The National Times - Merz unterstreicht Bedeutung der Lufthansa und des Luftverkehrs für Deutschland

Merz unterstreicht Bedeutung der Lufthansa und des Luftverkehrs für Deutschland


Merz unterstreicht Bedeutung der Lufthansa und des Luftverkehrs für Deutschland
Merz unterstreicht Bedeutung der Lufthansa und des Luftverkehrs für Deutschland / Foto: © AFP

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat bei den Feierlichkeiten zum 100-jährigen Bestehen der Lufthansa die Bedeutung des Unternehmens sowie des Luftverkehrs insgesamt für die deutsche Wirtschaft betont. "Lufthansa stärkt die internationale Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft", sagte er in seiner Rede am Mittwoch in Frankfurt. Die Nachfrage nach Flugreisen werde weiter steigen - weniger zu fliegen sei daher "keine Option für den Wirtschaftsstandort Deutschland".

Textgröße ändern:

"Seriöse Prognosen gehen davon aus, dass sich der Luftverkehr weltweit bis 2050 erneut verdoppelt", führte der Kanzler aus. "Darauf müssen wir uns einstellen und dafür müssen wir Bedingungen schaffen, um an diesem Wachstum teilzunehmen." Dabei setze er auf die Lufthansa.

Die Feierlichkeiten des Airline-Konzerns wurden von massiven Streiks in dieser Woche überschattet. Für Montag und Dienstag hatte die Pilotengewerkschaft VC bei der Lufthansa-Kernmarke, der Cityline und Lufthansa Cargo zum Arbeitskampf aufgerufen. An beiden Tagen fielen hunderte Flüge aus. Auch bei der Lufthansa-Tochter Eurowings wurde am Montag gestreikt. Am Dienstagabend kündigte sie weitere Streiks für Donnerstag und Freitag an.

Am Mittwoch und Donnerstag kamen Streiks des Kabinenpersonals ebenfalls bei der Kernmarke sowie der Cityline hinzu. Bislang fielen hunderte Flüge an den Lufthansa-Drehkreuzen Frankfurt und München aus.

Der Aufsichtsratsvorsitzende der Lufthansa, Karl-Ludwig Kley, forderte von Merz deshalb Änderungen am Streikrecht, "bevor sich dieses noch zu einem noch größeren Wettbewerbsnachteil für unser Land auswächst". Die Lufthansa konkurriere "international mit gedopten Staatsairlines" und werde dabei von der EU benachteiligt. "In Folge verlieren europäische Fluggesellschaften dramatisch Marktanteile nach Asien", warnte der Aufsichtsratschef.

Auf die Streiks bei der Lufthansa ging der Bundeskanzler nicht ein. Er verwies stattdessen auf eine Reihe von Entlastungen, welche die Bundesregierung zuletzt für den Luftfahrtsektor beschlossen habe, darunter die Senkung der Luftverkehrssteuer und der Flugsicherungsgebühren.

A.Davey--TNT

Empfohlen

DB-Chefin Palla schraubt Ziele nach unten - 80 Prozent Pünktlichkeit erst 2035

Bahn-Chefin Evelyn Palla hat die bisherigen Ziele des DB-Konzerns in Sachen Wachstum, Digitalisierung und Pünktlichkeit deutlich nach unten geschraubt. "Hauptsächlich wachstumsorientierte Ziele wie die Verdoppelung der Reisendenzahlen haben sich angesichts veränderter Rahmenbedingungen als nicht haltbar erwiesen", erklärte die Bahn am Donnerstag. Die vollständige Digitalisierung der Schiene bis 2035 sei ebenfalls "nicht realistisch" und als Ziel für die Pünktlichkeit im Fernverkehr gibt der Konzern nun 80 Prozent erst in jenem Jahr aus.

Leistungssprung bei Mikrochips: IBM stellt neue Technologie vor

Kleinere Struktur, größere Leistung: Der US-Konzern IBM will bei der Halbleitertechnik in winzigere Dimensionen vorstoßen und damit einen Leistungssprung bei weltweit stark nachgefragten Mikrochips ermöglichen. Zugleich könne der Stromverbrauch der Chips so deutlich reduziert werden, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Bis zu einer möglichen Serienreife dauert es demnach aber noch.

Brüssel erwägt strengere Regeln für Cloud-Dienste von Amazon und Microsoft

Die EU erwägt strengere Wettbewerbsregeln für die Cloud-Dienste der US-Unternehmen Amazon und Microsoft. Die EU-Kommission komme nach einer ersten Prüfung zu der vorläufigen Einschätzung, dass "die in der EU größten, beziehungsweise zweitgrößten Cloud-Computing-Dienste" als sogenannte Gatekeeper benannt werden sollten, erklärte die Brüsseler Behörde am Donnerstag. Demnach erfüllen die Dienste der beiden Tech-Riesen die Voraussetzungen, um unter das Gesetz für Digitale Märkte der EU zu fallen.

Verbraucherstimmung hellt sich leicht auf - bleibt aber verhalten

Die Stimmung der Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland hat sich etwas verbessert, bleibt aber auf niedrigem Niveau. Der Konsumklima-Index für Juli legte um 0,5 Zähler auf minus 29,2 Punkte zu, wie das Nürnberg Institut für Marktentscheidungen (NIM) am Donnerstag mitteilte. Der moderate Anstieg resultiert demnach aus einer etwas positiveren Einkommenserwartung.

Textgröße ändern: