The National Times - O'Leary verlängert Vertrag an der Ryanair-Spitze bis 2032

O'Leary verlängert Vertrag an der Ryanair-Spitze bis 2032


O'Leary verlängert Vertrag an der Ryanair-Spitze bis 2032
O'Leary verlängert Vertrag an der Ryanair-Spitze bis 2032 / Foto: © AFP/Archiv

Der für seine unverblümten Äußerungen bekannte Ryanair-Chef Michael O'Leary hat seinen Vertrag an der Spitze des Billigfliegers um fast sechs Jahre verlängert. Der Ryanair-Vorstand teilte am Freitag mit, er habe einen Vertrag abgeschlossen, wonach der 65-Jährige bis zum April 2032 Vorstandsvorsitzender bleiben soll. Der Vertragsverlängerung waren monatelangen Verhandlungen vorausgegangen.

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Ryanair-Angaben zufolge beinhaltet der neue Vertrag ein "bescheidenes jährliches Gehalt und einen begrenzten Jahresbonus". Die Summen wurden nicht genannt, O'Leary erhält aber einen einmaligen Anspruch, mehr als 10 Millionen Ryanair-Aktien zum Preis von jeweils 26,70 Euro zu kaufen, vorausgesetzt er bleibt bis 2032 im Amt und erfüllt "sehr ehrgeizige Ziele".

Dem jüngsten Jahresbericht zufolge erhielt der Ryanair-Chef zuletzt ein Festgehalt von 1,2 Millionen Euro und eine auf die Hälfte dieser Summe begrenzte Jahresprämie. Er hatte schon 2022 seinen Vertrag bis zum Jahr 2028 verlängert.

O'Leary steht seit 1994 an der Spitze von Ryanair und machte seither aus einem verlustbringenden Billigflieger die nach Passagierzahlen größte Fluggesellschaft Europas. Ryanair meldete im vergangenen Monat einen deutlich gestiegenen Jahresgewinn von 2,174 Milliarden Euro, erklärte aber zugleich, dass der Iran-Krieg die weiteren Aussichten eingetrübt habe.

1988 hatte Ryanair-Gründer Tony Ryan den zuvor im Handel tätigen O'Leary zu seinem persönlichen Assistenten und Finanzberater gemacht. Drei Jahre später schickte er ihn in die USA, um das Geschäftsmodell der erfolgreichen Billigfluglinie Southwest Airlines zu ergründen und das Modell nach Europa zu bringen. Das führte schließlich zu O'Learys schnellem Aufstieg an die Ryanair-Spitze.

Zu seinen öffentlichkeitswirksamen unkonventionellen Ideen gehörten unter anderem die Vorschläge, Gebühren für die Toilettenbenutzung an Bord oder Stehplätze einzuführen. Beide Überlegungen wurden aber nicht umgesetzt.

Vor wenigen Monaten nannte O'Leary den Starlink-Chef Elon Musk im Streit über die Ausrüstung von Ryanair-Flugzeugungen mit Internetverbindungen einen "Idioten", worauf der Tech-Milliardär seine Entlassung forderte. Und über den Konkurrenten Lufthansa sagte O'Leary während der Corona-Pandemie: "Wann immer es eine Krise gibt, ist der erste Reflex der Lufthansa, die Hand in die Tasche der deutschen Regierung zu schieben."

D.S.Robertson--TNT

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