Folgen von Iran-Krieg für Kerosinpreise: Ryanair verzeichnet weniger Gewinn
Wegen der seit Beginn des Iran-Krieges stark gestiegenen Treibstoffpreise hat der irische Billigflieger Ryanair nach eigenen Angaben deutlich weniger Gewinn gemacht. Der Nettogewinn der Airline sank im ersten Quartal ihres Finanzjahres von April bis Juni um 34 Prozent auf 538 Millionen Euro, wie die Fluggesellschaft am Montag mitteilte. Die Kosten für das nicht preislich fixierte Kerosin seien angesichts des Krieges in die Höhe geschossen.
Ryanair habe den Preis von 80 Prozent seines Kerosins gegen Preisspitzen abgesichert, erklärte Ryanair-Chef Michael O'Leary. Doch die Betriebskosten seien um elf Prozent auf 3,81 Milliarden Euro gestiegen, da sich der Preis für die restlichen 20 Prozent von April bis Juni mehr als verdoppelt habe.
Die Zahl der Passagiere wuchs den Angaben nach um sechs Prozent. Die Airline senkte zugleich ihre Preise um sechs Prozent, "da der Nahostkonflikt zu einer zurückhaltenden Verbrauchernachfrage, Sorgen über eine Verknappung von Flugbenzin in der EU, wirtschaftliche Unsicherheit und spätere Buchungen führte", fuhr O'Leary fort.
Der Nettogewinn im Rest des Geschäftsjahres hänge weiterhin in hohe Maße unter anderem von der "Eskalation der Konflikte" in der Golfregion und der Ukraine, den Kosten für das nicht preislich fixierte Kerosin und Streiks der europäischen Flugsicherung ab.
F.Morgan--TNT