The National Times - Tarifverhandlungen bei der Bahn: GDL droht mit Abbruch der Gespräche und Streiks

Tarifverhandlungen bei der Bahn: GDL droht mit Abbruch der Gespräche und Streiks


Tarifverhandlungen bei der Bahn: GDL droht mit Abbruch der Gespräche und Streiks
Tarifverhandlungen bei der Bahn: GDL droht mit Abbruch der Gespräche und Streiks / Foto: © AFP

In den Tarifverhandlungen der Deutschen Bahn hat die Lokführergewerkschaft GDL den Ton verschärft und mit dem Abbruch der Gespräche und folglich Streiks gedroht. "Wir kommen nicht so richtig vorwärts", sagte GDL-Chef Mario Reiß am Mittwoch in Berlin. "Es besteht die Gefahr, dass wir den Tariftisch verlassen." Das erste Angebot der Bahn hatte er am Dienstag bereits als unzureichend abgelehnt.

Textgröße ändern:

Die DB hatte unter anderem eine Lohnerhöhung "von in Summe sechs Prozent" vorgeschlagen, allerdings bei einer Laufzeit von 30 Monaten. Für dieses Jahr bedeute dies lediglich 0,4 Prozent Steigerung, es brauche also Nachbesserungen, monierte Reiß. Die GDL fordert unter anderem acht Prozent mehr Lohn bei einer Laufzeit von zwölf Monaten; darin enthalten ist eine Erhöhung der Zulagen. "Wir brauchen in dieser Woche ein bewertbares Ergebnis", ergänzte der Gewerkschafter am Mittwoch.

Die aktuellen Tarifverträge der Bahn mit der GDL waren am 31. Dezember 2025 ausgelaufen. Beide Seiten hatten schon im Vorfeld eine zweimonatige Verhandlungsphase mit Friedenspflicht vereinbart. Am Montag begannen sie ihre vierte Verhandlungsrunde. Die Gespräche sind für die ganze Woche bis einschließlich Freitag angesetzt. Für ab dem 23. Februar ist zudem bereits eine weitere Verhandlungsrunde angedacht.

Reiß stellte diesen weiteren Verhandlungstermin nun jedoch infrage. "Ich brauche die letzte Woche nicht, wenn ich bis dahin keine Ergebnisse habe", sagte er. "Es ist also offen, ob die Gespräche nach Freitag wie vereinbart weitergehen können." Die Friedenspflicht läuft bis Ende Februar, im Fall eines Scheiterns der Verhandlungen sind ab März Streiks denkbar.

R.Evans--TNT

Empfohlen

Dieselpreis steigt auf weiteren Rekordwert - Benzinpreis leicht gesunken

Der Preis für Diesel an den deutschen Tankstellen hat am Donnerstag erneut einen neuen Höchststand erreicht. Im Tagesdurchschnitt lag der Preis pro Liter im bundesweiten Schnitt bei 2,471 Euro, wie der ADAC in München am Freitag mitteilte. Am Mittwoch hatte er bereits mit 2,453 Euro den vorherigen Rekord gebrochen. Der Benzinpreis sank hingegen leicht von 2,314 auf 2,308 Euro pro Liter.

Finanzminister Klingbeil pocht auf EU-weite Übergewinnsteuer

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) hat vor dem Treffen mit seinen Amtskollegen am Freitag in Dublin noch einmal betont, dass er eine EU-weite Übergewinnsteuer will. "Die EU-Kommission sollte hier jetzt sehr zügig handeln", sagte er dem Portal Politico. "Dafür setze ich mich gemeinsam mit meinen Amtskollegen aus weiteren großen EU-Staaten wie Spanien und Polen ein."

Kinderschutzbund gegen pauschale Zugangsbeschränkungen bei Social Media

Der Kinderschutzbund sieht das EU-Konzept für ein Social-Media-Verbot kritisch und ist gegen pauschale Zugangsbeschränkungen. "Gerade für Jugendliche, die zu Hause wenig Unterstützung erfahren, in belasteten Familien leben oder online wichtige soziale Kontakte und Beratung finden, können digitale Räume besonders wichtig sein", sagte die Präsidentin des Kinderschutzbundes, Sabine Andresen, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND, Freitagsausgaben). "Ihr Zugang darf nicht allein von der Zustimmung und den Möglichkeiten ihrer Eltern abhängen."

Prien hält Umgang mit digitalen Medien in der Gesellschaft für fahrlässig

Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) hält den gesellschaftlichen Umgang mit digitalen Medien für fahrlässig. "In Wahrheit haben wir es mit einem großen Menschheitsversuch zu tun", sagte Prien den Zeitungen der Mediengruppe Bayern (Freitagsausgaben). "Wir nutzen seit knapp 20 Jahren Smartphones, eine sich schnell verändernde Technologie, ohne eine Risikofolgen-Abschätzung zu machen."

Textgröße ändern: