The National Times - EY-Analyse: Dax-Konzerne steigern Gewinne im ersten Quartal - dank Finanzbranche

EY-Analyse: Dax-Konzerne steigern Gewinne im ersten Quartal - dank Finanzbranche


EY-Analyse: Dax-Konzerne steigern Gewinne im ersten Quartal - dank Finanzbranche
EY-Analyse: Dax-Konzerne steigern Gewinne im ersten Quartal - dank Finanzbranche / Foto: © AFP/Archiv

Die Dax-Konzerne sind mit deutlichen Umsatzeinbußen in das Jahr 2026 gestartet - zugleich stiegen ihre Gewinne im Vergleich zum Vorjahresquartal um 4,4 Prozent. Der Gewinnzuwachs lag vor allem an der starken Entwicklung der Finanzbranche, wie aus einer am Samstag veröffentlichten Analyse der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY auf Basis der Geschäfts- und Quartalsberichte der im Deutschen Aktienindex gelisteten Unternehmen hervorgeht. Der Gesamtumsatz der 40 Unternehmen schrumpfte demnach gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3,7 Prozent.

Textgröße ändern:

Die Gewinne der Finanzunternehmen stiegen um 15,9 Prozent und erreichten damit einen neuen Rekordwert für ein erstes Quartal. Die Industrieunternehmen verzeichneten nur einen Anstieg um 0,5 Prozent und den zweitniedrigsten Gewinn seit sechs Jahren.

Am besten liefen die Geschäfte der Dax-Konzerne in Europa, wo ein Umsatzplus von zwei Prozent erzielt wurde. In Nordamerika sank der Umsatz hingegen um fünf Prozent, in Asien sogar um 14 Prozent.

Bei der Beschäftigung zeigt der Trend schon seit dem vergangenen Jahr klar nach unten: Die Zahl der Beschäftigten schrumpfte im ersten Quartal um ein Prozent - von 3,16 auf 3,13 Millionen. Damit wurden gegenüber dem Vorjahr etwa 31.000 Stellen abgebaut.

Die höchsten Gewinne meldeten im ersten Quartal die Deutsche Telekom (5,8 Milliarden Euro), die Allianz (4,5 Milliarden Euro) und Eon (3,9 Milliarden Euro). Das stärkste Gewinnwachstum erzielten Eon (plus 243 Prozent), Siemens Energy (91 Prozent) und Munich Re (52 Prozent).

Der Vorsitzende der Geschäftsführung bei EY, Henrik Ahlers, sprach von einem "Fehlstart ins neue Jahr", allerdings ergebe sich ein heterogenes Bild. Die Finanzbranche glänze trotz Konjunkturflaute mit sehr guten Zahlen, erklärte Ahlers. Sie profitiere vom anhaltend hohen Zinsniveau, günstigen Schadensverläufen bei den Versicherungen und der hohen Marktvolatilität.

Ganz anders sei die Lage bei vielen klassischen Industrieunternehmen: "Die Weltkonjunktur schwächelt, die schwierige geopolitische und handelspolitische Lage sorgt für teils massive Belastungen und teils heftige Einbußen."

Hinzu komme ein tiefgreifender struktureller Wandel, dem sich gerade die Industrieunternehmen stellen müssten, ergänzte Jan Brorhilker, Managing Partner des Geschäftsbereichs Assurance von EY in Deutschland. Das bisherige Geschäftsmodell des ehemaligen Exportweltmeisters Deutschland funktioniere nicht mehr. Vor allem China trete in immer mehr Branchen als aggressiver Wettbewerber auf dem Weltmarkt auf und setze die deutschen Industriekonzerne mit niedrigen Preisen unter Druck.

Gleichzeitig sinke die Wettbewerbsfähigkeit einer Produktion in Deutschland, betonte Brorhilker: "Die Kosten in Deutschland sind zu hoch - und bei der Innovationskraft und -geschwindigkeit haben andere Länder längst aufgeholt."

K.M.Thompson--TNT

Empfohlen

Tankrabatt: SPD-Fraktionschef Miersch sieht keine längerfristige Fortsetzung

SPD-Fraktionschef Matthias Miersch hat eine längerfristige Zukunft des auf zwei Monate begrenzten Tankrabatts in Frage gestellt. "Mobilität muss bezahlbar bleiben, aber die Gießkanne ist keine Dauerlösung", sagte Miersch der Zeitung "Augsburger Allgemeinen" (Samstagsausgabe). Es sei zwar "erst einmal gut", dass die Anfang des Monats in Kraft getretene Mineralölsteuersenkung wirke und bei den Verbrauchern ankomme. Doch angesichts unsicherer außenpolitischer Entwicklungen seien zielgenaue Entlastungen vonnöten.

Mexikos Lehrer drohen wegen niedriger Gehälter mit Protesten bei Fußball-WM

Wenige Wochen vor Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft sind tausende Lehrerinnen und Lehrer im Gastgeberland Mexiko für bessere Gehälter auf die Straße gegangen - und haben weitere Proteste zum WM-Auftakt angedroht. Am Freitag (Ortszeit) versammelten sich in Mexiko-Stadt rund 3000 Demonstranten, auf deren Plakaten "Bildung hat keine Priorität, aber das Millionen-Geschäft der WM schon" und ähnliche Slogans zu lesen waren.

US-Flugzeughersteller Boeing bestätigt Bestellung von 200 Maschinen durch China

Der US-Flugzeughersteller Boeing hat eine Bestellung aus Peking über 200 Boeing-Flugzeuge bestätigt. Während der jüngsten China-Reise von US-Präsident Donald Trump sei das Ziel erreicht worden, "den chinesischen Markt wieder für Bestellungen von Boeing-Flugzeugen zu öffnen", erklärte das Unternehmen am Freitag (Ortszeit). Der US-Konzern gehe davon aus, dass der "ersten Zusage über 200 Flugzeuge weitere Zusagen folgen werden". Trump war bei seiner bis Freitag dauernden China-Reise unter anderem von Boeing-Chef Robert Ortberg als Teil einer Wirtschaftsdelegation begleitet worden.

Ethikbehörde: Trump tätigt Börsengeschäfte in Millionenhöhe

US-Präsident Donald Trump tätigt nach Angaben der Ethikbehörde weiterhin Börsengeschäfte in Millionenhöhe. In den ersten drei Monaten des Jahres habe er Wertpapiere unter anderem von Amazon und Microsoft verkauft und gekauft, erklärte die Behörde OGE, die möglichen Interessenkonflikten in der Regierung nachgeht. Die US-Verfassung toleriert Wertpapierbesitz des Präsidenten, Insidergeschäfte sind aber tabu.

Textgröße ändern: