The National Times - Energiekonzern BP will sein Nordseegeschäft verkaufen

Energiekonzern BP will sein Nordseegeschäft verkaufen


Energiekonzern BP will sein Nordseegeschäft verkaufen
Energiekonzern BP will sein Nordseegeschäft verkaufen / Foto: © BP/AFP

Der britische Öl- und Gaskonzern BP will seine Geschäftsaktivitäten in der Nordsee verkaufen. Die Nordsee spiele nach wie vor eine zentrale Rolle im britischen Energiesystem, erklärte BP-Chefin Meg O'Neill am Freitag. Der Konzern wolle jedoch sein Kapital auf die vielversprechendsten Möglichkeiten konzentrieren und sei daher der Ansicht, "dass unser Nordseegeschäft als Teil eines anderen Unternehmens besser aufgestellt sein wird".

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Nach BP-Angaben umfasst das Nordseegeschäft fünf Produktionszentren und beschäftigt etwa 1100 Menschen. Zwei der Fördergebiete befinden sich in der zentralen Nordsee, drei westlich der schottischen Shetlandinseln.

In ganz Großbritannien arbeiteten den jüngsten Zahlen von 2025 zufolge fast 14.000 Menschen für den Energieriesen. Das Unternehmen bekräftigte am Freitag sein Engagement im Land und erklärte, dass sein Hauptsitz in Großbritannien bleiben werde.

"Großbritannien ist seit mehr als 100 Jahren unsere Heimat und wird auch in Zukunft eine wichtige Rolle für uns spielen", fuhr O'Neill fort. "Wir sind stolz auf die Arbeitsplätze, die wir schaffen, auf unseren Beitrag zur britischen Wirtschaft und auf unsere Arbeit, mit der wir jeden Tag dafür sorgen, dass die Energieversorgung aufrechterhalten bleibt."

Der neue britische Premierminister Andrew Burnham steht unter Druck, Beschränkungen für die Förderung von Öl und Gas zu lockern. Die regierende Mitte-Links-Partei Labour war 2024 an die Macht gekommen und hatte zugesichert, keine neuen Lizenzen für Öl- und Gasbohrungen auszugeben, um Großbritannien weg von fossilen Brennstoffen und hin zu Erneuerbaren Energien zu führen.

Burnham, der im Juli Keir Starmer im Amt des Regierungschefs ersetzte, gelobte, alle Versprechen aus dem Labour-Parteiprogramm der Wahl 2024 einzuhalten. Er hat allerdings zugleich ein radikales Regierungsprogramm angekündigt, mit dem er die Lebenshaltungskosten senken will. Die Befürworter von ausgeweiteten Nordseebohrungen führen an, dass die Förderung dabei helfen würde, die seit Beginn des Iran-Krieges gestiegenen Energiepreise zu senken. Zudem trage die Förderung zur Energiesicherheit des Landes bei.

C.Bell--TNT

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