The National Times - Autoabsatz in der EU im ersten Halbjahr deutlich gestiegen

Autoabsatz in der EU im ersten Halbjahr deutlich gestiegen


Autoabsatz in der EU im ersten Halbjahr deutlich gestiegen
Autoabsatz in der EU im ersten Halbjahr deutlich gestiegen / Foto: © AFP/Archiv

Der Absatz von Neuwagen in der EU hat im ersten Halbjahr deutlich zugelegt. Auch dank eines starken Plus im Juni von 13,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat stieg die Zahl der Neuzulassungen über die ersten sechs Monate gesehen um 5,7 Prozent, wie der europäische Herstellerverband Acea am Donnerstag mitteilte. Der Anteil von E-Autos legte von 15,6 Prozent im vergangenen Jahr auf 20,7 Prozent zu.

Textgröße ändern:

Zudem machten Plugin-Hybride 9,8 Prozent der Neuzulassungen aus, Hybrid-Wagen ohne extern aufladbare Batterie kamen auf den mit Abstand größten Marktanteil von 37,3 Prozent. Reine Verbrenner wurden im ersten Halbjahr deutlich weniger verkauft. Diesel kamen auf 7,5 Prozent Anteil, Benziner auf 22,2 Prozent.

Der E-Auto-Absatz stieg vor allem in Frankreich (62,9 Prozent), Deutschland (48 Prozent) und Dänemark (41,2 Prozent). In den ebenfalls bedeutenden Märkten Italien und Spanien sorgten deutlich höhere Absatzzahlen (jeweils Anstieg um mehr als 20 Prozent) von Hybriden für insgesamt steigende Neuzulassungen. Insgesamt wurden in der EU im ersten Halbjahr knapp 5,9 Millionen Neuwagen zugelassen.

Die Beratungsfirma EY führt den starken Anstieg im Juni auch auf zwei zusätzliche Verkaufstage im Vergleich zum Vorjahresmonat zurück. "Für das Plus im ersten Halbjahr gibt es vor allem einen Grund: Das starke Wachstum bei Elektroautos", ergänzte der EY-Experte Constantin Gall. "Dieses Wachstum ist wiederum in erster Linie auf die verschiedenen nationalen Förderprogramme zurückzuführen und somit steuerfinanziert."

Insgesamt sehen die Experten daher "noch keine echte Verbesserung der Lage auf dem EU-Neuwagenmarkt". Das aktuelle Marktwachstum sei "teuer erkauft", betonte Gall. Der Absatz von Elektroautos stehe und falle "derzeit noch mit der staatlichen Förderung. Wenn diese ausläuft, bricht der Elektro-Absatz ein."

Negativ für die heimischen Hersteller kommt hinzu, dass ausländische und insbesondere chinesische Marken auf den europäischen Markt drängen. Der Marktanteil chinesischer Autokonzerne stieg im Juni von sechs Prozent im Vorjahr auf zehn Prozent, während deutsche Autobauer Marktanteilsverluste beklagten. "Die chinesischen Autobauer erobern langsam, aber sicher mit einer sehr aggressiven Preispolitik Marktanteile in der EU", erklärte Gall.

V.Bennett--TNT

Empfohlen

Brasilien will US-Zöllen trotzen: "Werden uns andere Abnehmer suchen"

Brasilien will den neuen Zollaufschlägen von US-Präsident Donald Trump trotzen. "Wir werden nicht herumsitzen und darüber jammern, dass wir ihnen keine Produkte verkauft haben, denn wir werden uns andere Abnehmern suchen", sagte Präsident Inácio Lula da Silva am Mittwoch. Für von den US-Zöllen betroffene Unternehmen kündigte der linksgerichtete Staatschef finanzielle Unterstützung an.

Wohnungsbau: Ifo-Institut erwartet für 2026 Rückgang der Fertigstellungen

Trotz Wohnraummangels in vielen Ballungsgebieten werden in Deutschland nach Angaben des Ifo-Instituts in diesem Jahr voraussichtlich weniger Wohnungen als im Vorjahr gebaut. Zu erwarten seien 185.000 Wohnungsfertigstellungen, teilte das Münchener Forschungsinstitut am Donnerstag auf Grundlage einer Prognose der europäischen Forschergruppe Euroconstruct mit. Im vergangenen Jahr waren laut Statistischem Bundesamt knapp 207.000 Wohnungen fertiggestellt worden - so wenige wie seit 2012 nicht mehr.

Tesla steigert Umsatz - Musks massive Investitionspläne verunsichern Anleger

Der E-Autobauer Tesla hat im zweiten Quartal zwar mehr Umsatz gemacht, der Gewinn fiel jedoch niedriger aus als im Vorjahr. Zudem verunsichern massive Ausgabenpläne von Konzernchef Elon Musk die Anleger. Die Aktie sackte am Mittwochabend infolge der Veröffentlichung der Quartalszahlen um gut vier Prozent ab.

Zahl der Alleinerziehenden geht in Zehnjahresvergleich leicht zurück

Die Zahl der Alleinerziehenden in Deutschland ist im Zehnjahresvergleich leicht zurückgegangen. 2025 gab es 1,62 Millionen Alleinerziehende, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Zehn Jahre zuvor waren es noch 1,65 Millionen. Damit gab es damals wie heute in knapp jeder fünften Familie mit Kindern unter 18 Jahren nur ein Elternteil.

Textgröße ändern: