The National Times - US-Prozess zu Social-Media-Sucht beginnt mit Eröffnungsplädoyers in Los Angeles

US-Prozess zu Social-Media-Sucht beginnt mit Eröffnungsplädoyers in Los Angeles


US-Prozess zu Social-Media-Sucht beginnt mit Eröffnungsplädoyers in Los Angeles
US-Prozess zu Social-Media-Sucht beginnt mit Eröffnungsplädoyers in Los Angeles / Foto: © AFP

In den USA hat ein womöglich wegweisender Prozess gegen mehrere Internetriesen wegen des Vorwurfs der Förderung von Social-Media-Sucht begonnen. Die Anwälte der gegnerischen Seiten hielten am Montag ihre Eröffnungsplädoyers vor einer Geschworenenjury in Los Angeles. Der Anwalt der Klägerseite, Mark Lanier, warf Meta und Youtube beim Prozessauftakt vor, sie hätten bei minderjährigen Nutzern "Sucht erzeugt".

Textgröße ändern:

Beklagt sind der Google-Mutterkonzern Alphabet und Meta - die Tech-Giganten hinter Youtube, Facebook und Instagram. Die vom Konzern Bytedance betriebene Videoplattform Tiktok hatte kurz vor Prozessbeginn eine außergerichtliche Einigung erzielt. Den Konzernen wird vorgeworfen, ihre Plattformen gezielt suchtfördernd für Kinder und Jugendliche gestaltet zu haben.

Die Zeugenaussage von Meta-Chef Mark Zuckerberg wird für kommende Woche erwartet, Instagram-Chef Adam Mosseri soll frühestens am Mittwoch befragt werden. Es wird erwartet, dass auch Neil Mohan, der Chef von Youtube, vorgeladen wird.

Im Mittelpunkt des Verfahrens unter dem Vorsitz von Richterin Carolyn Kuhl steht der Fall einer 19-jährigen Frau, deren Name mit K.G.M. abgekürzt wird. Sie wirft den Betreibern von Online-Netzwerken vor, sie abhängig gemacht und dadurch schwere psychische Schäden bei ihr verursacht zu haben. Das Verfahren gilt als Musterprozess für zahlreiche weitere Klagen.

Die Anwälte der Kläger greifen bei dem Prozess auf Strategien zurück, die in den 1990er und 2000er Jahren gegen die Tabakindustrie angewendet wurden. Bei der damaligen Klagewelle wurde unter anderem argumentiert, dass die Unternehmen ein schädliches Produkt verkauften.

Meta hat die Vorwürfe im Vorfeld zurückgewiesen. Ein Youtube-Sprecher nannte die Anschuldigungen "schlichtweg falsch".

B.Cooper--TNT

Empfohlen

Anthropic: KI wird zunehmend für Entwicklung neuer KI-Systeme eingesetzt

KI-Systeme könnten sich in der Zukunft selbst bauen: Dem KI-Unternehmen Anthropic zufolge wird bei der Entwicklung neuer KI-Modelle zunehmend KI selbst eingesetzt. Der Chatbot Claude des US-Unternehmens habe im August rund 26 Prozent der Forschungs- und Entwicklungsarbeit bei Anthropic übernommen, erklärte das Unternehmen am Donnerstag. Claude könne noch nicht "vollständig autonom" arbeiten. Doch einen Großteil seiner Aufgaben erledige es weitgehend selbstständig unter menschlicher Aufsicht.

CDU-Generalsekretärin: Bis zu 25 Cent Entlastung beim Spritpreis

Die Beratungen in der Regierungskoalition über eine Entlastung vom hohen Spritpreis dauern an - CDU-Generalsekretärin Franziska Hoppermann nannte erstmals konkrete Zahlen: "Eine Entlastung um irgendwie 21, 23, 25 Cent der Liter, finde ich, ist schon eine spürbare Entlastung", sagte sie. Die CDU ist für eine Mehrwertsteuersenkung, SPD-Chef Lars Klingbeil nicht dagegen. Der ADAC, das Handwerk und der DGB plädierten dagegen für eine Stromsteuersenkung.

Dieselpreis steigt auf weiteren Rekordwert - Benzinpreis leicht gesunken

Der Preis für Diesel an den deutschen Tankstellen hat am Donnerstag erneut einen neuen Höchststand erreicht. Im Tagesdurchschnitt lag der Preis pro Liter im bundesweiten Schnitt bei 2,471 Euro, wie der ADAC in München am Freitag mitteilte. Am Mittwoch hatte er bereits mit 2,453 Euro den vorherigen Rekord gebrochen. Der Benzinpreis sank hingegen leicht von 2,314 auf 2,308 Euro pro Liter.

Finanzminister Klingbeil pocht auf EU-weite Übergewinnsteuer

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) hat vor dem Treffen mit seinen Amtskollegen am Freitag in Dublin noch einmal betont, dass er eine EU-weite Übergewinnsteuer will. "Die EU-Kommission sollte hier jetzt sehr zügig handeln", sagte er dem Portal Politico. "Dafür setze ich mich gemeinsam mit meinen Amtskollegen aus weiteren großen EU-Staaten wie Spanien und Polen ein."

Textgröße ändern: