The National Times - Baden-Württemberg verlängert Ausnahmen vom Lkw-Fahrverbot wegen Niedrigwassers

Baden-Württemberg verlängert Ausnahmen vom Lkw-Fahrverbot wegen Niedrigwassers


Baden-Württemberg verlängert Ausnahmen vom Lkw-Fahrverbot wegen Niedrigwassers
Baden-Württemberg verlängert Ausnahmen vom Lkw-Fahrverbot wegen Niedrigwassers

Wegen der niedrigen Pegelstände dürfen bestimmte Gütertransporte in Baden-Württemberg länger auch samstags sowie an Sonn- und Feiertagen fahren. Die Ausnahmen gelten zunächst bis Ende September.

Textgröße ändern:

Baden-Württemberg lockert wegen des anhaltenden Niedrigwassers weitere Beschränkungen für den Lastwagenverkehr. Güter, die auf den Flüssen nicht mehr oder nur eingeschränkt transportiert werden können, sollen bei Bedarf auf der Straße befördert werden.

Verkehrsministerin Nicole Razavi kündigte am 14. August an, die bislang bis Ende August geltenden Ausnahmegenehmigungen für das Sonn- und Feiertagsfahrverbot sowie das Samstagsfahrverbot zunächst bis Ende September zu verlängern. Zusätzlich wird das Sonn- und Feiertagsfahrverbot für bestimmte Transporte weiter gelockert.

Die Regelung gilt für Fahrten, die unmittelbar oder mittelbar dazu beitragen, die Folgen der niedrigen Wasserstände abzufedern. Erfasst sind auch notwendige Leerfahrten. Großraum- und Schwertransporte können ebenfalls von den Sonderregeln profitieren.

Für solche Transporte gelten normalerweise besonders strenge Bedingungen. In Baden-Württemberg entfällt nun bis zu einem Gesamtgewicht von 44 Tonnen die Voraussetzung, dass eine Ladung unteilbar sein muss. Die Landesregierung will damit Lieferketten stabilisieren und die Versorgung von Bevölkerung und Wirtschaft sichern.

Die Binnenschifffahrt kann wegen des geringen Wasserstands nur noch eingeschränkt beladen werden. Anfang August lag die klimatische Wasserbilanz im Land nach Angaben des Umweltministeriums so niedrig wie nie seit Beginn der entsprechenden Datenreihe 1991.

Bei 59 Prozent der vom Niedrigwasser-Informationszentrum erfassten Pegel wurden extrem niedrige Werte gemeldet. Weitere 28 Prozent lagen in der Kategorie „sehr niedrig“. Der Rhein bei Karlsruhe führte nur noch etwa drei Meter Wasser.

Für Frachtschiffe bedeutet der geringe Pegel weniger Tiefgang und damit deutlich weniger Ladung. Teilweise können Schiffe nur rund ein Fünftel ihrer üblichen Fracht mitnehmen. Dadurch steigt der Bedarf an Transporten über Straße oder Schiene.

Das Institut der deutschen Wirtschaft warnt vor gesamtwirtschaftlichen Folgen. Nach seiner Einschätzung könnte das Niedrigwasser die Wirtschaftsleistung um 0,4 Prozentpunkte verringern. Bei ohnehin schwachem Wachstum könnte dies den Unterschied zwischen Stagnation und einem Rückgang ausmachen.

T.Cunningham--TNT

Empfohlen

Bas bekennt sich zu Rentenreform - und verspricht "Vertrauensschutz"

Klares Ja zur Rentenreform, aber nicht zu Lasten langjährig Beschäftigter: Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) hat sich im Bundestag zur grundlegenden Neuausrichtung der gesetzlichen Altersvorsorge bekannt. Zugleich trat sie am Freitag im Bundestag Befürchtungen wegen einer möglichen Abschaffung der "Rente mit 63" entgegen: Hier werde es einen "Vertrauensschutz" geben. Während die Union die entschlossene Umsetzung der Vorschläge der Rentenkommission anmahnte, warf die Opposition der Bundesregierung eine Politik der sozialen Kälte vor.

Gaskrise ab 2022 kostete Bund mindestens 50,4 Milliarden Euro

Die staatlichen Hilfen für Verbraucher und Unternehmen in der Gaskrise nach Russlands Angriff auf die Ukraine haben den Bund mindestens 50,4 Milliarden Euro gekostet. Das geht aus einer Aufschlüsselung des Bundesfinanzministeriums auf Antrag der Grünen-Fraktion im Bundestag hervor, die AFP am Freitag vorlag. Die Gas- und Strompreisbremsen fielen demnach am stärksten ins Gewicht.

Drohender Streik: Micron will Beschäftigten in Taiwan bis zu 68 Monatsgehälter zahlen

Angesichts eines drohenden Streiks will der US-Chiphersteller Micron Technology seinen Beschäftigten in Taiwan bis zu 68 Monatsgehälter extra auszahlen. Die "Mindestzahlung" in bar betrage 1,7 Millionen Taiwan-Dollar (rund 46.200 Euro), teilte Micron am Freitag mit. Das Unternehmen produziert 50 bis 60 Prozent seiner Mikrochips in Taiwan und hat dort rund 15.000 Beschäftigte.

Italienische Politikerin und Feministin Emma Bonino gestorben

Die italienische Politikerin und Feministin Emma Bonino ist tot. Sie starb im Alter von 78 Jahren, wie die von ihr gegründete Kleinpartei Mehr Europa am Freitag im Onlinedienst Facebook bekannt gab. Bonino war früher EU-Kommissarin und Außenministerin Italiens, ist vor allem aber als Feministin bekannt. Sie kämpfte für das Recht auf Scheidung und Abtreibung und genoss in der gesamten politischen Landschaft Respekt.

Textgröße ändern: