The National Times - Wirtschaftskrise in Kuba: Drastische Einschränkungen im Bus- und Zugverkehr

Wirtschaftskrise in Kuba: Drastische Einschränkungen im Bus- und Zugverkehr


Wirtschaftskrise in Kuba: Drastische Einschränkungen im Bus- und Zugverkehr
Wirtschaftskrise in Kuba: Drastische Einschränkungen im Bus- und Zugverkehr / Foto: © AFP

Infolge der tiefen Wirtschaftskrise in Kuba sind am Donnerstag drastische Einschränkungen im Bus- und Zugverkehr in Kraft getreten. Aus der Hauptstadt Havanna fahren statt bislang etwa drei Mal pro Woche nun nur noch alle 16 Tage Züge in Städte im Osten des kommunistischen Landes. Busse, die bislang mindestens einmal täglich in Provinzstädte fuhren, stehen nun nur noch drei Mal pro Woche bereit.

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Der stellvertretende Verkehrsminister Luis Ladrón de Guevara hob hervor, dass für die Fahrten keine Reiseerlaubnisse nötig seien. Allerdings gelte ein System der Ticketvergabe nach Prioritäten. Reisen müssen demnach mindestens eine Woche vorher beantragt werden.

Kuba steckt in seiner schwersten Wirtschaftskrise seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion. Der Karibikstaat leidet unter Stromausfällen und Treibstoffmangel.

Das US-Militär hatte im Januar den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro gefangen genommen und in die USA gebracht. Anschließend sorgte Washington dafür, dass Venezuela als der bis dahin wichtigste Öllieferant Kubas seine Lieferungen an den Karibikstaat einstellte. Dies verschärfte die Lage in dem Land nochmals drastisch.

Selbst in Havanna fahren praktisch keine Busse mehr im Nahverkehr, so dass die Menschen bei Temperaturen von fast 40 Grad zur Schule oder Arbeit laufen müssen. Benzin kostet auf dem Schwarzmarkt etwa acht Dollar (6,90 Euro) pro Liter.

Die nun in Kraft getretenen Einschränkungen von Zug- und Busverbindungen betreffen den staatlichen Verkehrssektor, auf den die meisten Kubaner angewiesen sind. Es gibt zwar weiterhin einige wenige privat betriebene Busse und Taxis, diese sind allerdings extrem teuer. Die Preise belaufen sich mitunter auf das 200-Fache der staatlichen Alternative.

S.Arnold--TNT

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