben die Ölkonzerne Chevron und ENI sowie das Energieunternehmen GE Vernova milliardenschwere Verträge mit Venezuela unterzeichnet. Die Verträge lösten Investitionen im zweistelligen Milliardenbereich aus und seien "entscheidend, um den Prozess des Friedens, der Chancen und des Wohlstands" für die Venezolaner in Gang zu setzen, sagte Wright am Mittwoch in Caracas an der Seite der venezolanischen Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez.

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Es war erwartet worden, dass bei Wrights Besuch ein umstrittener Ölvertrag unterzeichnet wird, der den USA die Kontrolle über etwa ein Fünftel der riesigen Reserven des südamerikanischen Landes einräumt. Rodríguez erklärte jedoch, dass dieses Abkommen bereits am 28. August geschlossen worden sei, als US-Präsident Donald Trump die Vereinbarung verkündet hatte. Sie dankte Trump am Mittwoch für die Vereinbarung, die zum "Wohlstand" ihres Landes beitragen werde.

Der US-Konzern Chevron erklärte, mit Venezuela sei ein Vertrag im Wert von sieben Milliarden Dollar (rund sechs Milliarden Euro) über die Erschließung von zwei weiteren Ölfeldern im Orinoco-Gürtel geschlossen worden. Innerhalb von fünf Jahren soll dies demnach eine Verdopplung der derzeitigen Fördermenge ermöglichen.

Wie Chevron ausführte, soll das venezolanische Gemeinschaftsunternehmen Petroindependencia, an dem der US-Konzern zu 49 Prozent beteiligt ist, zwei neue Förderstätten nahe bereits bestehender Förderanlagen im Orinoco-Gürtel erschließen. Die Fördermenge soll so perspektivisch auf rund 600.000 Barrel pro Tag steigen. Ein Barrel umfasst rund 159 Liter.

Chevron hat seine Produktion in Venezuela bereits seit Januar ausgeweitet, als US-Streitkräfte den damaligen Staatschef Nicolás Maduro auf Befehl von US-Präsident Trump gefangengenommen und nach New York verschleppt hatten, wo ihm im kommenden Jahr wegen "Drogenterrorismus" der Prozess gemacht werden soll.

Der italienischen Konzern ENI sicherte sich nach eigenen Angaben die Exklusivrechte für die Erkundung des riesigen Ölfelds Junin 5. Das US-Unternehmen GE Vernova schloss Verträge zum Ausbau der Energieinfrastruktur.

US-Außenminister Marco Rubio kündigte derweil an, dass in rund zehn Tagen eine weitere Verhandlungsrunde zwischen der venezolanischen Übergangsregierung und der Opposition stattfinden werde.

Trump schloss baldige Wahlen in Venezuela aus. "Ich glaube einfach nicht, dass sie schon so weit sind", sagte der US-Präsident. "Wir haben sie aus einer Diktatur befreit, und wir kommen mit der Regierung hervorragend zurecht", fügte er mit Blick auf die Übergangsregierung in Caracas hinzu. Rodríguez sagte bei dem Treffen mit US-Energieminister Wright, es werde Wahlen geben, sobald "Venezuela bereit ist".

A.Robinson--TNT

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