The National Times - Hitzewelle in Frankreich: Zehtnausende Haushalte in der Bretagne ohne Strom

Hitzewelle in Frankreich: Zehtnausende Haushalte in der Bretagne ohne Strom


Hitzewelle in Frankreich: Zehtnausende Haushalte in der Bretagne ohne Strom
Hitzewelle in Frankreich: Zehtnausende Haushalte in der Bretagne ohne Strom / Foto: © AFP

Die massive Hitzewelle in Frankreich hat in der Bretagne zu Stromausfällen geführt. Etwa 68.000 Haushalte waren am Mittwochmorgen ohne Strom, wie die Behörden mitteilten. Der Grund war ein überhitzter Transformator in Ergué-Gabéric in der Nähe von Quimper, wo die Temperaturen auf 40 Grad gestiegen waren. Frankreich hatte am Dienstag seinen heißesten Tag seit Beginn der Aufzeichnungen erlebt. Die extremen Temperaturen sollen die kommenden Tage noch anhalten.

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Zeitweise waren 120.000 Haushalte ohne Strom. Die Stromversorgung kann nach Angaben des Netzbetreibers RTE voraussichtlich erst am Abend vollständig wiederhergestellt werden. Pflegeheime werden bis dahin mit Notstromaggregaten versorgt.

Es ist der erste größere Stromausfall seit Beginn der Hitzewelle. Deren Intensität und Häufigkeit wird nach übereinstimmender Ansicht von Wissenschaftlern vom Klimawandel befördert.

Frankreich hatte mit einer Durchschnittstemperatur von 29,8 Grad am Dienstag den heißesten Tag seit Beginn der Wetteraufzeichnungen erlebt. Für Mittwoch und Donnerstag sind ebenfalls sehr hohe Temperaturen angesagt, stellenweise bis zu 43 Grad. Es wird damit gerechnet, dass bisherige Höchstwerte erneut übertroffen werden.

Die höchste Hitzewarnstufe gilt mittlerweile in 58 französischen Départements - von insgesamt 96 in Frankreich ohne Überseegebiete. In fast allen weiteren herrscht die zweithöchste Warnstufe. Es ist bereits die zweite Hitzewelle in Westeuropa in nur knapp einem Monat.

Die Behörden rufen dazu auf, so weit wie möglich von Zuhause aus zu arbeiten und tagsüber die Fensterläden geschlossen zu halten. Ein Gesetz zur Wohnungskrise, das am Mittwoch im Kabinett vorgestellt wird, soll um neue Regelungen mit Blick auf künftige Hitzewellen überarbeitet werden. So soll etwa das Anbringen von Fensterläden vereinfacht werden.

Unterdessen ist ein politischer Streit um den Nutzen von Klimaanlagen entbrannt. Diese seien "keine Wunderlösung", weil sie ihrerseits Wärme abgeben, sagte Grünen-Parteichefin Marine Tondelier. Klimaanlagen müssten aber dennoch "Teil der Lösung" sein, erklärte sie.

Bildungsminister Edouard Geffray kündigte an, dass die am Freitag anstehenden Abschlussprüfungen für Schülerinnen und Schüler beibehalten würden, es aber zusätzliche Pausen gebe.

N.Taylor--TNT

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