The National Times - Digitalminister Wildberger: Weitere 600 Millionen Euro Bürokratiekostensenkung

Digitalminister Wildberger: Weitere 600 Millionen Euro Bürokratiekostensenkung


Digitalminister Wildberger: Weitere 600 Millionen Euro Bürokratiekostensenkung
Digitalminister Wildberger: Weitere 600 Millionen Euro Bürokratiekostensenkung / Foto: © AFP

Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU) hat für die Sitzung des Bundeskabinetts am Mittwoch Beschlüsse für Entlastungen in Höhe von 600 Millionen Euro jährlich für Bürger und Unternehmen angekündigt. Auf dem Programm der Regierung stünden "mehr als zehn Maßnahmen" aus den verschiedenen Ministerien, um die Kosten durch Bürokratie zu senken, sagte Wildberger am Dienstag in Berlin. Demnach geht es etwa um die Digitalisierung des Gesundheitssektors und die Abschaffung der Umweltplakette für E-Autos.

Textgröße ändern:

Die Regierung tagt am Mittwoch als sogenanntes Entlastungskabinett: Eine Kabinettssitzung, bei der ausschließlich Maßnahmen zum Bürokratieabbau behandelt werden. Ein erstes "Entlastungskabinett" auf Initiative Wildbergers hatte es Anfang November gegeben. Seitdem seien bereits Maßnahmen für Einsparungen in Höhe von jährlich 9,8 Milliarden Euro auf den Weg gebracht worden, sagte der Minister nun. Beschlüsse für weitere 600 Millionen Euro Bürokratieeinsparungen sollen nun folgen.

Nach Angaben aus Regierungskreisen fällt dabei vor allem das "Gesetz für Daten und digitale Innovation im Gesundheitswesen" mit einer geplanten Entlastungswirkung für die Wirtschaft von 445 Millionen Euro ins Gewicht. Geplant ist hier etwa, dass ein elektronischer Überweisungsschein eingeführt und der Leistungsumfang der elektronischen Patientenakte erweitert wird.

Aus dem Arbeitsministerium hieß es, das Haus von Bärbel Bas (SPD) steuere "Maßnahmen aus dem Bereich der Arbeitsvermittlung sowie beim Arbeitsschutz bei". Etwa soll die Kommunikation zwischen Bürgen, Bundesarbeitsagentur und Firmen einfacher und digitaler werden.

Vom Kabinett bereits beschlossene Maßnahmen sind etwa eine Vereinfachung der Regelungen zur Arbeitssicherheit und Schritte zur Beschleunigung von Genehmigungsverfahren etwa für Bauprojekte. Auch die Reform der Fahrschulausbildung beispielsweise zählt dazu, genau wie die gesetzliche Priorisierung des Ausbaus des Mobilfunk- und Glasfasernetzes, die Abschaffung des alten Heizungsgesetzes der Ampel-Regierung oder die automatische Auszahlung des Kindergeldes.

Beim Bürokratieabbau habe die Bundesregierung inzwischen "an Tempo aufgenommen", sagte Digitalminister Wildberger, der ebenfalls ressortübergreifend für "Staatsmodernisierung" und den Abbau von Bürokratie zuständig ist. Sein ausgewiesenes Ziel ist es, die Bürokratiekosten um 25 Prozent oder 16 Milliarden Euro bis zum Ende der Legislaturperiode 2029 zu senken.

N.Taylor--TNT

Empfohlen

Erneuter Schiffsunfall an Eisenbahnbrücke in Elsfleth in Niedersachsen

Ein Binnenschiff ist in Elsfleth in Niedersachsen mit einer Eisenbahnbrücke über den Fluss Hunte kollidiert. Bei dem Unfall wurde das Steuerhaus des Schiffes stark beschädigt, wie die Wasserschutzpolizei in Oldenburg am späten Dienstag mitteilte. Die beiden Besatzungsmitglieder blieben demnach unverletzt. Bei dem Zusammenstoß am Dienstagnachmittag wurden Teile des Steuerhauses abgerissen. Sie fielen jedoch nicht ins Wasser, sodass die Schifffahrt nicht beeinträchtigt wurde.

"Rote Linie": Saudi-Arabien wirft Huthi-Miliz Angriff auf heilige Stadt Mekka vor

Die für Muslime heilige Stadt Mekka ist nach Angaben aus Saudi-Arabien Ziel eines Angriffs der jemenitischen Huthi-Miliz geworden. Die saudiarabische Luftabwehr habe die "feindliche" Drohne vor ihrem Eindringen in die heiligste Stadt im Islam abgewehrt, erklärte die von Riad angeführte Militärkoalition am Mittwoch im Onlinedienst X. Der Angriff löste in der muslimischen Welt große Empörung aus und könnte den Konflikt in der Region weiter verschärfen. Riad warnte vor einer "roten Linie", während die Huthis die Vorwürfe umgehend als "Lüge" zurückwiesen.

Bundesverwaltungsgericht prüft Klage von Ostseegemeinde Binz gegen LNG-Terminal

Das umstrittene Flüssiggas-Terminal vor Rügen beschäftigt am Mittwoch (11.00 Uhr) erneut das Bundesverwaltungsgericht. Es verhandelt in Leipzig über eine Klage der Gemeinde Binz gegen die Anlage. Binz befürchtet Risiken für die Anwohner, falls es zu einem Störfall käme, und negative Folgen für den Tourismus auf der Insel. (Az. 7 A 6.25)

Kreise: Wirtschaftsministerium hält Preisdeckel für Sprit und Übergewinnsteuer für "problematisch"

Aus dem Bundeswirtschaftsministerium kommen ernste Bedenken mit Blick auf die von der SPD geforderten Maßnahmen gegen die hohen Spritpreise. Sowohl ein Preisdeckel bei Kraftstoffen wie in Luxemburg als auch eine sogenannte Übergewinnsteuer seien "problematisch", hieß es am Dienstagabend aus Ministeriumskreisen.

Textgröße ändern: