The National Times - Umfrage: Düstere Stimmung bei Einzelhändlern

Umfrage: Düstere Stimmung bei Einzelhändlern


Umfrage: Düstere Stimmung bei Einzelhändlern
Umfrage: Düstere Stimmung bei Einzelhändlern / Foto: © AFP

Bei den Einzelhandelsunternehmen in Deutschland hat sich die Stimmung einer Umfrage zufolge verdüstert. Fast zwei Drittel der Händler gaben an, dass sich ihre Geschäftslage im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verschlechtert hat, wie der Handelsverband Deutschland (HDE) am Dienstag mitteilte. Vor einem Jahr sei es nur die Hälfte der Befragten gewesen. 42 Prozent beurteilten demnach ihre derzeitige Geschäftslage als schlecht.

Textgröße ändern:

"Die Stimmung bei Verbrauchern und Unternehmen ist auf dem gleichen Niveau wie im zweiten Corona-Lockdown", erklärte HDE-Präsident Alexander Preen. Das Problem seien oftmals steigende Kosten für Beschäftigung, Energie und Wareneinkauf bei zeitgleich stagnierenden Umsätzen.

65 Prozent der Befragten rechnen laut HDE-Umfrage für die kommenden Monate mit Umsätzen, die leicht oder deutlich unter dem Vorjahr ausfallen. Nur 18 Prozent erwarten einen Anstieg des Umsatzes. Der HDE bekräftigte daher für 2026 seine Prognose von einem nominalen Umsatzplus von zwei Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Der Verband erklärte, der Einzelhandel sei ein "wichtiger Wirtschaftsfaktor und eine wichtige Säule für die gesamte Gesellschaft". Er forderte die Politik dazu auf, "nun sehr schnell die richtigen Entscheidungen" für bessere Rahmenbedingungen zu treffen und umzusetzen. Der Verband warnte etwa vor Einschränkungen oder der Abschaffung von Minijobs und forderte einen "verbindlichen Deckel von 40 Prozent bei den Lohnnebenkosten".

F.Hammond--TNT

Empfohlen

Studie erwartet Rückgang der EU-Bevölkerung ab 2029 - Sorge wegen alternder Gesellschaften

Die Bevölkerung in der Europäischen Union wird einer Studie zufolge im Jahr 2029 ihren Höchststand erreichen - bevor sie dann über Jahrzehnte abnehmen wird. Der am Dienstag in Brüssel veröffentlichte Bericht des Wissenschaftszentrums der EU-Kommission geht davon aus, dass die Bevölkerung der EU von heute 450,6 Millionen Menschen bis 2029 auf 453,3 Millionen Menschen ansteigen wird, um dann bis 2100 auf 398,8 Millionen zu sinken. Als große Herausforderung sehen die Wissenschaftler eine zunehmend älter werdende Gesellschaft.

Reeder warnen vor Auswirkungen des Konflikts in Straße von Hormus auf Lieferketten

Der Verband Deutscher Reeder (VDR) hat vor den Folgen weiterer Störungen bei der Durchfahrt der Straße von Hormus gewarnt. "Freie Schifffahrt ist weder Selbstzweck noch verhandelbar. Über den Seeweg werden Energie, Rohstoffe, Lebensmittel, Medikamente und industrielle Vorprodukte transportiert", erklärte der Verband am Dienstag. "Jede Störung trifft Lieferketten, bringt die Versorgung ins Stocken und verteuert das tägliche Leben, auch in Deutschland."

Prien verteidigt geplante Kürzungen beim Unterhaltsvorschuss - Kritik hält an

Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) hat die umstrittenen Pläne zur Kürzung beim staatlichen Unterhaltsvorschuss verteidigt. Anders als in anderen europäischen Staaten gebe es nur in Deutschland ein Unterhaltsvorschussrecht, das eine weitgehende Schonung vor allem für säumige Väter bedeute, sagte sie am Dienstag im NDR. Laut Beschluss von Bundesregierung und Bundesländern müsse das geändert werden. Die Kritik an Priens Sparplänen hielt unterdessen an.

ADAC sieht deutliche Verschlechterung bei Rastplätzen an Autobahnen

Der ADAC hat eine deutliche Verschlechterung des Zustands von unbewirtschafteten Rastplätzen an deutschen Autobahnen festgestellt. "Knapp zwei Drittel der Anlagen haben sich im Vergleich zu 2022 verschlechtert, nur acht Prozent konnten ihr Ergebnis verbessern", erklärte der Automobilclub am Dienstag. Demnach wurde fast die Hälfte der 50 untersuchten Rastplätze mit "mangelhaft" oder "sehr mangelhaft" bewertet.

Textgröße ändern: