The National Times - Leere Tanks für E-Zigaretten dürfen nicht an Jugendliche verkauft werden

Leere Tanks für E-Zigaretten dürfen nicht an Jugendliche verkauft werden


Leere Tanks für E-Zigaretten dürfen nicht an Jugendliche verkauft werden
Leere Tanks für E-Zigaretten dürfen nicht an Jugendliche verkauft werden / Foto: © AFP/Archiv

Leere Tanks für E-Zigaretten dürfen nicht an Kinder und Jugendliche verkauft werden. Händler müssen das Alter der Käufer überprüfen, bevor sie die Ware verkaufen oder verschicken, wie der Bundesgerichtshof (BGH) am Mittwoch in Karlsruhe entschied. Die Ersatztanks können mit Flüssigkeit zum Verdampfen befüllt werden. (Az. I ZR 106/25)

Textgröße ändern:

Die Klage eines Händlers gegen einen anderen hatte damit weitgehend Erfolg. Beide verkaufen Zubehör und Ersatzteile für elektronische Zigaretten, darunter leere Tanks als Ersatzteile, die mit einem sogenannten E-Liquid gefüllt werden können.

Der Kläger bestellte im Juni 2023 bei dem beklagten Händler einen Ersatztank und stellte fest, dass weder bei der Bestellung noch bei der Lieferung das Alter überprüft wurde. Er sah das als Verstoß gegen das Jugendschutzgesetz und zog vor Gericht.

Das Gesetz sieht unter anderem vor, dass elektronische Zigaretten und "deren Behältnisse" nicht an Kinder und Jugendliche verkauft werden dürfen. Die Frage war, ob Ersatztanks darunter fallen. Das Landgericht Bochum und das Oberlandesgericht Hamm beantworteten sie mit Ja. Der BGH bestätigte das nun.

Ersatztanks für elektronische Zigaretten seien allein dazu bestimmt und geeignet, zum Konsum von E-Liquids in den Zigaretten verwendet zu werden, führte der BGH aus. Von ihnen gehe auch dann eine Gesundheitsgefahr für Kinder und Jugendliche aus, wenn sie nicht gefüllt sind.

Leere Ersatztanks ohne Altersprüfung anzubieten und zu liefern, sei darum eine unlautere geschäftliche Handlung. Beim Verkauf und Versand muss dem BGH zufolge sichergestellt werden, dass die Tanks nicht an Kinder und Jugendliche abgegeben werden.

M.Wilson--TNT

Empfohlen

Mehr und hochpreisige Ware angelandet: Deutsche Fischer steigern Erlöse

Die deutschen Fischerinnen und Fischer haben im vergangenen Jahr mehr Fisch an Land gebracht und ihre Einnahmen um fast ein Drittel gesteigert. Die rund 1080 Schiffe der deutschen Hochsee- und Küstenfischerei landeten im Vergleich zum Vorjahr 2025 sieben Prozent mehr Fisch an, wie die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) am Mittwoch mitteilte. Die Erlöse kletterten um 32 Prozent auf 236,4 Millionen Euro.

Rekordwert im ersten Halbjahr: Erneuerbare deckten 58 Prozent des Stromverbrauchs

Die erneuerbaren Energiequellen haben laut vorläufigen Berechnungen im ersten Halbjahr 58 Prozent des Stromverbrauchs in Deutschland gedeckt. "Ein Plus von fast drei Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum und ein neuer Rekordwert", erklärte der Bundesverband de Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) am Mittwoch. Insgesamt erzeugten Erneuerbare-Energien-Anlagen 152,2 Milliarden Kilowattstunden (kWh) Strom, vor allem Windanlagen auf See produzierten demnach deutlich mehr als im Vorjahreszeitraum.

Förderprogramm "Demokratie leben" neu aufgelegt - Überarbeitung umstritten

Das Bundesbildungsministerium hat das Förderprogramm "Demokratie leben" neu aufgelegt und die dazu geltenden neuen Förderkriterien veröffentlicht. Interessierte Organisationen könnten sich ab sofort über die aktualisierten Abläufe und Kriterien informieren und ab August digital ihre Projektideen einreichen, teilte das Ministerium am Mittwoch mit. Externe Gutachter sehen sich anschließend die eingereichten Bewerbungen ab - ausgewählte Träger dürfen dann ab Oktober konkrete Anträge stellen.

Brandenburg: Sechsjähriger Junge stürzt von Balkon in elftem Stock und stirbt

In Frankfurt an der Oder ist ein sechsjähriger Junge aus dem elften Stock eines Hochhauses in die Tiefe gestürzt und gestorben. Eine Zeugin alarmierte am Dienstagabend die Rettungskräfte, als sie den schwerst verletzten Jungen vor dem Haus auf dem Boden entdeckte, wie ein Polizeisprecher am Mittwoch in der brandenburgischen Stadt sagte. Diese kämpften um das Leben des Kinds, das jedoch noch vor Ort starb.

Textgröße ändern: