The National Times - UN-Schifffahrtsorganisation fordert Evakuierungskorridor für Schiffe im Persischen Golf

UN-Schifffahrtsorganisation fordert Evakuierungskorridor für Schiffe im Persischen Golf


UN-Schifffahrtsorganisation fordert Evakuierungskorridor für Schiffe im Persischen Golf
UN-Schifffahrtsorganisation fordert Evakuierungskorridor für Schiffe im Persischen Golf / Foto: © AFP/Archiv

Die Schifffahrtsorganisation der Vereinten Nationen (IMO) fordert einen Evakuierungskorridor für die zahlreichen Schiffe, die wegen der Sperrung der Straße von Hormus im Persischen Golf festsitzen. IMO-Generalsekräter Arsenio Dominguez sprach am Donnerstag beim Abschluss einer zweitägigen Krisensitzung der Organisation in London von einem "humanitären Korridor", der dringend nötig sei. Nach Angaben der IMO sitzen rund 20.000 Seeleute infolge des Iran-Krieges auf rund 3200 Schiffen im Persischen Golf fest.

Textgröße ändern:

Die einzige Ausfahrt auf dem Seeweg ist die Straße von Hormus. Die Meerenge wird vom iranischen Militär kontrolliert und ist seit Beginn der Angriffe Israels und der USA auf den Iran de facto gesperrt. In einer von den Mitgliedern des IMO-Rates verabschiedeten Erklärung fordern diese das Ende "der Drohungen und Angriffe gegen Schiffe".

Sie forderten Teheran auf, die Sperrung "unverzüglich" aufzuheben. Neben dem Evakuierungskorridor brauche es einen "koordinierten internationalen Ansatz zur Gewährleistung der Sicherheit der Schifffahrt" in der Region. Durch die Straße von Hormus wird etwa ein Fünftel der weltweiten Öl- und Flüssigerdgasproduktion transportiert.

Der Iran ist Mitglied der IMO, aber nicht im Rat der Organisation vertreten. Teheran kritisierte die Erklärung scharf und bezeichnete sie als "einseitig, unfair, unzutreffend und rechtlich mangelhaft". "Sie verurteilt den geschädigten Staat, während sie die rechtswidrige Aggression, die die eigentliche Ursache der gegenwärtigen Situation ist, außer Acht lässt", sagte der iranische Delegierter.

Die IMO hatte den Persischen Golf, den Golf von Oman und die Straße von Hormus bereits vor zwei Wochen offiziell zum Kriegsgebiet erklärt. Diese Einstufung erweitert die Rechte der betroffenen Seeleute. Unter anderem können sie eine Rückführung auf Kosten des Reeders beantragen. Die Möglichkeiten für Rückführungen sind allerdings aufgrund der militärischen Eskalation in der Region begrenzt.

R.Campbell--TNT

Empfohlen

Frankreichs Premier Lecornu will 54 Milliarden Euro einsparen

Der französische Premierminister Sébastien Lecornu plant im kommenden Jahr Einsparungen in Höhe von 54 Milliarden Euro. Dabei solle die Steuerlast gleich bleiben, sagte Lecornu in einem am Donnerstag veröffentlichten Interview mit der Zeitung "Le Figaro". Für 2027 strebe er ein Defizit von fünf Prozent des Bruttoinlandsprodukts an, sagte Lecornu - ein Ziel, das Finanz- und Wirtschaftsminister Roland Lescure vor wenigen Tagen noch als unrealistisch bezeichnet hatte.

Merz: Bas-Plan gegen Sozialmissbrauch am Mittwoch im Kabinett

Das Bundeskabinett wird den Aktionsplan zur Bekämpfung von Sozialleistungsmissbrauch in der kommenden Woche auf den Weg bringen. In der nächsten Sitzung am Mittwoch komme der Plan auf die Kabinettsliste, sagte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) am Donnerstag in Berlin. "Damit unser Sozialstaat für die da ist, die ihn wirklich brauchen. und nicht für diejenigen, die ihn ausnutzen." Der Plan von Bundessozialministerin Bärbel Bas (SPD), der sich vor allem gegen Sozialleistungsmissbrauch durch EU-Bürger richtet, stieß bei Verbänden auf ein gemischtes Echo.

Merz verteidigt Reformkurs: "Wir holen nach, was wir längst hätten machen müssen"

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat die geplanten Sozialreformen verteidigt und dabei insbesondere junge Menschen in den Blick genommen. "Wir holen jetzt nach, was wir längst hätten machen müssen", sagte Merz am Donnerstag in Berlin. "Und die Sozialdemokraten gehen mit uns diesen Weg."

Drohender Streik: Micron-Beschäftigte in Taiwan lehnen Bonus von 68 Monatsgehältern ab

Angesichts eines drohenden Streiks hat der US-Chiphersteller Micron Technology seinen Beschäftigten in Taiwan eine Bonuszahlung von 68 Monatsgehältern angeboten - der Belegschaft ist das aber nicht genug. Hunderte Beschäftigte folgten am Donnerstag einem Aufruf der Gewerkschaften und versammelten sich zu einer Protestkundgebung am Micron-Werk in Taoyuan.

Textgröße ändern: