The National Times - Presse: Fast 3000 verstrahlte Wildschweine wurden 2025 vernichtet

Presse: Fast 3000 verstrahlte Wildschweine wurden 2025 vernichtet


Presse: Fast 3000 verstrahlte Wildschweine wurden 2025 vernichtet
Presse: Fast 3000 verstrahlte Wildschweine wurden 2025 vernichtet / Foto: © AFP

Auch 40 Jahre nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl überschreiten Wildschweine in mehreren Bundesländern laut "Bild"-Zeitung die Grenzwerte für radioaktives Cäsium-137 und dürfen deshalb nicht in den Handel gelangen. Im Jahr 2025 wurden insgesamt 2927 erlegte Wildschweine wegen überhöhter Strahlenbelastung vernichtet, wie die "Bild" am Samstag unter Berufung auf Zahlen des Bundesverwaltungsamtes berichtete.

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Betroffen sind demnach Bayern, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Thüringen und Sachsen. Die meisten Fälle wurden in Bayern registriert. Die Zahl geht aber zurück: 2024 gab es bundesweit 3099 verstrahlte Wildschweine, 2022 sogar 7539. Jäger erhalten dem Bericht zufolge für das verstrahlte Wild vom Bundesverwaltungsamt Ausgleichszahlungen – 204,52 Euro für ausgewachsene Wildschweine und 102,26 Euro für Frischlinge.

Rehe sind nur noch selten betroffen. In Bayern wurden zuletzt 2023 vier Tiere mit einer Strahlenbelastung über dem Grenzwert von 600 Becquerel pro Kilogramm registriert, 2020 waren es 15.

Cäsium-137 hat eine Halbwertszeit von etwa 30 Jahren. "Selbst gesammelte Pilze sowie Wild, das sich von Pflanzen und Pilzen aus dem Wald ernährt, können deswegen auch heute noch deutlich erhöhte Cäsium-Werte aufweisen", sagte eine Sprecherin des Bundesamtes für Strahlenschutz der "Bild".

Besser sieht es auf landwirtschaftlichen Flächen aus. "In Ackerböden ist das Cäsium an Tonminerale gebunden. Deswegen können die Pflanzen es nicht oder nur in sehr geringen Mengen über die Wurzeln aufnehmen", sagte die Sprecherin weiter.Lebensmittel aus der Landwirtschaft enthielten daher überall in Deutschland so gut wie kein Cäsium-137.

R.Campbell--TNT

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