The National Times - IW-Untersuchung: Mieten steigen weiter - Wohnungsangebot sinkt

IW-Untersuchung: Mieten steigen weiter - Wohnungsangebot sinkt


IW-Untersuchung: Mieten steigen weiter - Wohnungsangebot sinkt
IW-Untersuchung: Mieten steigen weiter - Wohnungsangebot sinkt / Foto: © AFP/Archiv

Wohnen ist vor allem für Mieterinnen und Mieter erneut teurer geworden. Die Angebotsmieten lagen im zweiten Quartal des Jahres 4,0 Prozent über dem Vorjahreszeitraum, wie das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln am Montag mitteilte. Eigentumswohnungen und Ein- und Zweifamilienhäuser verteuerten sich jeweils um 0,8 Prozent, bei den Kaufpreisen könne "von einem neuen kräftigen Preisaufschwung" daher "bislang nicht gesprochen werden".

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Die Mieten legten besonders stark in den Großstädten Köln (plus 7,9 Prozent), Hamburg (5,5 Prozent) und Leipzig (5,4 Prozent) zu, wie das IW weiter mitteilte. Damit seien sie deutlich schneller als die Inflation in Höhe von 2,6 Prozent gestiegen.

Zugleich fehlen die Angebote: Bundesweit würden knapp zwölf Prozent weniger Mietwohnungen inseriert als Anfang 2022, erklärte das IW. Die Forscherinnen und Forscher wiesen daraufhin, dass das Mietangebot in einzelnen Großstädten wesentlich drastischer zurückgegangen sei. In Hamburg habe sich das Mietangebot mit minus 57 Prozent mehr als halbiert, in Frankfurt am Main wurden 43 Prozent weniger Wohnungen inseriert und in Leipzig 40 Prozent.

In Berlin gab es demnach zwar ein Plus von 43 Prozent im Vergleich zu 2022, doch führte das IW diesen Zuwachs darauf zurück, dass der sogenannte Mietendeckel das Angebot damals abgewürgt hatte.

Der Mietendeckel war ein in Berlin gültiges Gesetz, mit dem die Mieten für rund 1,5 Millionen vor 2014 fertiggestellte Wohnungen in der Hauptstadt auf dem Stand von Juni 2019 eingefroren wurden. Ab November 2020 waren zudem Mieten, die mehr als 20 Prozent über einer definierten Obergrenze lagen, verboten. Mit einer Entscheidung vom 15. April 2021 erklärte das Bundesverfassungsgericht das Gesetz für verfassungswidrig.

Auf dem Kaufmarkt sieht die Lage laut IW etwas anders aus: Es stünden bundesweit fast doppelt so viele Eigentumswohnungen und rund 140 Prozent mehr Ein- und Zweifamilienhäuser zum Angebot als Anfang 2022. Das liege allerdings an den höheren Finanzierungskosten, an denen mehr Kaufwillige als vorher scheiterten. "Wer mieten will, trifft auf knappes Angebot und steigende Preise - wer kaufen will, scheitert oft an der Finanzierung", erklärte das IW.

C.Stevenson--TNT

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