The National Times - Iran-Krieg: Geschäftsklima der Reisebranche deutlich verschlechtert

Iran-Krieg: Geschäftsklima der Reisebranche deutlich verschlechtert


Iran-Krieg: Geschäftsklima der Reisebranche deutlich verschlechtert
Iran-Krieg: Geschäftsklima der Reisebranche deutlich verschlechtert / Foto: © AFP

Das Geschäftsklima bei Reisebüros und -veranstaltern hat sich wegen des Iran-Krieges deutlich verschlechtert: Der Branchenindikator des Ifo fiel von minus 14,8 Punkten im Februar auf minus 41,7 Punkte im März, wie das Institut in München am Freitag mitteilte. Die geopolitische Situation führe zu hoher Verunsicherung bei Reisenden und Reiseunternehmen, besonders für Reisen über die Golfstaaten im Nahen Osten.

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Die Unternehmen der Branche beurteilten laut Ifo-Umfrage im März ihre aktuelle Lage "erheblich zurückhaltender" als im Februar. Ihre Erwartungen an die Geschäfte in den kommenden Monaten verschlechterten sich "deutlich".

Seit Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar wurden für wichtige Transitländer mit Drehkreuzflughäfen in der Golfregion Reisewarnungen ausgesprochen. Dort steigen viele Flugreisende mit Reisezielen in Asien um. Im vergangenen Jahr hatten laut dem Statistischen Bundesamt etwa 2,7 Millionen Flugpassagiere mit Start auf einem Hauptverkehrsflughafen in Deutschland ein erstes Streckenziel in Katar oder den Vereinigten Arabischen Emiraten, wie das Ifo erklärte.

Mit der Türkei und Ägypten grenzen zudem zwei wichtige Reisezielländer an die Konfliktregion: 2025 flogen etwa 20,3 Prozent der Flugreisenden, die aus Deutschland in ein Zielland außerhalb der Europäischen Union reisten, in die Türkei. Der entsprechende Anteil lag für Ägypten bei etwa 4,8 Prozent.

Die Monate Januar und Februar sind traditionell die buchungsstärksten Monate für Urlaubsreisen. Viele Reisebüros und Reiseveranstalter mussten für bereits gebuchte Reisen in oder über Länder im Nahen Osten Umbuchungen oder Stornierungen vornehmen.

Zugleich erhöhte sich laut Institut der Anteil der Reisebüros und Reiseveranstalter, der in den Ifo-Konjunkturumfragen für die kommenden Monate von steigenden Preisen für Reisedienstleistungen ausgeht. Einer der Gründe sei der Anstieg der Treibstoffkosten in den vergangenen Wochen, der perspektivisch An- und Abreiseflüge verteuern könne. "Ein Anstieg der Inflationsrate dürfte die Reisebudgets vieler Urlauberinnen und Urlauber im weiteren Jahresverlauf belasten", erwartet Branchenexperte Patrick Höppner vom Ifo.

L.A.Adams--TNT

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