The National Times - USA schließen Abkommen mit Saudi-Arabien über Aufbau von zivilem Atomprogramm

USA schließen Abkommen mit Saudi-Arabien über Aufbau von zivilem Atomprogramm


USA schließen Abkommen mit Saudi-Arabien über Aufbau von zivilem Atomprogramm
USA schließen Abkommen mit Saudi-Arabien über Aufbau von zivilem Atomprogramm / Foto: © AFP/Archiv

Inmitten des Iran-Kriegs haben die USA und Saudi-Arabien ein Abkommen zum Aufbau eines zivilen Atomprogramms in dem Golfstaat geschlossen. Zwei entsprechende Verträge seien von US-Energieminister Chris Wright sowie seinem saudischen Amtskollegen, Prinz Abdulasis bin Salman, unterzeichnet worden, teilte am Mittwoch das Energieministerium in Washington mit. Es betonte zugleich, dass Vorkehrungen getroffen worden seien, dass Saudi-Arabien durch die US-Unterstützung keine Atomwaffen entwickeln könne.

Textgröße ändern:

"Gemeinsam bilden diese beiden Verträge die rechtliche Grundlage für eine jahrzehntelange Partnerschaft im Wert von mehreren Milliarden Dollar", erklärte das US-Energieministerium. Die Abmachung werde "verschiedene wichtige wirtschaftliche und strategische Ziele voranbringen, darunter die Nichtverbreitung von Atomwaffen."

Über ein entsprechendes Abkommen zwischen den USA und Saudi-Arabien - ein Rivale des Iran - war seit längerem diskutiert worden. US-Präsident Donald Trump verspricht sich davon Aufträge für die US-Atomindustrie in Milliardenhöhe. Einige US-Abgeordnete und Israel dagegen äußerten Bedenken gegen die Zusammenarbeit. Sie befürchten, dass der Aufbau eines zivilen Atomprogramms von Riad zur Entwicklung von Atomwaffen genutzt werden könnte.

Im Iran-Krieg ist Saudi-Arabien zuletzt immer wieder vom Iran aus attackiert worden. Unlängst hat auch die jemenitische, vom Iran unterstützte Huthi-Miliz einen Flughafen in Saudi-Arabien angegriffen und eine Seeblockade gegen das Nachbarland verkündet. Saudi-Arabien verfügt bisher über kein Atomkraftwerk.

Saudi-Arabien pocht auf sein Recht, ein ziviles Atomprogramm zu verfolgen. In den vergangenen Jahren haben die USA versucht, ein mögliches Abkommen über ein Atomprogramm in ein umfassenderes Konzept einzubinden, das auch die Normalisierung der Beziehungen zwischen Saudi-Arabien und Israel beinhalten würde. 2009 hatten die USA ein Atomabkommen mit den Vereinigten Arabischen Emiraten unterzeichnet.

Seit langer Zeit gibt es die Befürchtung, dass die Herstellung einer Atomwaffe durch den Iran ein Wettrüsten in der gesamten Golfregion auslösen würde. Angesichts des Krieges zwischen den USA und dem Iran wächst die Sorge, dass der Konflikt die Region weiter destablisieren könnte.

P.Jones--TNT

Empfohlen

Neuer US-Prozess wegen Social-Media-Sucht geplatzt

In den USA ist ein erneuter Prozess um die mutmaßliche Social-Media-Sucht eines Jugendlichen geplatzt. Der Teenager zog seine Klage gegen den Meta-Konzern mit seinen Diensten Instagram und Facebook am Mittwoch kurzfristig zurück, wie seine Anwälte mitteilten. Das Verfahren sollte eigentlich am Montag in Los Angeles beginnen.

Missbrauchsopfer werfen Vatikan "Verschleppen" eines Verfahrens gegen Ex-Jesuiten vor

Mehrere mutmaßliche Missbrauchsopfer haben dem Vatikan das Verschleppen eines Verfahrens gegen den slowenischen Ex-Jesuiten Marko Rupnik vorgeworfen. "Es ist haarsträubend, wie dieser Prozess verläuft", sagte Laura Sgro, Anwältin von fünf Frauen, die dem 71-Jährigen sexuellen Missbrauch vorwerfen. Der international renommierte Theologe und Mosaikkünstler steht im Verdacht, über 30 Jahre hinweg psychische und sexuelle Gewalt gegen mindestens zwanzig Frauen ausgeübt zu haben.

CDU-Geheimdienstexperte Henrichmann warnt vor Kooperation mit Rosatom in Lingen

Der Vorsitzende des Parlamentarischen Geheimdienst-Kontrollgremiums des Bundestages (PKGr), der CDU-Politiker Marc Henrichmann, hat die Zusammenarbeit mit dem russischen Staatskonzern Rosatom bei der Herstellung von Brennelemente im niedersächsischen Lingen scharf kritisiert. "Der Einfluss des russischen Nuklearsektors in der EU ist nach wie vor ein großes Problem, dem wir uns entschieden entgegenstellen müssen", sagte Henrichmann am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP.

Kapitalbeteiligung: AMD will Milliarden in Anthropic investieren

Der US-Chiphersteller AMD hat eine Kapitalbeteiligung von bis zu fünf Milliarden Dollar (rund 4,4 Milliarden Euro) bei dem KI-Unternehmen Anthropic angekündigt. Das sieht eine Partnerschaft vor, die beide Firmen am Mittwoch bekanntgaben. Sie sieht im Gegenzug eine Großbestellung von AMD-Prozessoren durch Anthropic vor.

Textgröße ändern: