The National Times - Verivox: Auch Neu-Internetkunden buchen weiterhin mehrheitlich DSL

Verivox: Auch Neu-Internetkunden buchen weiterhin mehrheitlich DSL


Verivox: Auch Neu-Internetkunden buchen weiterhin mehrheitlich DSL
Verivox: Auch Neu-Internetkunden buchen weiterhin mehrheitlich DSL / Foto: © AFP/Archiv

Immer noch rund die Hälfte der Internetkundinnen und -kunden in Deutschland nutzt laut dem Vergleichsportal Verivox die veraltete DSL-Technik fürs Surfen über die Telefonleitung. Und auch Neukunden bleiben der Kupfertechnik treu: Mehr als die Hälfte aller Buchungen eines Internetanbieters über das Portal entfiel im Juli auf DSL, wie Verivox am Dienstag mitteilte. Für das Festhalten an DSL gebe es vor allem zwei Gründe: Vielen genüge die DSL-Technik noch, außerdem ist sie die mit Abstand am besten verfügbare Technik.

Textgröße ändern:

Im Bestand ging der DSL-Anteil unter den genutzten Internettechnologien in den vergangenen fünf Jahren laut zwei Verivox-Umfragen kaum zurück. Im September 2021 hatten demnach 55 Prozent der Befragten einen DSL-Anschluss zu Hause, im März 2026 waren es 49 Prozent.

Auch wer einen Tarif neu bucht, wählt oft einen DSL-Tarif: Bei Verivox waren es im Juli 59 Prozent, wie das Portal mitteilte. Demnach lag der DSL-Anteil in den vergangenen vier Jahren in 46 von 48 Monaten bei über 50 Prozent. Das Interesse an anderen Zugangstechniken veränderte sich aber in dieser Zeit durchaus: Die Buchungen für Glasfaser nahmen zu, die für Kabel gingen leicht zurück.

Doch: "Mit einem typischen DSL-Speed von 100 oder 150 Megabit pro Sekunde können mehrere Menschen gleichzeitig alle heute üblichen Online-Anwendungen problemlos erledigen", sagte Verivox-Telekommunikationsexperte Jörg Schamberg der Nachrichtenagentur AFP. "Wer einen solchen Anschluss hat, verspürt meist keinen Druck, auf schnellere, stabilere Glasfaseranschlüsse zu wechseln."

Verfügbar ist Glasfaser laut Verivox für 49 Prozent der Haushalte in Deutschland zumindest im Gebäude. In acht Prozent der Gemeinden ist DSL nach wie vor die einzige stationäre Technologie. Die etablierten Anbieter haben ihre Kupfer- oder Kabelnetze bereits abgeschrieben und verdienen daran gut. Sie tun daher wenig, um die Kundinnen und Kunden zum Umstieg zu bewegen.

Verivox bemängelte etwa, dass es wenig Tarife für Einsteiger gebe. "Verbraucherinnen und Verbraucher brauchen einen konkreten Mehrwert, um zu wechseln", sagte Schamberg. Ein guter Preis sei den Umfragen zufolge der stärkste Wechselgrund. Für die kleinsten Tarife mit 16 Mbit pro Sekunde gebe es aber kein Glasfaser-Äquivalent, für 50 Mbit/s nur sehr vereinzelt.

Günstige Angebote für Glasfaser-Einsteiger seien aber "besonders wichtig", um den Umstieg erfolgreich zu gestalten, sagte Schamberg. "Auch Wenignutzer sollten die Möglichkeit haben, kostenneutral umzusteigen."

Bis 2035 soll DSL in der gesamten EU vollständig von Glasfaser abgelöst werden. Deutschland setzt sich für ein schrittweises, regionales Vorgehen ein. Andere europäische Länder sind mit der Abschaltung ihrer Kupfernetze schon deutlich weiter, erklärte Verivox - insbesondere Estland, Schweden und Spanien.

S.Mitchell--TNT

Empfohlen

Linke kritisiert Frühstartrente: "Kinder brauchen keine Casino-Rente"

Die Linke hat vor dem Kabinettsbeschluss die von Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) geplante Frühstartrente kritisiert. Klingbeil wolle "Kinder an den Kapitalmarkt gewöhnen und verkauft das als große Rentenreform", sagte Linken-Bundesgeschäftsführer Janis Ehling am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP. "Kinder brauchen aber keine Casino-Rente, sondern die Gewissheit, dass sie nach einem langen Arbeitsleben einmal eine vernünftige gesetzliche Rente bekommen."

Niedrigwasser: Bilger plädiert für weiteren Ausbau der Flüsse

Angesichts der niedrigen Pegelstände in Deutschland setzt sich Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) für einen Ausbau der Flüsse ein. "Grundsätzlich sollten wir alle ein Verständnis dafür haben, dass die Wasserstraße Unterstützung verdient, weil sie der umweltfreundlichste Verkehrsträger ist", sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND, Mittwochsausgaben).

Brand nach Drohnenangriff auf Ölraffinerie in Libyen laut Unternehmen unter Kontrolle

Der durch einen Drohnenagriff ausgelöste Brand in der zweitgrößten Raffinerie Libyens ist unter Kontrolle gebracht worden. Das teilte der staatliche Ölkonzern NOC am Dienstagabend mit. Laut NOC ereignete sich der Vorfall in der westlich von Tripolis gelegenen Stadt Sawija.

Drohnensichtung führt zu Sperrung von Flughafen Hannover

Nach dem Drohnenfund am Leipziger Flughafen ist es in Niedersachsen zu einem weiteren Vorfall gekommen. Nach einem Bericht des "Spiegel" wurde der Flughafen Hannover-Langenhagen aufgrund einer Drohnensichtung in der Nacht zu Dienstag immer wieder gesperrt. Betroffen waren demnach die Start- und Landebahn und der Luftraum.

Textgröße ändern: