The National Times - Gewinn bei Mercedes 2025 um fast die Hälfte eingebrochen

Gewinn bei Mercedes 2025 um fast die Hälfte eingebrochen


Gewinn bei Mercedes 2025 um fast die Hälfte eingebrochen
Gewinn bei Mercedes 2025 um fast die Hälfte eingebrochen / Foto: © AFP

Schwierigkeiten im China-Geschäft und Zollhürden haben den Gewinn des Stuttgarter Autobauers Mercedes-Benz im Jahr 2025 um beinahe die Hälfte einbrechen lassen. Das Konzernergebnis für das vergangene Jahr belief sich auf 5,3 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag bekanntgab. Das entspricht einem Rückgang von fast 49 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Textgröße ändern:

"Globale Zölle, negative Wechselkurseffekte und intensiver Wettbewerb in China" hätten im vergangenen Jahr die Entwicklung des Konzerns belastet, teilte Mercedes-Benz mit. Der Umsatz schrumpfte im Vergleich zum Vorjahr um 9,2 Prozent auf 132,2 Milliarden Euro.

"In einem dynamischen Marktumfeld lagen unsere finanziellen Ergebnisse im Rahmen unserer Prognose", erklärte Konzernchef Ole Källenius. Die geplante Einführung von mehr als 40 neuen Modellen innerhalb von drei Jahren werde nun "nochmals beschleunigt". Es gehe nun mit "einem klaren Plan und einem sehr wettbewerbsfähigen Produktportfolio" voran.

Für 2026 erwartet der Autobauer einen ähnlichen Umsatz wie im vergangenen Jahr. Wegen des Wegfalls einmaliger Restrukturierungskosten wird beim Vorsteuerergebnis allerdings ein Wert "deutlich über dem Vorjahresniveau" erwartet. Die Aktie des Konzerns gab am Donnerstag zunächst deutlich um mehr als vier Prozent nach, erholte sich im Tagesverlauf aber wieder etwas.

Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer vom Center Automotive Research (CAR) wies am Donnerstag darauf hin, dass 2025 für Mercedes ein Jahr zum "Abhaken" gewesen sei - "wie für fast alle Autobauer". Als Gründe führte er unter anderem die "Unberechenbarkeit" der Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump an. Zudem bräuchten die deutschen Premiumhersteller "eine neue China-Strategie", erklärte er. Der Preisunterschied zu hochwertigen Autos aus China müsse "wesentlich kleiner" werden, um die Wende auf dem wichtigen chinesischen Markt zu schaffen.

A.M.James--TNT

Empfohlen

Dieselpreis steigt auf weiteren Rekordwert - Benzinpreis leicht gesunken

Der Preis für Diesel an den deutschen Tankstellen hat am Donnerstag erneut einen neuen Höchststand erreicht. Im Tagesdurchschnitt lag der Preis pro Liter im bundesweiten Schnitt bei 2,471 Euro, wie der ADAC in München am Freitag mitteilte. Am Mittwoch hatte er bereits mit 2,453 Euro den vorherigen Rekord gebrochen. Der Benzinpreis sank hingegen leicht von 2,314 auf 2,308 Euro pro Liter.

Finanzminister Klingbeil pocht auf EU-weite Übergewinnsteuer

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) hat vor dem Treffen mit seinen Amtskollegen am Freitag in Dublin noch einmal betont, dass er eine EU-weite Übergewinnsteuer will. "Die EU-Kommission sollte hier jetzt sehr zügig handeln", sagte er dem Portal Politico. "Dafür setze ich mich gemeinsam mit meinen Amtskollegen aus weiteren großen EU-Staaten wie Spanien und Polen ein."

Kinderschutzbund gegen pauschale Zugangsbeschränkungen bei Social Media

Der Kinderschutzbund sieht das EU-Konzept für ein Social-Media-Verbot kritisch und ist gegen pauschale Zugangsbeschränkungen. "Gerade für Jugendliche, die zu Hause wenig Unterstützung erfahren, in belasteten Familien leben oder online wichtige soziale Kontakte und Beratung finden, können digitale Räume besonders wichtig sein", sagte die Präsidentin des Kinderschutzbundes, Sabine Andresen, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND, Freitagsausgaben). "Ihr Zugang darf nicht allein von der Zustimmung und den Möglichkeiten ihrer Eltern abhängen."

Prien hält Umgang mit digitalen Medien in der Gesellschaft für fahrlässig

Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) hält den gesellschaftlichen Umgang mit digitalen Medien für fahrlässig. "In Wahrheit haben wir es mit einem großen Menschheitsversuch zu tun", sagte Prien den Zeitungen der Mediengruppe Bayern (Freitagsausgaben). "Wir nutzen seit knapp 20 Jahren Smartphones, eine sich schnell verändernde Technologie, ohne eine Risikofolgen-Abschätzung zu machen."

Textgröße ändern: