The National Times - Deutsche Wirtschaftsleistung im ersten Quartal um 0,3 Prozent gestiegen

Deutsche Wirtschaftsleistung im ersten Quartal um 0,3 Prozent gestiegen


Deutsche Wirtschaftsleistung im ersten Quartal um 0,3 Prozent gestiegen
Deutsche Wirtschaftsleistung im ersten Quartal um 0,3 Prozent gestiegen / Foto: © AFP

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland ist im ersten Quartal um 0,3 Prozent verglichen mit dem Vorquartal gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte, legten sowohl die privaten als auch die staatlichen Konsumausgaben zu. Auch die Exporte stiegen den vorläufigen Angaben der Behörde zufolge in den ersten drei Monaten des Jahres.

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Damit stieg die Wirtschaftsleistung zum zweiten Mal in Folge an, das Bundesamt korrigierte aber die Zahlen für das letzte Quartal des vergangenen Jahres leicht nach unten. Demnach wuchs die deutsche Wirtschaft im vierten Quartal um 0,2 Prozent verglichen mit dem Vorquartal, bislang waren die Statistiker von 0,3 Prozent ausgegangen. Damit ergab sich auch für das Gesamtjahr ein Wachstum von 0,3 Prozent statt bisher 0,4 Prozent.

Verglichen mit dem Vorjahr legte das BIP im ersten Quartal dieses Jahres preisbereinigt um 0,5 Prozent zu, preis- und kalenderbereinigt betrug das Plus 0,3 Prozent. Die Angaben sind vorläufig - ausführliche Ergebnisse will das Statistikamt am 22. Mai bekanntgeben.

Der KfW-Konjunkturexperte Sebastian Wanke sprach von einem "überraschend guten Jahresauftakt" für die deutsche Wirtschaft. Das gelte umso mehr, als dass bereits das erste Quartal von der Grönland-Krise und dem Iran-Krieg geprägt gewesen sei. "Die Daten zeigen, dass es für die deutsche Konjunktur ein starkes Jahr hätte werden können." Nun gehe es darum, wie der Iran-Krieg weitergehe.

Der Ökonom Christian Breuer vom Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung sieht in dem Wachstum ein Zeichen, dass sich die Wirtschaft nach einer Reihe negativer Schocks habe stabilisieren können. Die Aussichten für das zweite Quartal seien indes "deutlich gesunken", fuhr er mit Blick auf die Iran-Krise fort.

Die wirtschaftspolitische Analyse müsse nun "an den Wurzeln ansetzen", forderte Breuer. Es gelte, "die Folgen der Energiepreisinflation sozialadäquat zu kompensieren und verstärkt die staatlichen Investitionen in Infrastruktur und Klimaneutralität auf den Weg zu bringen". Dann gebe es eine Chance, dass das Land wirtschaftlich mit einem "blauen Auge" davonkomme.

Lewis--TNT

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