The National Times - Mindestens 50 Soldaten in Mali bei Dschihadisten-Angriff getötet

Mindestens 50 Soldaten in Mali bei Dschihadisten-Angriff getötet


Mindestens 50 Soldaten in Mali bei Dschihadisten-Angriff getötet
Mindestens 50 Soldaten in Mali bei Dschihadisten-Angriff getötet / Foto: © AFP

Bei einem gemeinsamen Angriff von Dschihadisten und Tuareg-Separatisten im Norden Malis sind mindestens 50 Soldaten getötet worden. Wie am Sonntag aus Militärkreisen und von einem der Militärjunta nahestehenden Kommunalpolitiker verlautete, war der Konvoi am Samstag beim Verlassen der strategisch wichtigen Stadt Anefis in einen Hinterhalt geraten.

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"Die vorläufige Bilanz des Angriffs ist äußerst schwerwiegend: Mehr als 50 Soldaten wurden getötet und mindestens 24 gefangen genommen", sagte der Politiker der Nachrichtenagentur AFP. Es handelte sich um einen der tödlichsten Angriffe auf die malische Armee seit Jahren.

Der Konvoi war den Angaben zufolge auf dem Weg in die nordmalische Großstadt Gao. Um Anefis hatte es in den vergangenen Wochen heftige Kämpfe gegeben.

Anfang Juli hatten die mit dem Extremistennetzwerk Al-Kaida verbundene Gruppe zur Unterstützung des Islam und der Muslime (JNIM) sowie die separatistische Befreiungsfront des Azawad (FLA) die Stadt bei einer großangelegten gemeinsamen Offensive vorübergehend eingenommen. Dabei umzingelten sie das von der malischen Armee und russischen Paramilitärs des sogenannten Afrikakorps verteidigte Militärlager.

"Einige unserer Männer wurden regelrecht hingerichtet", hieß es einer Quelle in der malischen Armee zu dem jetzigen Angriff auf den Konvoi. Es werde untersucht, welche taktischen Fehler zu der schweren Niederlage geführt hätten. "Wir versuchen herauszufinden, was unsere Männer tatsächlich so verwundbar gemacht hat."

Die russischen Paramilitärs hatten nach Angaben aus mehreren Quellen zum Zeitpunkt des Angriffs bereits Gao erreicht und erlitten keine Verluste. "Es gab ein Koordinierungsproblem zwischen den Russen und der Armee", sagte ein Politiker der Region.

JNIM und FLA bekannten sich zu dem Angriff. Die malische Armee hatte am Samstag erklärt, ihr Konvoi sei "in einen von bewaffneten Terrorgruppen gelegten Hinterhalt geraten", zunächst aber keine Opferzahl genannt. Tuareg-Separatisten und Dschihadisten hatten im Mai eine Allianz gegen die malische Militärjunta verkündet.

Mali wird seit 2012 von einem bewaffneten Konflikt erschüttert. Neben mit Al-Kaida und der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) verbundenen Gruppen sind Tuareg-Separatisten und bewaffnete kriminelle Gruppierungen in dem Land aktiv.

Seit zwei Militärputschen in den Jahren 2020 und 2021 wird Mali von einer Junta regiert. Diese beendete die Zusammenarbeit mit Frankreich und anderen westlichen Partnern und setzt im Kampf gegen die Aufständischen vor allem auf russische Kräfte.

P.Jones--TNT

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