The National Times - Weltweiter Weinkonsum sank 2025 um 2,7 Prozent

Weltweiter Weinkonsum sank 2025 um 2,7 Prozent


Weltweiter Weinkonsum sank 2025 um 2,7 Prozent
Weltweiter Weinkonsum sank 2025 um 2,7 Prozent / Foto: © AFP

Der weltweite Weinkonsum geht weiter zurück. 2025 fiel der Konsum nach Angaben der Internationalen Organisation für Rebe und Wein (OIV) vom Dienstag um 2,7 Prozent auf 208 Millionen Hektoliter. Im Vergleich zu 2018 macht das demnach insgesamt einen Rückgang von 14 Prozent aus. Ursachen seien unter anderem Änderungen in den Lebensgewohnheiten und wirtschaftliche Unsicherheit, hieß es in dem jährlichen Bericht der Organisation. Die Weinindustrie sei 2025 mit einer "Kombination von Klimaschwankungen, sinkender Nachfrage und zunehmender Handelsunsicherheit" konfrontiert gewesen.

Textgröße ändern:

Der OIV zufolge sank der Konsum in neun von zehn der wichtigsten Märkte, wobei drei davon eine herausragende Rolle spielten: China, Frankreich und die Vereinigten Staaten. In den USA, dem weltweit größten Weinmarkt, sank der Absatz 2025 um 4,3 Prozent, wofür die OIV schwindende Kaufkraft, weniger Konsum von jüngeren Käufern und eine größere Bandbreite alkoholischer Getränke verantwortlich machte. Welche Auswirkungen die von US-Präsident Donald Trump verhängten Zölle hatten, ist demnach noch schwer einzuschätzen.

In Europas größtem Markt Frankreich sank der Absatz den Angaben zufolge um 3,2 Prozent. In China sank er sogar um ganze 13 Prozent, was einem Rückgang von 61 Prozent seit 2020 entspricht. Laut OIV ist der chinesische Weinmarkt besonders sensibel, was Preise und Kaufkraft betrifft. 2020 war China demnach noch der sechstgrößte Weinmarkt weltweit, nunmehr steht die Volksrepublik auf Platz elf.

OIV-Generaldirektor John Barker sagte der Nachrichtenagentur AFP, wirtschaftliche Faktoren seien für den Weinabsatz sehr wichtig und die Inflation lasse nicht nur die Produktionskosten steigen, sondern treffe auch die Geldbörsen der Konsumenten. "Insgesamt gesehen ist Wein ein Genussmittel und die Kaufkraft der Menschen hat gelitten", sagte Barker weiter.

Die Weinproduktion stieg indes 2025 um 0,6 Prozent auf 227 Millionen Hektoliter. Laut der OIV ist dies jedoch darauf zurückzuführen, dass es im Vorjahr 2024 ein historisches Tief gegeben habe. Die seit drei Jahren niedrige Produktion zeige einen kombinierten Effekt klimatischer Schwankungen und Anpassungen aufgrund sinkender Nachfrage.

Laut OIV-Generaldirektor Barker muss sich die Weinindustrie von einem auf Menge ausgerichteten Modell auf ein Modell umstellen, das Wein als ein Produkt herausragender Qualität und Exklusivität betont. Potenzial sehen Fachleute auch in alkoholärmeren oder -freien Weinen und in neuen Verpackungsformen wie kleineren Flaschen oder "Bag-in-Box" genannten Weinschläuchen.

N.Taylor--TNT

Empfohlen

Pentagon: Kosten des Iran-Kriegs auf 29 Milliarden Dollar gestiegen

Das US-Verteidigungsministerium beziffert die Kosten des Iran-Kriegs inzwischen auf 29 Milliarden Dollar (rund 25 Milliarden Euro). Pentagon-Finanzchef Jules Hurst nannte diese Summe am Dienstag bei einer Haushaltsanhörung im Kongress. Das sind rund vier Milliarden Dollar mehr als Ende April von Verteidigungsminister Pete Hegseth angegeben.

Buhrufe bei Kanzlerrede: Merz fordert Reformbereitschaft - auch bei der Rente

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat bei einem Auftritt vor dem Bundeskongress des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) die Bereitschaft zu weitreichenden Reformen eingefordert. "Wir müssen uns ändern, um zu erhalten, was uns gemeinsam wichtig ist", sagte der Kanzler am Dienstag in seiner Rede. Begleitet von Buhrufen und Pfiffen einiger DGB-Delegierter bekräftigte Merz auch sein Ziel einer Neuordnung der gesetzlichen Rente.

Zoll meldet massiven Anstieg von E-Commerce-Sendungen

Die Zahl von E-Commerce-Sendungen aus dem Ausland nach Deutschland ist im vergangenen Jahr weiter massiv angestiegen. "Allein im Bereich der Einfuhr von Post- und Kuriersendungen behandelte der Zoll im Vergleich zum Jahr 2024 rund 192 Millionen Warenpositionen mehr", erklärte der Zoll am Dienstag. "Der Anteil von E-Commerce am internationalen Handel wächst seit Jahren rasant."

Iran-Krieg: US-Inflation im April auf Drei-Jahres-Hoch

Vor dem Hintergrund des Iran-Kriegs ist die Inflation in den USA auf den höchsten Stand seit drei Jahren gestiegen. Die Verbraucherpreise legten im April um 3,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat zu, wie das Arbeitsministerium am Mittwoch in Washington mitteilte. Das waren 0,6 Prozentpunkte mehr als im März. Die Inflation stieg damit auf den höchsten Stand seit Mai 2023.

Textgröße ändern: