The National Times - Stimmung der Unternehmen in Deutschland auf tiefstem Stand seit Mai 2020

Stimmung der Unternehmen in Deutschland auf tiefstem Stand seit Mai 2020


Stimmung der Unternehmen in Deutschland auf tiefstem Stand seit Mai 2020
Stimmung der Unternehmen in Deutschland auf tiefstem Stand seit Mai 2020 / Foto: © POOL/AFP/Archiv

Die Stimmung der Unternehmen in Deutschland hat sich im April deutlich eingetrübt. Der Ifo-Geschäftsklimaindex sank von 86,3 Punkten im Vormonat auf nun 84,4 Punkte. Das ist der niedrigste Wert seit Mai 2020, wie das Münchener Institut am Freitag mitteilte. "Die Unternehmen blicken erheblich pessimistischer auf die kommenden Monate. Sie bewerteten auch ihre aktuelle Lage schlechter", erklärte Ifo-Chef Clemens Fuest.

Textgröße ändern:

Im Verarbeitenden Gewerbe verschlechterten sich die Erwartungen deutlich, insbesondere in der chemischen Industrie. "Ihre aktuelle Lage bewerteten die Unternehmen hingegen etwas besser", erklärte Fuest. "Sie berichteten allerdings zunehmend von Lieferengpässen bei Vorprodukten."

Im Dienstleistungssektor hat sich laut Ifo die Verschlechterung der Erwartung aus den Vormonaten fortgesetzt. Zudem fiel hier auch die Bewertung der aktuellen Lage schlechter aus. "Speziell die Logistik steht unter Druck, dort sind die Aussichten düster", erklärte Fuest.

Im Handel sackte der Gesamtindex stark ab. Sowohl die Erwartungen als auch die aktuelle Lage fielen deutlich schlechter aus. "Die Einzelhändler sorgen sich insbesondere, dass sich die Konsumenten aufgrund der Inflation stärker zurückhalten."

Am stärksten fiel das Minus im Bauhauptgewerbe aus. Die Erwartungen fielen um fast zehn Punkte und auch mit den laufenden Geschäften waren die Unternehmen weniger zufrieden. "Die Iran-Krise trifft die deutsche Wirtschaft hart", resümierte Fuest.

I.Paterson--TNT

Empfohlen

Aufholjagd bei industrieller KI: Europa macht bei Investitionen Boden gut

Bei Künstlicher Intelligenz (KI) droht Europa bei großen Sprachmodellen wie ChatGPT und Co. den Anschluss zu verlieren - bei industrieller KI gibt es laut einer Studie jedoch eine Aufholjagd: Die Investitionen in KI-Anwendungen, die in der Realwirtschaft zum Einsatz kommen, stiegen im ersten Halbjahr auf rund 6,8 Milliarden Euro, wie das Beratungsunternehmen McKinsey und das Software-Branchennetzwerk Boardwave am Donnerstag mitteilten. Damit erreichten die Investitionen 44 Prozent des US-Niveaus - vier Mal so viel wie noch 2018.

Neues Allzeithoch: Auftragsbücher der Industrie füllen sich weiter

Angetrieben von einer boomenden Nachfrage nach Militärfahrzeugen, Flugzeugen, Schiffen und Zügen hat der Auftragsbestand im Verarbeitenden Gewerbe ein neues Allzeithoch erreicht. Wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte, legten die Aufträge im Juli um 1,5 Prozent zum Vormonat zu. Gegenüber dem Vorjahresmonat Juli 2025 betrug das Plus sogar 10,9 Prozent.

Justizministerin kündigt härtere Strafen bei Angriffen auf Bahn-Beschäftigte an

Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) hat härtere Strafen für Angriffe auf Beschäftigte von Bahn-Unternehmen angekündigt. "Wenn Fahrgäste ihre Aggressionen an Zugbegleiterinnen und Zugbegleitern, Lokführerinnen und Lokführern auslassen, dann müssen wir dieser Verrohung etwas entgegensetzen", sagte Hubig den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Gewerkschaftschef Martin Burkert und DB-Chefin Evelyn Palla begrüßten die Pläne Hubigs.

Einweihung von Deutschlands größtem Offshore-Windpark

64 Windräder, die rechnerisch rund 1,1 Millionen Haushalte mit Strom versorgen können: In der Nordsee ist Deutschlands bislang größter Offshore-Windpark entstanden. Zur Einweihungsfeier hat das Energieunternehmen EnBW am Donnerstag (14.30 Uhr) nach Hamburg geladen. Angemeldet hat sich unter anderen Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD).

Textgröße ändern: