The National Times - Vor USA-Besuch von Merz: Bundesregierung erwartet von Trump "Klarheit" bei Zöllen

Vor USA-Besuch von Merz: Bundesregierung erwartet von Trump "Klarheit" bei Zöllen


Vor USA-Besuch von Merz: Bundesregierung erwartet von Trump "Klarheit" bei Zöllen
Vor USA-Besuch von Merz: Bundesregierung erwartet von Trump "Klarheit" bei Zöllen / Foto: © GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP

Vor dem Besuch von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) in Washington hat die Bundesregierung die USA dazu aufgerufen, die bisherigen Vereinbarungen mit der EU in der Zollpolitik einzuhalten. Deutschland erwarte "Klarheit über die nächsten Schritte von der US-Regierung", sagte ein Regierungssprecher am Freitag in Berlin. Die Bundesregierung wolle wie die EU-Kommission "weiterhin am EU-US-Zolldeal festhalten". Merz werde seine Position vor seiner Reise mit den EU-Partnern abstimmen.

Textgröße ändern:

Merz fliegt am Montag in die USA. Er wird dort am Dienstag US-Präsident Donald Trump zu einem Gespräch im Weißen Haus treffen. Danach ist laut Bundesregierung ein gemeinsames Mittagessen geplant.

Der Oberste Gerichtshof der USA hatte vor einer Woche die meisten der von Trump verhängten Zölle für ungültig erklärt. Trump ersetzte die bisherigen Zölle darauf mit einer anderen Rechtsgrundlage durch einen neuen zehnprozentigen Sonderzoll - und will diesen erklärtermaßen auf 15 Prozent erhöhen. Die Entscheidung hatte große Unsicherheit über die weitere Zollpolitik ausgelöst.

Die Bundesregierung setze darauf, dass die neuen Aufschläge "insgesamt nicht über den im Sommer vereinbarten 15-Prozent-Zolldeckel hinausgehen", sagte der stellvertretende Regierungssprecher Sebastian Hille mit Blick auf die bisherige Vereinbarung zwischen Washington und Brüssel. Nach Trumps jüngsten Zollankündigungen hatte das EU-Parlament die Umsetzung der europäischen Zusagen aus der Vereinbarung vorerst auf Eis gelegt.

Die Bundesregierung begrüße "die Signale der US-Regierung, die mit der EU getroffenen Vereinbarungen einhalten zu wollen", sagte Hille. Deutschland wolle "Stabilität und Berechenbarkeit in den Handelsbeziehungen". Denn "Unternehmen brauchen Planungssicherheit - und das gilt auf beiden Seiten des Atlantiks".

Dabei sei "eine geschlossene Haltung in der Europäischen Union wichtig", sagte Hille weiter. "Der Bundeskanzler stimmt sich deshalb wie in all diesen Fragen sehr eng mit den europäischen Partnern ab." Merz werde "auch mit einer abgestimmten Position am Dienstag in Washington sein", wenn der Kanzler Trump treffen soll.

"Grundsätzlich gilt: Zollstreit und Handelskonflikte schaden allen", betonte Hille. "Ein offener und regelgebundener Handel sind für uns elementar. Die Bundesregierung setzt sich daher für pragmatische und regelbasierte Handelspolitik ein."

F.Lim--TNT

Empfohlen

Bahn-Chefin sagt stabile Preise für ICE-Tickets für ein Jahr zu

Trotz steigender Energiepreis will die Deutsche Bahn nach Angaben ihrer Chefin Evelyn Palla die Preise für Fernverkehrstickets für ein Jahr einfrieren. "Vom 1. Mai an halten wir die Preise für ICE-Tickets ein Jahr lang stabil", sagte Palla der "Bild am Sonntag". Damit sorge ihr Konzern für "Sicherheit und Stabilität" für "alle, die mobil bleiben wollen und müssen".

Umfrage: 82 Prozent glauben nicht an ausreichende Rente im Alter

Das Vertrauen der Deutschen in ihre gesetzliche Rente ist einer Umfrage zufolge äußerst gering. Laut einer Renten-Umfrage für den Sozialverband Deutschland (SoVD), die der "Bild am Sonntag" nach eigenen Angaben exklusiv vorliegt, glauben 82 Prozent der Befragten nicht daran, dass ihre gesetzliche Rente ausreichen wird, um ihren Lebensstandard im Alter zu sichern. Nur elf Prozent gingen davon aus, dass ihre Rente dafür reichen werde.

Kanada gibt grünes Licht für Ausbau von Gas-Pipeline für mehr Exporte nach Asien

Die kanadische Regierung hat den Ausbau einer Erdgas-Pipeline an der Westküste für mehr Exporte nach Asien gebilligt. Der Ausbau der Pipeline mit mehreren Milliarden Dollar sei Teil von Kanadas "Strategie der Handelsdiversifizierung", erklärte das Ministerium für natürliche Ressourcen am Freitag in Ottawa. Laut Premierminister Mark Carney könnten mehr Exporte von Erdöl und Erdgas nach Asien der "Energie-Supermacht" Kanada dabei helfen, die sich verschlechternden Handelsbeziehungen zum Nachbarland USA auszugleichen.

Handwerkspräsident: Statt Entlastungsprämie Löhne abgabenfrei stellen

Statt der vielfach kritisierten Entlastungsprämie der Arbeitgeber an Arbeitnehmer hat der Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks, Jörg Dittrich, vorgeschlagen, für drei Monate die Löhne abgabenfrei zu stellen. Wegen der von der schwarz-roten Koalition beschlossenen Entlastungsprämie in Höhe von 1000 Euro habe er in den vergangenen Tagen "einen Sturm der Entrüstung erlebt, der noch längst nicht abgeebbt ist", sagte Dittrich dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

Textgröße ändern: